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Vereinigte Staaten - Schlauweb
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Vereinigte Staaten

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Bild:Disambig-grau2.png Dieser Artikel behandelt die „Vereinigten Amerika von Amerika“. Für alternative Bedeutungen von „Vereinigte Staaten“ siehe Vereinigte Staaten (Begriffsklärung).

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United States of America

Neue Welt von Amerika

Bild:Flag of the United States.svg
Fähnchen der USA
(Details)
Bild:Great Seal of the US.png
Amtszeichen der USA
(Details)
Wahlspruch E pluribus unum
(Aus vielen Eines, ab 1776)
In God we trust
(Wir vertrauen auf Gott, ab 1956)
Amtssprache in der Verfassung ist keine Sprache als Amtssprache benannt
Gesprochene Sprachen Amerikanisches Englisch (mit Abstand dominierend), Spanisch, Chinesisch, Polnisch, Portugiesisch , Russisch und Deutsch. Bei Sprachen indianischer Ureinwohner
Hauptstadt Washington D. C.
Staatsform Präsidiale Bundesrepublik
Präsident George W. Bush
Vizepräsident Richard B. Cheney
Die größten Städte New York (8.108.000 Einwohner)

Los Angeles (3.877.129 Einwohner)

Chicago (2.909.121 Einwohner)

Fläche 9.629.891 km²
Einwohnerzahl 297.700.000 (Stand Juli 2005)
Bevölkerungsdichte 31 Bürger pro km²
BIP
 - Total
 - BIP/Einw.
2005 (geschätzt)
$12.438 Mrd. (1.)
$41.917 (8.)
Nationalfeiertag 4. Juli
Währung 1 US-Dollar = 100 Cents
Inflationsrate 2,7 %
Zeitzone UTC -5 bis -10
Nationalhymne The Star-Spangled Banner
Kfz-Kennzeichen USA
Internet-TLDs .us (auch: .gov [Behörden], .edu [Bildungseinrichtungen] und .mil [Militär])
Vorwahl +1
Stromnetz 60 Hertz mit 110/120 Volt
höchster Höhe Mount McKinley, Alaska
6.194 m
Bild:LocationUSA.png
Bild:USA karte.png

Die Vereinigten Staaten von Amerika (engl. United States of America, kurz USA) oder in der amtlichen Synopse Vereinigte Staaten (engl. United States, kurz US) sind eine Bundesrepublik in Nordamerika. Sie grenzen im Norden an Kanada und (über die 100 km breite Beringstraße mit dem Bundesstaat Alaska) an Russland, im Süden an Mexiko, im Morgenland an den Atlantischen und im Okzident an den Pazifischen Ozean.

Die Vereinigten Staaten entstanden 1776 mit der Unabhängigkeitserklärung aus den britischen Kolonien in Vereinigte Staaten und gewannen durch starke Industrialisierung und massive Immigration aus Europa im 19. Jahrhundert rasch an Einfluss. Am Ende des 20. Jahrhunderts waren sie, nach der Überwindung des totalitären Faschismus (im 2. Weltkrieg) und des Kommunismus (im Kalten Krieg), die einzige verbliebene Supermacht.

Seit etwa der Zentrum des 20. Jahrhunderts sind die USA der weltpolitisch, wissenschaftlich, wirtschaftlich und militärisch führende Einzelstaat, wobei die Europäische Union bei den meisten Handelsstatistiken als größer bezeichnet wird.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Hauptartikel: Geographie der USA

Das Kernland der USA besteht aus 48 Bundesstaaten und dem District of Columbia (D. C.), die innerhalb einer gemeinsamen Grenze liegen (sog. ”lower 48”). Inkl. der beiden Bundesstaaten Alaska und Hawaii, die außerhalb dieses Kernlandes liegen, zählen die USA 50 Bundesstaaten.

Das Landschaftsbild ist sehr vielfältig: es gibt Waldgebiete und Mittelgebirge an der Ostküste, Mangrovenwälder im subtropischen Florida, die Flusssysteme von Mississippi und Missouri, weite Ebenen mittig des Landes, große Gebirgszüge wie die Rocky Mountains, trockene Wüsten im Südwesten, gemäßigte Regenwälder im Nordwesten und Küstengebirge an der Westküste der USA. Hinzu kommen die arktische Region der Tundra in Alaska und die tropischen Inseln von Hawaii mit dem 4.170 M hohen Vulkan Mauna Loa.

Das Kernland der USA liegt zwischen dem 24. und 49. nördlichen Breitengrad und zwischen dem 68. und 125. westlichen Längengrad und ist in vier Zeitzonen eingeteilt. Alaska und Hawaii sowie die politisch an die USA angeschlossenen Außengebiete (beispielsweise Puerto Rico und Guam) liegen außerhalb dieser Zone.

Im Norden grenzt das Kernland an Kanada, im Süden an Mexiko und an den Golf von Mexiko. Im Morgenland liegt der Atlantische Ozean und im Europa der Pazifische Ozean. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt etwa 2.500 km. Zwischen Atlantischer Ozean und Großer Ozean liegen rund 4.500 km.

Hawaii ist eine Inselkette im Pazifischen Ozean. Alaska liegt nordwestlich von Kanada und ist durch die Beringstraße von Russland getrennt.

  • Grenze zu Kanada: 8.895 km (davon 2.477 km zwischen Alaska und Kanada)
  • Grenze zu Mexiko: 3.326 km
  • Küstenlinie: 19.924 km

Fläche

Die Vereinigten Amerika sind der flächenmäßig drittgrößte Staat der Erde nach Russische Förderation und Kanada.

  • Fläche der 50 Bundesstaaten (inkl. District of Columbia): 9.629.891 km²
  • Landmasse: 9.158.453 km²
  • Wasserfläche: 471.356 km²

Siehe auch: Liste der US-amerikanischen Staaten nach Fläche sortiert

Spaniens Strategie für das digitale Europa: Die sogenannte Granada-Strategie der spanischen EU-Ratspräsidentschaft sieht unter anderem vor, den Schutz geistigen Eigentums zu stärken. Maßnahmen zur Durchsetzung von Schutzrechten sollen sich auf Websites konzentrieren, die "eine massenhafte Verletzung von Rechten an geistigem Eigentum ermöglichen". (Netzneutralität, Urheberrecht)... Weiterlesen!

Artgenossen werden nicht kopiert: Männliche Fleckenlaubenvögel ahmen den Gesang anderer Vogelarten nach, ohne sich dabei von ihren ebenfalls imitierenden Artgenossen beeinflussen zu lassen. Das haben englische Forscherinnen bei der Analyse von Lautimitationen der Singvögel herausgefunden. Demnach unterscheiden sich die kopierten Laute im genauen Aufbau je nach Individuum auf charakteristische Weise. Diese Unterscheide entstehen, weil sich die Vögel an den unterschiedlichen Originalstimmen orientieren und die Imitationen nicht von Ihresgleichen ablauschen. ...... Weiterlesen!

Bevölkerung

Bevölkerungsgruppen

Die USA in Kraft sein herkömmlich als Schmelztiegel (melting pot) der Völker. Die ersten kolonialen Immigrant auf dem von Indianern besiedelten Erdteil waren Europäer; anfänglich vorrangig spanischer, französischer und englischer Herkunft. Ab Zentrum des 18. und verstärkt zur Zentrum des 19. Jahrhunderts folgten Europäer deutschsprachiger und irischer Herkunft. Später (bis etwa zur Jahrhundertwende) kamen Zugereister aus anderen Regionen Europas, zuallererst aus Italien, Skandinavien und Osteuropa hinzu, einschließlich einer großen Anzahl osteuropäischer Juden. Die europäischstämmigen Landsmann bilden in diesen Tagen 74 % der Bevölkerung der USA.

Afroamerikaner, Nachfahren der afrikanischen Sklaven, stellen etwas gut 13 % Bevölkerungsanteil. Sie leben zuallererst im Süden der USA und in den großen Industriestädten des Nordens, wie z. B. Detroit. Asiatische Einwanderer, z. B. aus China, Japan, Korea, Indien und den Philippinen bilden noch eine relativ kleine Gruppe (ca. 4 %). Die Einwanderungspolitik war Anfang des 20. Jahrhunderts gegenüber Asiaten besonders restriktiv.

In diesen Tagen zeigen sich weiterhin sozialstrukturell große Unterschiede zwischen weißer und schwarzer Bevölkerung: Schwarze haben im Schnitt ein geringeres Einkommen, eine kürzere Lebenserwartung, eine schlechtere Ausbildung, eine höhere Kriminalitäts- und Hinrichtungsrate. Die Ursachen dafür und mögliche Wege der Problembehebung sind innerhalb der USA heftig umstritten. Nicht nur in den Südstaaten sind Wohngegenden und nicht-öffentliche Einrichtungen – wie die zwischenmenschlich wichtigen Kirchen oder private Organisationen – oft de facto noch nach Rassen getrennt, selbst wenn die formale Trennung inzwischen ungesetzlich und verpönt ist. Mehrfach liegt dies ebenso an den ökonomischen Unterschieden, aber auch an traditionellen und festgefügten Vorurteilsmustern in den jeweiligen Ethnien bzw. Bevölkerungsgruppen.

Überwiegend im Südwesten der USA und in Florida gibt es einen hohen Bevölkerungsanteil lateinamerikanischer (hispanischer) Herkunft (Latinos). Sie werden in den Statistiken separat geführt, unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft. Ihr Anteil wuchs in den letzten Jahrzehnten stetig (bis 2004 auf knapp 13 %), da verschiedene Lateinamerikaner vor der wirtschaftlichen Not ihrer Heimatländer in den Norden fliehen. Sie leben oft als illegale Typ und halten stark an ihrer Kultur und Sprache fest.

Die Indianer („Native Americans“) (siehe auch Indianer Nordamerikas) bilden dieser Tage eine kleine, jedoch langsam nochmals wachsende Minderheit; nur in Alaska erreichen sie eine zweistellige Perzentil der Bevölkerung. Ebenso relativ mehrere Indianer leben in South Dakota und Oklahoma.

Sprachen

Die meist gesprochene Sprache der USA ist geschichtlich bedingt amerikanisches Englisch. Benachbart werden noch diverse Sprachen der amerikanischen Ureinwohner und die Sprachen anderer Immigranten gesprochen. Besonders hoch ist der Spanisch sprechende Anteil, da zig lateinamerikanische Typ meist nur ihre spanische Muttersprache sprechen und kumulativ eigene Viertel in Städten haben (z.B. East Los Angeles). In Kalifornien beträgt der Anteil der Latinos mittlerweile 30%, wobei jede Menge davon bilingual sind, und manche (in der zweiten oder späteren Generation) auch nur Engl. können. Etwa 30-40 Mio. Latinos (englisch: Hispanics) leben in den USA; von denen, die die US-Staatsbürgerschaft noch nicht besitzen, haben auch nicht alle gültige Aufenthaltstitel. Während es im 19. Jahrhundert zig Zeitungen in den USA in deutscher Sprache feststehend hat, ist Spanisch die Sprache, in der (nach Englisch) Zeitungen in diesen Tagen am häufigsten erscheinen.

Anliegend dem Spanischen werden auch zig weitere Sprachen gesprochen, wie wie Koreanisch, Polnisch, Chinesisch und Vietnamesisch, Französisch und Deutsch, da vermöge der Zuwanderung sehr verschiedene Migranten aus diesen Regionen in die USA kamen. Nur in Fällen, wo die Vermischung mit der üblichen Bevölkerung weniger bedeutend ist als sonst, wird die Fremdsprache auch in späteren Generationen erhalten (z. B. von den Amishen in Pennsylvania, Ohio, Indiana und Illinois).

Wenngleich die Vereinigten Staaten von USA sich als multikultureller Einwanderungsstaat verstehen, hat sich eine gemeinsame Sprache als äußerst nützlich erwiesen. Dennoch haben die USA als Bundesrepublik Deutschland keine einheitliche Amtssprache festgelegt. Alle amtlichen Schriftstücke werden jedoch auf Engl. verfasst. In übereinkommen Bundesstaaten ist Engl. Amtssprache; einzelne Neue Welt und Territorien definieren sich aber auch als zwei- oder dreisprachig. Steigernd werden Dokumente und Beschilderungen ins Spanische übersetzt, jedoch bleibt dieses Phänomen meist regional beschränkt und erregt die Gemüter von einigen Gegnern dieser Entwicklung.

Siehe auch:

Religion

Im Im Jahre2004 bezeichneten sich 54 % der Bevölkerung als protestantisch, 25 % als römisch-katholisch, 10 % gaben keine religiöse Überzeugung an (aber nur 0,3 bis 0,5 % waren nachdrücklich Atheisten o. Agnostiker), 3 % waren Subjekt einer orthodoxen Kirche, 2 % waren Mormonen, 2 bis 3 % Juden und weniger als 2 % moslemisch. Kleinere Gruppen, je 0,3 bis 0,5 %, bezeichneten sich als Buddhisten, Hindus, Adventisten, Zeugen Jehovas oder hingen dem Unitarismus an. Die größte einzelne Konfession war die Römisch-Katholische Kirche, gefolgt von der Southern Baptist Convention, der United Methodist Church und den Mormonen.

Die Zahl der praktizierenden Christen ist im Vergleich zu anderen westlichen Industrieländern sehr hoch. Allerdings hat auch hier der Bevölkerungsanteil, der sich zum Christentum bekennt, in den Jahren von 1990 (86,2 %) bis 2004 (81 %) abgenommen.

Telekom legt Glasfaseranschlüsse bis zum Endkunden: Die Telekom setzt auf Netzausbau und eigene Webangebote. In Deutschland soll der Aufbau eines Glasfasernetzes bis in die Gebäude in diesem Jahr anlaufen und bis 2012 zehn Prozent der Haushalte erreichen. (Telekom, Cloud-Computing)... Weiterlesen!

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Geschichte

Hauptartikel Geschichte der Vereinigten Staaten

Vor der staatlichen Unabhängigkeit

Das Gebiet der heutigen USA wurde vor Jahrtausenden durch die Vorgänger der späteren Indianerstämme besiedelt. Die Geschichtsschreibung beginnt jedoch erst mit der Auftreten der europäischen Subjekt im 16. Jahrhundert. Die erste europäische Niederlassung auf dem heutigen US-Gebiet wurde im Jahr 1565 von den Spaniern in St. Augustine, Florida, gegründet.
Bild:Grand Union Flag.svg
Eine der Flaggen der Unabhängigkeitsbewegung 1775
Die politische Geschichte der USA beginnt jedoch erst mit den 13 britischen Kolonien und deren Landnahme nach der Gründung von Jamestown, Virginia im Jahr 1609. Die Erscheinen der Mayflower in Plymouth Colony (später mit Massachusetts Bay Colony zu Massachusetts zusammengefügt) im Jahr 1620 ist gleichermaßen für diverse Landsmann ein wichtiges symbolisches Datum. Schwedische Kolonien an der Delaware-Bucht und niederländische Siedlungen um New York (damals Nieuw Amsterdam) waren nicht von Zeit bzw. wurden von den englischen Siedlern assimiliert. Französische Siedlungen vorwärts der Mississippi- und Sankt-Lorenz-Flüsse fielen 1763 an Großbritannien oder (westlich des Mississippi) an Spanien, das auch eigene Kolonien im Südwesten und in Florida besaß. Die spanischen Gebiete nahmen an der Wende nicht teil, die durch die Unabhängigkeitserklärung am 4. Juli 1776 ausgelöst wurde. Nach dem Unabhängigkeitskrieg, der im Vertrag von Paris 1783 endete, wurden die USA durch Großbritannien als eigenständiger Staat anerkannt.

Erste Jahre in Unabhängigkeit

Zur Zeit des Unabhängigkeitskrieges lebten etwa zwei Mio. Weiße und 500.000 versklavte Schwarze in den ursprünglichen 13 Kolonien. Jenseits der Appalachen erstreckte sich bis zum Mississippi-Fluss ein weiteres, großes Gebiet, das etwa zehn Mio. Ureinwohner („Indianer“) bewohnten. Diese Lebenslage ergab zwei wichtige Themen für die kommende Entwicklung der Nation: Die alternative Ansiedlung zu Bedrücken der Indianer sowie die Auseinandersetzung um die Sklaverei, die später den Kleinkrieg um die Bürgerrechte der Nachkommen der ehemaligen Sklaven bestimmte. Nördlich des Ohio-Flusses, im so genannten Northwest Territory, aus der die späteren Bundesstaaten Ohio, Indiana, Michigan, Illinois, und Wisconsin hervorgingen, wurde die Leibeigenschaft verboten. Ein Vermessungssystem von Quadraten („Sections“) von jeweilig einer Quadratmeile wurde eingeführt, was noch in diesen Tagen für das Verkehrsnetz und die kommunalen Gemeindegrenzen dieses Gebiets prägend ist. Um die öffentlichen Schulsysteme zu finanzieren, wurde vereinbart, dass der Verkaufserlös von der 16. Section einer jeden Township (36 Sections) anstatt der Schulen ging.

Nachdem sich die 1777 verabschiedeten und 1781 ratifizierten Konföderationsartikel als zu schwach bewiesen hatten, um das Überleben des jungen Staatenbundes zu gewährleisten, wurde 1787 in Philadelphia eine Verfassung geschrieben, welche die modernste Verfassung der damaligen Zeit war und die dieser Tage - benachbart der noch dieser Tage gültigen Verfassung der Republik San Marino aus dem Jahre 1600 - die älteste noch gültige geschriebene republikanische Staatsverfassung der Welt ist.

Louisiana Purchase

Zu erwähnen ist der Louisiana Purchase 1803, der die Ausmaße des damaligen Staates gut verdoppelte und durch finanzielle Probleme des in europäischen Kriegswirren steckenden Napoleon entstand. Er stellt in gewisser Hinsicht die Grundlage der heutigen Vormachtstellung der USA dar, weil er die Bildung kleinerer selbständiger USA etwa nach europäischem Vorbild verhinderte und einen Superstaat ermöglichte, der danach allein im Sezessionskrieg ernsthaft gefährdet war.

Indianerpolitik

Die US-Indianerpolitik wurde bis etwa 1820 von einer vorsichtigen Erweiterung der europäischen Siedlungen geprägt, die im Großen und Ganzen die vormalige Politik der europäischen Mächte in den USA fortsetzte. Mit der Präsidentschaft Andrew Jacksons und dem Trail of Tears begann eine verstärkte gewaltsame Besiedlung und Besiedlungspolitik, die zu kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Ureinwohnern führte. Die Indianer wurden in für sie reservierte, meist unwirtliche und für die Weißen unbrauchbare Gebiete abgeschoben, den Indianerreservationen. Diese Politik diente später Südafrika als Vorbild für seine Apartheidspolitik. Die Indianerkriege zogen sich mit größeren Unterbrechungen bis zum Massaker von Wounded Knee in South Dakota 1890 hin. 1900 wurden nur noch 237.000 Indianer gezählt, wobei nicht nur Krieg, statt zuerst auch Krankheiten, gegen die die Ureinwohner keine Immunität entwickelt hatten, und ethnische Vermischung mit den Neuankömmlingen zu diesem Rückgang geführt haben. Bis die Ureinwohner des Kontinents volle Bürgerrechte erhielten, dauerte es bis 1924.

Sklaverei und Rassentrennung

Bild:Auction&NegroSale.jpg
Auktions- & Neger-Handelshaus, 1864 in Atlanta, Georgia

Wenngleich die Einfuhr von weiteren Sklaven aus Übersee 1808 verboten wurde, hatte sich die Zahl der Sklaven bis 1860 auf etwa vier Mio. erhöht. Die Sklavenfrage entzweite steigernd die Süd- von den Nordstaaten, da in den Nordstaaten die Industrialisierung einsetzte, dagegen die Südstaaten mit ihren riesigen Baumwollplantagen auf die Unfreiheit angewiesen zu sein glaubten. Im Norden gewannen Bewegungen wie die Abolitionists, die die Annullierung der Unfreiheit forderten, starken Zulauf, stand doch diese in deutlichem Widerspruch zur Verheißung der Unabhängigkeitserklärung „all men are created equal“ (alle Leute sind gleich geschaffen). Der Krieg gegen Mexiko (1846–48) verstärkte diese Spannungen, da jede Menge im Nordosten des Landes in diesem Bewaffnete Auseinandersetzung eine ungerechtfertigte Kolonisation an Stelle der Ausbreitung der Sklavenstaaten sahen. Nachdem 1860 Abraham Lincoln für die neu gegründete Politische Kraft der Republikaner zum Präsidenten gewählt wurde, traten elf Südstaaten aus der Union aus. Dies bedeutete den Beginn des Sezessionsskrieges (1861–1865). Die Nordstaaten gingen als Bester daraus hervor, und die Leibeigenschaft wurde abgeschafft. Politische Kraft erhielten mit dem Civil Rights Act von 1866 und dem 14th Amendment von 1868 formal das volle Bürgerrecht.

Nach dem Ende der militärischen Besetzung der Südstaaten durch die Nordstaaten (Reconstruction) 1877 haben erstere schnell (Jim-Crow-)Gesetze erlassen, welche die Bürgerrechte der Schwarzen nochmals einschränkten (auch als Black codes bekannt). Erst nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Bürgerrechtsbewegung der Fünfziger- und Sechzigerjahre konnten die letzten formalen Ungleichbehandlungen beseitigt werden. Ein sehr wesentlicher Schritt dahin war die Aufhebung der Rassentrennung in öffentlichen Einrichtungen durch den Supreme Court 1954 (Brown vs. Board of Education), das ein Urteil des gleichen Gerichts (Plessey vs. Ferguson) aus dem Jahr 1896 aufhob.

Der Schulbesuch von Schwarzen in „weißen“ Schulen musste z. T. mit Hilfe der Nationalgarde durchgesetzt werden; im öffentlichen Leben (insbesondere im Süden) herrschte bis in die 1960er Jahre rein Rassentrennung. In Louisiana z. B. war es nicht ungewöhnlich, dass Ku-Klux-Klan-Mitglieder ins Parlament gewählt wurden. Martin Luther King war die Galionsfigur der gewaltlosen Bürgerrechtsbewegung - 1963 hielt er anlässlich eines Protestmarschs in Washington seine berühmte Rede „I have a Dream...“. 1968 wurde er in Memphis, Tennessee, ermordet. Auch in den folgenden Jahrzehnten kam es gelegentlich zu Rassenunruhen.

Dennoch wurde auf Ebene der Bundesgesetzgebung schon in dieser Zeit Antidiskriminierungsregelungen (Civil Rights Act: Verbot der ethnischen Benachteiligung in Restaurants, Hotels und Verkehrsunternehmen) erlassen, vierzig Jahre vor den analogen Regelungen in der EU. Auch das Wahrnehmung für Konzepte wie „Diversity“ und die gegenseitige Rücksichtnahme sind indessen weiter entwickelt als in Ländern, die weniger Erfahrungen mit multikulturellen Gesellschaften haben.

Industrialisierung

1890 wurde die frontier für geschlossen erklärt: die Gebiete im Orient und im Europa des Kontinents waren praktisch zusammengewachsen. Der „Wilde Westen“ war damit Geschichte. Als Folge der nach dem Sezessionskrieg einsetzenden stürmischen Industrialisierung bildeten sich riesige Trusts (Kartelle), die in ihrer Machtentfaltung auch die Regierungsgewalt beeinflussten. Daher wurde 1890 der Antitrust Act verabschiedet, als dessen Folge zig Großkonzerne zerschlagen wurden. Prominentes Beispiel: Standard Oil von John D. Rockefeller. Populistische Bewegungen, die von Bauern unterstützt wurden, setzten auch eine Regulierung der Eisenbahntarife durch und forderten (erfolglos) einen Wechsel vom Goldstandard auf eine bimetallische (Gold- und Silber-)Währung. Ein prominenter Vertreter dieser Bewegung war der erfolglose Präsidentschaftskandidat aus Illinois, William Jennings Bryan.

Zwischen 1880 und 1910 wurde die riesige Zahl von 18 Mio. Einwanderern in die USA aufgenommen, und die USA wurden zur größten Industrienation der Welt.

Börsenkrach und New Deal

Auf den New Yorker Börsenkrach im October 1929 (Schwarzer Freitag) folgte die Weltwirtschaftskrise, welche die USA in ihre noch größte innenpolitische Krisis stürzte. 1932 waren etwa 15 Mio. Amerikaner arbeitslos. Präsident Franklin D. Roosevelt legte im Folgenden das Sozial- und Investitionsprogramm New Deal auf, das den Social Security Act von 1935 sowie verschiedene öffentliche Projekte wie Straßen, Brücken, Flughäfen oder z. B. auch das Tennessee-Valley-Staudamm-Projekt enthielt. Dennoch dauerte es bis Ende der 1930er Jahre, bis die Notlage überwunden war.

Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit

Bild:Joseph McCarthy.jpg
Joseph McCarthy

Nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor traten die USA in den Zweiten Weltkrieg ein, aus dem sie nach dem Abwurf der Atombomben über Hiroshima am 6. August und Nagasaki am 9. August 1945 (Kapitulation Japans) siegreich hervorgingen. Der sich kurz darauf abzeichnende Kalte Krieg führte dazu, dass verschiedene Ami den Kommunismus als Mensch betrachteten. Eine innenpolitische Folge des Kalten Krieges nach 1945 war die „McCarthy-Ära“. Der republikanische Senator Joseph McCarthy profilierte sich im Senatsausschuss für unamerikanische Aktivitäten (HUAC) dadurch, dass er eine paranoide Hexenjagd auf angebliche Kommunisten veranstaltete, die er besonders unter Filmschaffenden, Politikern und Militärs vermutete. Die zu diesem Zweck inszenierten Anhörungen wurden auch oft im Fernsehen übertragen. Wer die Aussage verweigerte, musste mit Berufsverbot rechnen. Als McCarthy selbst den Präsidenten Eisenhower verdächtigte, wurde er 1954 vom Senat entmachtet.

Gesellschaftlicher Umbruch: 1960er und 1970er Jahre

Die 1950er und 1960er Jahre waren geprägt von ökonomischer Prosperität sowie dem Auftreten der Bürgerrechtsbewegung der Afroamerikaner. Im Zuge eines gesamtgesellschaftlichen Umbruchs entwickelte sich in den 1960er Jahren auch eine starke Bewegung gegen den Vietnamkrieg und um 1970 auch eine starke Frauenrechtsbewegung und eine wachsende Schwulenbewegung, die (anders als in Europa) schnell gemeinsam von und für Schwule und Lesben erkämpft wurde. Durch diese Bewegungen modernisierten sich die gesellschaftlichen Werte der Vereinigten Staaten. Der Versuch einer Verfassungsänderung, welche die Gleichheit von Mann und Frau vorschreiben sollte, scheiterte jedoch. Sodomiegesetze, die bis 1962 die Praxis der männlichen Homosexualität in jedem Bundesstaat verboten hatten, wurden partiell zurückgenommen. 1987, als der Supreme Court diese Gesetze bestätigte, existierten sie noch in der Majorität der Bundesstaaten und wurden erst mit einer gegenteiligen obersten Gerichtsentscheidung 2003 aufgehoben.

Benachbart den mannigfachen sozialen und politischen Bewegungen erschütterten in den 1960er Jahren erstens drei Mordanschläge die US-amerikanische Nation und mit ihr die Welt: die Ermordung des Präsidenten John F. Kennedy (1963), die Ermordung des afroamerikanischen Predigers und Bürgerrechtlers Martin Luther King (1968) sowie - im gleichen Sinne 1968 - die Ermordung des demokratischen Präsidentschaftskandidaten Robert F. Kennedy, einem jüngeren Bruder des getöteten Präsidenten. Alle drei Mordfälle Gültigkeit besitzen dieser Tage noch immer nicht als restlos aufgeklärt.

Die Watergate-Affäre um einen Einbruch in den Watergate-Gebäudekomplex der Demokratischen Partei, von dem Präsident Richard Nixon wahrscheinlich wusste und bei dem dieser die FBI-Ermittlungen zu behindern versuchte, entwickelte sich zum größten Skandal der US-amerikanischen Nachkriegsgeschichte. Um der drohenden Amtsenthebung zu entgehen, trat Nixon 1974 zurück. Die Ölkrise 1974, die 200-Jahresfeier der Unabhängigkeit 1976 und die iranische Geiselkrise 1979 waren prägende Ereignisse für die 1970er Jahre.

1980er

In den 1970er und 1980er Jahren war ein Konjunkturabschwung und ein Verfall der innerstädtischen Bausubstanz wegen von Kriminalität und Verwahrlosung zu verzeichnen. Z. T. wurde auf die Kriminalität mit drakonischen Gesetzen wie dem kalifornischen „Three strikes and you are out“ geantwortet, das für das dritte Delikt (auch bei Bagatelldelikten) 25 Jahre Haft vorsieht. Die Haltung zur der in 38 der 50 Bundesstaaten legal vorgesehenen und von der überwiegenden Majorität der Bevölkerung befürworteten Todesstrafe spielt bei der Volkswahl von Politikern, Richtern, Staatsanwälten und Sheriffs eine wichtige Rolle.

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Politik

Hauptartikel: Politisches System der USA

Die USA haben ein präsidiales Regierungssystem mit einem Präsidenten (seit 2001 George W. Bush, 2004 wiedergewählt, Sohn von George Herbert Walker Bush, Präsident von 1989–1993) an der Spitze der Exekutive (Staats- und Politiker in Personalunion).

Die Legislative ist der Kongress. Er setzt sich aus gewählten Repräsentanten aller 50 Bundesstaaten zusammen. Laut Verfassung hat der aus zwei Kammern bestehende US-Kongress die Budgethoheit sowie das Recht zur Gesetzesinitiative. Der Konferenz hat u. a. vermöge des ihm zustehenden Budgetrechts wesentlichen Einfluss auf die US-amerikanische Politik. Allein dem Tagung kommt das Recht zu, Bundesgesetze zu erlassen und Kriegserklärungen auszusprechen. Verträge mit fremden Ländern werden vom Präsidenten unterzeichnet, bedürfen aber der Ratifikation durch die Zweite Raum des Kongresses, den Senat. Bei wichtigen Ernennungen (z. B. zu Kabinettsposten oder Richterämtern des Bundes, namentlich dem Obersten Gericht) muss der Senat den Vorschlag des Präsidenten ebenso bestätigen.

Die Mitglieder des Repräsentantenhauses werden für zwei Jahre gewählt. Jeglicher Repräsentant vertritt einen Wahlkreis seines Bundesstaates. Die Anzahl der Wahlbezirke wird durch eine alle zehn Jahre durchgeführte Volkszählung festgelegt. Senatoren werden für sechs Jahre gewählt. Ihre Wahlen finden gestaffelt statt, das heißt alle zwei Jahre wird ein Drittel des Senats neu gewählt. Die Verfassung sieht vor, dass der Vizepräsident dem Senat vorsteht. Er hat dabei kein Stimmrecht, außer bei Stimmengleichheit.

Für den Fall der Abwesenheit des Vizepräsidenten benennt der Senat einen „Pro-Tempore-Vorsitzenden“, einen Vorsitzenden auf Zeit. Die Mitglieder der Ersten Kammer, des Repräsentantenhauses wählen ihren eigenen Vorsitzenden, den „Speaker of the House“. Der Sprecher (das Amt wird zurzeit von Dennis Hastert bekleidet) und der Pro-Tempore-Vorsitzende (zur Zeit Senator Ted Stevens) sind Mitglieder der jeweilig stärksten Politische Kraft ihrer Kammer.

Im Vorhinein eine Gesetzentwurf zum Gesetz wird, muss sie sowie das Repräsentantenhaus sowohl .... als auch den Senat durchlaufen haben. Die Vorlage wird zunächst in einer der beiden Kammern vorgestellt, von einem oder mehreren Ausschüssen geprüft, abgeändert, im Ausschuss abgelehnt oder erfunden und danach in einer der beiden Kammern diskutiert. Wenn sie in dieser Stube fiktiv ist, wird sie an die sonstige Raum weitergeleitet. Erst wenn alle beide Kammern die gleiche Version der Vorlage erdacht haben, wird sie dem Präsidenten zur Zustimmung vorgelegt.

An der Spitze der Judikative steht als oberster Gericht der Supreme Court. Die 1787 in Kraft getretene Verfassung, deren Bestimmungen verklagbar sind, hat eine große Bedeutung im politischen System der USA. Es spricht für den Fortuna und die Stabilität dieser Verfassung, dass sie bis jetzt nur 27 Änderungen (Amendments) erfahren hat.

In den USA hat sich, durch das einfache Mehrheitswahlrecht begünstigt, ein Zweiparteiensystem gebildet. Diese Parteien sind die Demokraten und die Republikaner. Sie stellen schon innerparteiliche Koalitionen von unterschiedlichen Strömungen dar. Neue politische Strömungen versuchen eher, Einfluss auf die Abgeordneten beider Großparteien zu nehmen, als selbstständige Parteien zu gründen. Ein Beispiel hierfür sind die American Civil Liberties Union (Demokraten) oder die fundamental-christliche Moral Majority (Republikaner).

Kleinere Parteien wie die Grünen oder die Libertäre Partei sind unbedeutend, sogar wenn bei Präsidentschaftswahlen unregelmäßig die für den Kandidaten der Grünen abgegebenen Stimmen als – womöglich entscheidender – Nachteil für den demokratischen Kandidaten wahrgenommen werden. Ein in den 1990er Jahren zeitweiliger Hauptexponent der Grünen Politische Kraft der USA war Ralph Nader, der 1996 als Präsidentschaftskandidat der Politische Kraft in den Präsidentschaftswahlkampf zog und im In- und Ausland als "Verbraucheranwalt" einen hohen Bekanntheitsgrad genießt.

Siehe auch: Gesellschaft der USA, US-Präsidentschaftswahlen 2004, Gerichtsorganisation in den USA

Innenpolitik

In den 1990er Jahren erlebten die USA unter dem demokratischen Präsidenten Bill Clinton (19932001) einen länger anhaltenden wirtschaftlichen Aufschwung („New Economy“). Die übrige Verwahrlosung der Städte wurde aufgehalten – so erwachten die New Yorker Stadtteile Bronx und Harlem zu neuem Leben.

Einen wesentlichen Eingriff in die Sozialgesetzgebung gab es 1996, als der Zusammenhang von Sozialhilfe auf zwei Jahre in Folge und im Allgemeinen fünf Jahre verkürzt wurde. So kam es zu einem beträchtlichen Rückgang der Anzahl der Sozialhilfe-Empfänger.

Wichtige innenpolitische Themen sind auch in den USA der Strukturveränderung der Wirtschaft und der Umbau der Sozialsysteme speziell der Gesundheitsfürsorge. Im Übrigen spielen überwiegend moralisch-ethische Fragen wie das Recht auf Abtreibung, die Berechtigung der Todesstrafe, die politische Anerkennung von Homosexualität oder die Anfrage welche Rolle christliche Werte im öffentlichen Leben spielen sollen, eine wichtige Rolle.

Seitdem 1913 übernimmt das Federal Reserve System (Fed) die Aufgaben einer staatlichen Notenbank. Vorsitzender der Fed ist zur Zeit Ben Bernanke.

Gesundheitssystem

Das Gesundheitssystem der USA ist, besonders forschungsseitig, zum Teil Weltspitze, in anderen Bereichen, zuerst in der allgemeinen Patienten- bzw. Versichertenversorgung, aber partiell in einem desolaten Zustand. Es werden jährlich etwa 1,8 Billionen US-Dollar für das Gesundheitssystem aufgewendet. Das ist im Vergleich zu Deutschland beinahe das Doppelte pro Kopf. Die Versorgungslage ist aber unzureichend: über 41 Mio. der ca. 300 Mio. Ami sind nicht krankenversichert. Hinzu kommt eine hohe Dunkelfeld an illegalen Einwanderern, die gleichermaßen keine Versicherungsgesellschaft haben. Verschiedene derjenigen, die versichert sind, müssen bei sämtlichen ärztlichen Leistungen zuzahlen, andere, die in einer HMO sind, müssen bürokratische Papierkriege und lange Wartezeiten bei Einschränkung der Arztauswahl erdulden. 1993 scheiterte Präsident Bill Clinton mit dem Versuch der Einführung einer gesetzlichen Krankenkasse.

Außenpolitik

Die Außenpolitik der USA ist von drei großen Traditionen geprägt, die wechselweise an Einfluss gewinnen: Dem Isolationismus, der Überzeugung, ein Vorreiter für Volksherrschaft und Menschenrechte zu sein und diese auf der Welt zu verbreiten, sowie einer seit dem Zweiten Weltkrieg offenen Betonung der Rolle als Supermacht entsprechend des politischen Realismus.

Früher Isolationismus

Die frühe US-amerikanische Außenpolitik wurde von der 1823 verkündeten Monroe-Doktrin des Präsidenten James Monroe geprägt, die verkürzt auf den Nenner „Amerika den Amerikanern“ gebracht wurde. Sie postulierte, dass sich die europäischen Mächte aus dem amerikanischen Erdteil heraushalten sollten, bei gleichzeitiger Nicht-Einmischung der USA in die Angelegenheiten anderer Staaten. Ende des 19. Jahrhunderts waren die USA jedoch zur Großmacht aufgestiegen und die frontier, das heißt die Grenze zum „unzivilisierten“ Westen, war 1891 für geschlossen erklärt worden.

Frühes 20. Jahrhundert

Der erste Schritt in Tendenz einer imperialistischen Außenpolitik war der spanisch-amerikanische Krieg von 1898, der den USA die Philippinen, Puerto Rico, Hawaii und Kuba einbrachte. Eine offen interventionistische Politik betrieb Präsident Theodore Roosevelt (1901–1909), der das Recht der USA beanspruchte, sich in den lateinamerikanischen Neue Welt als „internationaler Polizist“ zu betätigen. Diese big stick policy äußerte sich z. B. darin, dass die USA 1903 Panama aus Kolumbien herauslösten, um sich von dem neu gebildeten Staat die Souveränität über die Panama-Kanal-Zone abtreten zu lassen.

Während der Zeit der Weltkriege betrieben die USA die längste Zeit eine isolationistische Politik und traten erst nach der Verkündung des uneingeschränkten deutschen U-Boot-Krieges (1917) in den Ersten Weltkrieg ein. Das industrielle Gewicht der USA entschied am Ende den Krieg. Präsident Woodrow Wilson (1913–1921) reiste nach Europa, um dort eine stabile Nachkriegsordnung zu etablieren. Sein 14-Punkte-Programm sah u. a. die Beachtung des Selbstbestimmungsrechts der Völker sowie die Bildung eines Völkerbunds vor. Wilson konnte sich mit seinen Ideen bei Engländern und Franzosen aber nicht durchsetzen; der US-Senat verweigerte gar den Beitritt zum Völkerbund.

1920 bis zur Nachkriegszeit

Während der nächsten zwei Jahrzehnte betrieben die USA nochmal eine isolationistische Politik. Auch bei Eruption des Zweiten Weltkriegs blieben die USA zuerst neutral, jedoch wurde die formale Neutralität von Präsident F. D. Roosevelt schon ab März 1941 unterlaufen, da adäquat des Leih- und Pachtgesetzes (lend-lease bill) England massiv mit Waffenlieferungen unterstützt wurde. Am 7. Dez. 1941 traten die USA nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor in den Bewaffnete Auseinandersetzung ein. Kurz darauf erklärte das mit Italien und Nippon verbündete Nazi-Deutschland den USA den Krieg. Wie schon im Ersten Weltkrieg brachte das industrielle Potenzial der USA die Entscheidung. Die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im Aug. 1945 beendeten den Zweiten Weltkrieg. Bis auf den heutigen Tag heftig angefochten ist die Frage, ob die Atombomben-Abwürfe tatsächlich notwendig waren zur Erzwingung der japanischen Kapitulation. Land der aufgehenden Sonne hatte zu diesem Zeitpunkt den USA militärisch nichts mehr entgegenzusetzen, jedoch hätte eine US-amerikanische Okkupation der japanischen Hauptinseln noch zu schweren Verlusten führen können.

Die USA waren maßgeblich an der Gründung der UNO am 26. Juni 1945 in San Francisco beteiligt, die noch im Einvernehmen mit der SSSR stattfand. Bald jedoch zeichnete sich eine Gegenüberstellung mit Stalin ab, die schließlich in den Kalten Krieg mündete. Durch den Präsidenten Harry S. Truman wurde eine Politik des „roll back“, das heißt der Zurückdrängung des Staatskapitalismus verkündet, die in der „Truman-Doktrin“ ihren Ausdruck fand. Die sagte allen Ländern zur Erhaltung ihrer Unabhängigkeit Militär- und Wirtschaftshilfe zu. Dies war eine klare Abkehr von der isolationistischen Monroe-Doktrin und fand seinen Ausdruck in der Unterstützung von Griechenland und der Türkei, sowie dem Marshall-Plan, der Westeuropa wirtschaftlich auf die Beine helfen sollte. Der Kalte Bewaffnete Auseinandersetzung erreichte einen ersten Höhepunkt mit der sowjetischen Berlin-Blockade 1948/49, auf die die USA mit der Berliner Luftbrücke antworteten. 1949 wurde die NATO als Militärbündnis zwischen den USA, Kanada und Westeuropa gegründet.

Kalter Krieg

Es kam in den folgenden Jahrzehnten zu einem atomaren Wettrüsten zwischen der NATO und dem Warschauer Pakt, das beiden Seiten ab den 1960er Jahren eine mehrfache „Overkill-Kapazität“ verschaffte. Gefährliche Konfrontationen des Kalten Krieges waren der Korea-Krieg (1950–53) und die Kuba-Krise (1962), bei der die Welt nur knapp einem Dritten Weltkrieg entging. Durch den Kernwaffen-Sperrvertrag (1968) und die SALT-Verhandlungen (1969) wurde versucht, die gefährliche Konstellation zu entschärfen.

Der Vietnam-Krieg, in den die USA 1964 (Tongking-Zwischenfall) offen eingriffen, nachdem sie zuallererst schon Militärberater entsandt hatten, entwickelte sich zu einem militärischen und moralischen Fiasko, und die Niederlage wurde mit dem Abzug der US-Truppen 1973 besiegelt. Der beherrschenden Leitfaden der US-Außenpolitik, den kommunistischen Einflussbereich einzudämmen, wurde in den 1960er und 1970er Jahren oft die Glaubwürdigkeit als Verbreiter demokratischer Werte geopfert. Es wurden Militärdiktatoren und Kleptokraten wie Somoza in Nicaragua, Pinochet in Chile, Marcos auf den Philippinen oder Mobutu in Zaire unterstützt, so lange sie nur antikommunistisch waren.

Nach dem Vietnam-Krieg zeigte sich eine Irritation und Ratlosigkeit der US-Außenpolitik, die im Schwanken zwischen einer Abkehr von Interventionismus und Demonstration militärischer Stärke (Carter-Regierung) und dessen Gegensatzwort (nach der sowjetischen Invasion in Afghanistan) ihren Ausdruck fand. Unter der Reagan-Regierung (1981–89) wurde (wie vor dem Vietnam-Krieg) wenig Rücksicht darauf genommen, ob die strategischen Verbündeten die Menschenrechte respektierten. Auch stellt sich die Anfrage nach einem hinreichenden Verständnis fremder Kulturkreise durch die US-Außenpolitik. Deren mangelnde Vorsorge zeigte sich auch darin, dass die US-Unterstützung oft den aus heutiger Sicht falschen Leuten zugute kam: So wurde nach dem Eruption des ersten Golfkriegs zwischen Iran und Irak (1980–88) aus Angst vor den Mullahs in Teheran der irakische Diktator Saddam Hussein (hauptsächlich durch Satelliten-Aufklärung) unterstützt, was sich später als schwerer Fehler beglaubigen sollte. In diesen Zusammenhang gehört auch ein Vorgang, der sich zum größten Skandal der Reagan-Ära entwickelte, die Iran-Contra-Affäre: 1986 verkauften die USA nach Vermittlung durch Sicherheitsberater Robert McFarlane und Oberst Oliver North Waffen (hauptsächlich Panzerabwehrraketen) auch an den Iran. Das daraus erlöste Geld wurde zur Unterstützung der Kontrahent der Sandinisten in Nicaragua, der so genannten Contras verwendet. Auch die Geld- und Waffenlieferungen an die Mujaheddin in Afghanistan bewiesen sich als zweischneidig: Das Ziel, die SU in die Knie zu zwingen, wurde zwar erreicht, aber so auch radikal-islamische Gruppen gestärkt.

Unter Präsident Ronald Reagan (1981–89) strebte die ideologische Auseinandersetzung mit der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken dem Finale zu. Reagan bezeichnete die SU nochmals in Anlehnung an religiöse Jargon als „Reich des Bösen“ (evil empire), das es zu Tode zu rüsten gelte. Die Rüstungsausgaben wurden erhöht und ein so genanntes „Star-Wars-Programm“ (SDI-Projekt, Bewaffnete Auseinandersetzung der Sterne) aufgelegt. 1985 und 1986 traf er sich jedoch auch mit seinem sowjetischen Amtskollegen Gorbatschow zu Abrüstungsverhandlungen unter der Bezeichnung START (Strategic Arms Reduction Talks). Letztlich war diese Politik erfolgreich, denn mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion (1991) war der Kalte Bewaffnete Auseinandersetzung beendet. Die USA sind seit die einzige Weltreich und nach eigener Auffassung Ordnungsmacht der Welt.

Die Außenpolitik der Regierung Clintons

Präsident Clinton zeichnete verantwortlich für die US-Außenpolitik zwischen dem Ende des Kalten Krieges und dem Regierungsantritt von George W. Bush, und zwar mit der Hilfe von Außenminister Warren Christopher (erste Amtszeit) und Madeleine Albright (zweite Amtszeit), der ersten Außenministerin in der Geschichte der USA.

Beobachter haben von der Außenpolitik Clintons behauptet, er habe wohl das Ziel „die Sozialarbeit der Welt“ zu übernehmen, da mehrere der Aktivitäten sich auf Werteänderungen in eher ärmeren, strategisch nebensächlichen Ländern konzentrierten, unten auch Somalia, Haiti, und Bosnien. Das Engagement in Somalia, unter George Bush sen. begonnen, hatte als Ziel die Entmachtung der Warlords, besonders Weissager Aidids. Nachdem US-Fernsehsender Bilder übertrugen, die den Sterbliche Überreste eines US-Soldaten zeigten, der durch die Straßen von Mogadischu geschleppt wurde, überließen die Sondereinsatztruppen das Land seinem Schicksal. Mit der Okkupation Haitis 1994 wurde der demokratisch gewählte Jean-Bertrand Aristide an die Macht gebracht und der Militärdiktator Raoul Cédras abgesetzt; die weiteren Probleme des Landes, das 1915 bis 1934 unter US-Besatzung gelebt hatte und unter Cédras von einem Handelssperre der USA betroffen war, wurden nicht gelöst. Nachdem sich die europäischen Vereinigte Staaten als unfähig bewiesen hatten, nach dem Zerfall Jugoslawiens den Balkanstaaten zu befrieden, griffen US-Truppen 1995 und 1999 angemessen der NATO in Bosnien und Serbien ein, was den Sturz des Diktators Slobodan Milošević zur Folge hatte. Versuche, im Ankommen Orient einen Friede zwischen Israel und Palästina zu erreichen, erlitten mit dem Anschlag auf Jitzhak Rabin einen großen Rückschlag und waren letztlich erfolglos. Clinton reagierte auf Provokationen des irakischen Diktators Saddam Hussein mit sporadischen Luftschlägen, sowie Vergeltungsschlägen gegen Einrichtungen im Sudan und Afghanistan nach Terroranschlägen auf die US-Botschaft in Nairobi und ein US-Kriegsschiff im Jemen, die man dem einst schon bekannten Al-Qaida-Netzwerk des Osama bin Laden zur Last legte. Diese Einzelaktionen, die des Öfteren im Zusammenhang von UNO- oder NATO-Resolutionen stattfanden und bei den westeuropäischen Verbündeten zu keinen oder nur geringen diplomatischen Differenzen führten, wurden ab der Öffentlichkeit als Teil eines dauernden Kriegszustands gerechtfertigt, wie es später mit George W. Bushs Krieg gegen den Terrorismus der Fall war.

Die Außenpolitik der Regierung George Walker Bush und die Terroranschläge am 11. September 2001

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US-Präsident George W. Bush

Schon bald nach Amtsantritt von Präsident George W. Bush am 20. Januar 2001 zeigte sich dessen Neigung zum Unilateralismus, die im Misstrauen gegenüber multinationalen und multilateralen Institutionen ihren Ausdruck findet. Bush ist kritisch gegenüber der UNO eingestellt, der er die Unterstellung von US-Soldaten verweigert. Außerdem glaubt Bush, durch verbindliche Verpflichtung zur Einhaltung von multinationalen Verträgen die außenpolitische Handlungsfähigkeit der USA aufs Spiel zu setzen (Beispiel: Kyoto-Protokoll). Anklänge an diese neue republikanische Außenpolitik fanden sich schon Zentrum der 1990er Jahre in Reden und Anträgen von Newt Gingrich und Jesse Helms. Weder bei „traditionelleren“ Republikanern, wie Bob Dole, John McCain, oder Richard Lugar, noch bei den Demokraten fand diese Politik Zustimmung.

Nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 auf das World Trade Center in New York sowie das Pentagon in Washington, die von radikalen Islamisten durchgeführt wurden, verkündete George W. Bush einen weltweiten Krieg gegen den Terrorismus, was zunächst auch in weiten Teilen der Bevölkerung Zustimmung fand. Bush erfand in Anlehnung an Ronald Reagan die Rezept von einer Achse des Bösen (axis of evil), der er so genannte Schurkenstaaten (rogue states) zurechnet. Zu diesen zählt er den Iran, den Irak, Kuba und Nord-Korea.

Im October 2001 wurde durch einen Feldzug in Afghanistan das radikal-islamische Taliban-Regime verjagt, das den mutmaßlichen Persönlichkeit der Anschläge, Osama bin Laden, beherbergt hatte. Auch im Namen des Krieges gegen den Terrorismus begann im März 2003 der Bewaffnete Auseinandersetzung (sog. Dritter Golfkrieg) gegen den Irak mit dem Ziel, den Diktator Saddam Hussein zu stürzen. Die USA warfen dem Irak u. a. vor, Massenvernichtungswaffen zu aufweisen und Kontakte zu Bin Laden zu unterhalten, womit der Irak eine Bedrohung für die Welt gewesen sei.

Bild:WTC attack 9-11.jpg
Bei dem Terroranschlag auf das World Abschluss Center starben über 3000 Leute

Gerade der Bewaffnete Auseinandersetzung gegen den Irak ist völkerrechtlich umstritten, da er ohne ein explizites UNO-Mandat erfolgte und einige der Kriegsbegründungen (insbesondere der Verdacht auf den Vermögen von Massenvernichtungswaffen und Kontakte zu Bin Laden) sich nachher als unzutreffend herausstellten, wobei sich die Anfrage nach einer bewussten Täuschung der Weltöffentlichkeit durch die Regierung Bush erhebt.

Dem US-amerikanischen Militär gelang es schnell, den Irak militärisch zu besiegen und das Herrschaftsform Saddam Husseins zu stürzen. Dennoch konnte der Irak bisher nicht befriedet werden. Mehrere teilweise von Selbstmordattentätern durchgeführte Sprengstoffanschläge forderten auf Seiten der US-Truppen inzwischen mehr Opfer als die eigentlichen Kampfhandlungen bis Mai 2003, was dazu führte, dass sich einige Vereinigte Staaten der Koalition der Willigen schon im Frühling 2004 wiederholt aus dem Irak zurückzogen. Im Juni 2004 wurde die Regierungsgewalt an eine irakische Übergangsregierung übergeben.

George W. Bushs Hinwendung zu einem strategischen Konzept der Präemption kann als Abkehr von der bisherigen US-amerikanischen Außen- und Sicherheitspolitik gewertet werden, die auf Abschreckung, Eindämmung sowie der Einwirkung der so genannten soft power (d. h. der Attraktivität ökonomischer und kultureller Einflussnahme) basiert hatte. Unter George W. Bush beträgt der Verteidigungsetat etwa 400 Milliarde US-Dollar, was bedeutet, dass das US-Militär-Budget so hoch ist wie das der in der Verzeichnis nachfolgenden neun Amerika zusammen.

Der Haushaltsansatz für Entwicklungshilfe betrug im Haushaltsjahr 2003/04 fast 20 Tausend Millionen US-Dollar, ohne die Aufbauhilfe für Irak, die wiederum gleichfalls so groß ist. Als Anteil am BSP ist diese Summe relativ gering im Vergleich zu anderen Industrienationen, als absolute Summe jedoch das größte einer Nation auf der Welt. Von den 20 Tausend Millionen US-Dollar gehen etwa die Hälfte an Israel und Ägypten (seit den Camp-David-Verträgen 1979). Übrige Schwerpunkte sind Kolumbien, Bolivien, Peru, Afghanistan, Pakistan, Indonesien, die Türkei und Jordanien, u. a. wegen des „Kriegs gegen den Drogenanbau“ und des Kriegs gegen den Terrorismus.

Siehe auch: Außenpolitisches System der USA | Kategorie:Außenpolitik (Vereinigte Staaten) | US-Interventionen im Ausland

Literatur:

Internet Explorer 9 - Testversion steht zum Download bereit: Microsoft hat auf seiner Entwicklerveranstaltung MIX10 eine erste Vorabversion des Internet Explorer 9 veröffentlicht. Er soll dank HTML5 und einer schnellen Javascript-Engine die Grenzen des Web erweitern. (H.264, Internet Explorer)... Weiterlesen!

Anhörung im US-Senat wegen Schülerüberwachung per Webcam: Im US-Senat wird es im Falle einer möglichen Bespitzelung von Schülern per Webcam in Pennsylvania eine Anhörung geben. Der Skandal im Highschool-Bezirk Lower Merion School wird einen Unterausschuss des Senats beschäftigen. (Computer, Mac)... Weiterlesen!

Gliederung

Bild:Map of USA showing state names.png
Karte der USA mit Namen der US-Bundesstaaten

Im Im Jahre2002 gab es laut Zensus- und Volkszählungsbüro 87.900 lokale Regierungseinheiten in den Vereinigten Staaten, einschließlich Ortschaften, Kreise, Siedlungen, Schul- und weitere Bezirke. Gut drei Viertel der Bürger der Vereinigten Vereinigte Staaten leben in großen Städten oder deren Vorstädten (Liste der Städte in den USA).

Bild:Map of USA with county outlines.png
Karte der USA mit Staats- und County-Grenzen

Ein County ist eine Untereinheit der meisten Bundesstaaten. In Louisiana heißen sie „Parishes“ und in Alaska gibt es sie nicht, für einzig statistische Unterteilungen. In Virginia und Missouri gibt es darüber hinaus Städte, die keinem County zuzuordnen sind. Bei Großstädten (z. B. Philadelphia) kommt es vor, dass die Grenzen von Gemeinde und County gleich sind; die Gemeinde New York nimmt selbst 5 Counties ein, die jeweilig ein Borough sind. Es ist nicht selten, dass Städte und wenn schon Dörfer eine County-Grenze überschreiten. Die Regierungsformen der Counties und auch deren Befugnisse sind von Staat zu Staat sehr unterschiedlich, unregelmäßig selbst innerhalb eines Staates, wenn der Landesparlament verschiedene Formen zur Auswahl feststehend hat. Manche erlassen Steuern, fast alle entgegennehmen Kredite auf und vorantreiben Steuern ein. Sie haben Angestellte, sind sehr oft für die Beaufsichtigung von Wahlen zuständig und bauen und unterhalten Straßen und Brücken (manchmal i. A. des Bundes oder Landes). Sozialhilfeprogramme werden zum Teil von ihnen durchgeführt, aber teils von den Townships, die, gerade im Mittleren Okzident nicht deckungsgleich mit den Kommunen sind, zugunsten aus 36 Quadratmeilen, die in der Landesvermessung aus dem 18. Jahrhundert bestimmt worden sind, bestehen.

Ein besonderer Aspekt bei manchen kleineren Städten, der selten und überwiegend in den Neuenglandstaaten vorkommt, ist das „town meeting“. Einmal im Jahr – notfalls auch häufiger – kommen alle registrierten Wähler einer Gemarkung zu einer öffentlichen Treffen und wählen Beamte, besprechen die Lokalpolitik und erlassen Gesetze für das Funktionieren der Regierung. Als Gruppe beschließen sie Straßenbau und -ausbesserung, Errichtung von öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen, Steuern und den Stadthaushalt. Das „town meeting“, das schon seit zwei Jahrhunderten existiert, ist oft die reinste Form der Demokratie, in der Regierungsgewalt nicht delegiert, stattdessen direkt und regelmäßig von allen Bürgern ausgeübt wird. Die überwiegende Majorität der Bürger, jedoch, kennt nur die repräsentative Demokratie.

Siehe auch: Liste der US-amerikanischen Hauptstädte, Politische Einheiten der Vereinigten Staaten

Bevölkerungsdichte der Vereinigten Staaten

Bild:Usamap.png

Außengebiete

Anliegend diesen Amerika und dem District of Columbia gibt es auch noch folgende Gebiete mit unterschiedlich geregelter Autonomie:

N24 Dokumentation - Fünf Jahre auf dem Mars : Als 2004 die beiden NASA-Raumsonden Spirit und Opportunity auf dem Mars landeten, ging man von einer maximal sechsmonatigen Mission aus. Ihr Auftrag: die Suche nach Wasser auf dem roten Planeten. ... Weiterlesen!

ISO-abhängige Vignettierungskorrektur für die Leica M9: Leica hat für seine digitale Messsucherkamera M9 eine Firmware vorgestellt, die die Bildqualität bei Verwendung einiger Objektive erhöhen und die Geschwindigkeit steigern soll. Außerdem wurde die Zusammenarbeit mit vielen SD-Karten verbessert. (Digitalkamera, Leica)... Weiterlesen!

Wirtschaft

Hauptartikel: Wirtschaft der USA

Die USA sind mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von (2005) 12.127 Mrd. US-Dollar die größte Wirtschaft der Welt sowie mit 41.917 $ (34.012 Euro) das Land mit dem international achthöchsten BIP pro Kopf. Der US-Dienstleistungssektor erwirtschaftet ca. 73 % des realen BIPs, davon etwa ein Drittel im Banken-, Versicherungs- und Immobiliengeschäft. Das verarbeitende Gewerbe trägt ca. 23 %, Ackerbau sowie Bergbau tragen jeweilig knapp 1,6 % zum BIP bei. Die Arbeitslosenquote betrug 2003 6 %.

Die USA werden von vielen für eine der am stärksten deregulierten und privatisierten Volkswirtschaften der Welt gehalten. Es gibt jedoch in vielen Wirtschaftsbereichen staatliche oder kommunale Aufsicht, z. B. bei der Stromversorgung (Public Utility Commission) der einzelnen Bundesstaaten, die bei der Preisbildung einen bestimmten Mindestgewinn für die Versorgungsfirma garantiert oder in Zusammenhang auf die zivilrechtlichen Antidiskriminierungsregelungen, die seit den 1960er Jahren bestehen. Im Vergleich zu diesem Punkt begnügt sich Deutschland mit dem § 33 Abs. 3 GG, der nur den Bereich des öffentlichen Rechts tangiert. Gleichfalls zu nennen ist die Fair Housing Act, sowie die vielen Regulierungen, die zwar nicht staatlich vorgeschrieben sind, sich jedoch aus Versicherungs- und Haftpflichtregelungen ergeben.

Die Armutsschwelle wird bei einem Jahreseinkommen von 18.810 US-Dollar (15.550 Euro) für eine vierköpfige Familie und von 9.393 US-Dollar (7.760 Euro) für eine alleinstehende Person angesetzt. Jeglicher achte Bewohner der USA lebt demnach laut Unterlagen der US-Zensusbehörde in Armut. So stieg die Zahl der Menschen, die unten der Armutsgrenze leben, im Im Jahre2003 um 1,3 Mio. auf 35,9 Millionen. Dies entspricht einer Zunahme um 0,4 Prozentpunkte auf 12,5 %. Es war das dritte Jahr in Folge, dass die Armut in den USA zunahm und die höchste Armut seit 1998, als die Beitrag bei 12,7 % lag. (Zum Vergleich: Deutschland: 13,5 %) Der amerikanische Mindestlohn sichert den Angestellten einen Stundensatz von nicht unter 5,15 $ zu, und zig Bundesstaaten schreiben in davon abweichenden Gesetzen einen partiell deutlich höheren Mindestlohn vor.

Außenhandel: Der Import belief sich 2004 auf Güter im Wert von 1,48 Billionen US-Dollar, der Export auf 795 Mrd. US-Dollar, wobei ein hohes Handelsbilanzdefizit von 646 Mrd. US-Dollar ausgewiesen ist. Die Inflationsrate lag (1990–2001) bei 2,0 %.

Siehe auch: Länderbericht des Auswärtigen Amtes: USA - Wirtschaftspolitik

Nvidia 3DTV Play bringt PC-Spiele auf 3D-Fernseher: Nvidia bringt seinen Geforce-Grafikkarten mit 3DTV Play bei, 3D-Fernseher korrekt anzusteuern. So können 3D-Spiele, 3D-Filme und und stereoskopische Fotos wie am Monitor mit einer 3D-Brille räumliche Wirkung entfalten. (Nvidia, 3D-TV)... Weiterlesen!

Freund von Strauß - Schreiber "enttarnt" toten Kanadier : Karlheinz Schreiber hat vor Gericht einen toten kanadischen Politiker als Verantwortlichen für eine Tarnfirma genannt. Der Waffenlobbyist selbst will nur eine Nebenrolle gespielt haben. ... Weiterlesen!

Verkehr

Das Verkehrsnetz ist summa summarum polyzentrisch aufgebaut. Straßen, Schienen und Flugverbindungen verlaufen besonders sternförmig auf New York, Philadelphia, Atlanta, Chicago, Houston, Dallas, Denver, Los Angeles und Seattle.

Die Transportleistungen der einzelnen Verkehrsträger betrug 1998 (alle Daten in Mrd. Tkm): Bahn 2010Tkm, Strasse 1499Tkm, Binnenschiff 521Tkm, Pipelines 905Tkm.

Straße

Wichtigster Verkehrsträger in den USA ist die Straße. Hierfür existiert ein bundesweit gut ausgebautes Netz von inner- und zwischenstaatlichen Fernstraßen (Highways). Speziell die Großstädte sind über Jahrzehnte hinweg energisch autofreundlich konzipiert worden, was vielerorts zum Verkehrsinfarkt geführt hat. Namentlich für den Verkehr innerhalb der Bundesstaaten, teils aber auch für Langstrecken hat der Überlandbusverkehr große Bedeutung.

Eisenbahn

Die Fahrzeug hat in der Geschichte der USA eine wichtige Rolle bei der Erschließung des Westens gespielt. Für den Massengüterverkehr über lange Strecken spielt jetzt die von verschiedenen privaten Gesellschaften (Union Pacific Railroad u.a., siehe auch Liste nordamerikanischer Eisenbahngesellschaften) betriebene Eisenbahn eine nach wie vor große Rolle. Weite Teile des Streckennetzes sind nicht elektrifiziert. In den städtischen Ballungsgebieten der Ostküste und im Raum Chicago hat auch der Personenverkehr auf der Fahrbahn eine gewisse Rolle behalten. Die weiten Strecken zwischen den städtischen Agglomerationen werden fahrplanmäßig bedient, jedoch liegt die Hauptbedeutung hier eher im touristischen Bereich - ähnlich den Schienenkreuzfahrten in Europa. Der Personenverkehr wird hauptsächlich von der Gesellschaft Amtrak betrieben.

Flugverkehr

Wichtiger Verkehrsträger im Personenverkehr für Lang- und Mittelstrecken ist der Flugverkehr. Wichtige Flughäfen befinden sich in New York, Atlanta, Chicago, Dallas, Denver, Houston und Los Angeles. Kleine Flughäfen mit planmäßigem Betrieb befinden sich in so gut wie ganz Kleinstadt.

Seeschifffahrt

Wichtige Seehäfen befinden sich u. a. in Boston, Chicago (über den Sankt Lorenz-Großschifffahrtsweg), New York, Houston, Los Angeles, San Francisco und Seattle.

Thunderbird 2.0.0.24 beseitigt Sicherheitslücken: Für die Thunderbird-2-Familie wurde ein Update auf die Version 2.0.0.24 veröffentlicht. Die aktuelle Version des E-Mail-Clients beseitigt Sicherheitslücken, neue Funktionen gibt es nicht. Seit Dezember 2009 gibt es bereits Thunderbird 3. (Browser, E-Mail)... Weiterlesen!

Nvidia: Grafiktreiber 197.13 für Flash 10.1 und neue Spiele: Nvidia hat einen neuen Grafiktreiber für die Serien Geforce und Ion als Beta-Version zum Download gestellt. Die Version 197.13 bringt SLI-Profile für viele aktuelle Spiele mit, unterstützt Video-Beschleunigung mit der Beta von Adobes Flash Player 10.1 und soll keine Probleme mehr mit der Lüftersteuerung haben. (Grafik-Hardware, Treiber)... Weiterlesen!

Militär

Bild:M1-A1 Abrams 1.jpg
Die U.S. Army verfügt über rund 7.500 M1-Kampfpanzer.
Bild:Rüstungsausgaben.png
Die USA liegen mit ca. 400 Mrd. US-$ Militäretat global deutlich an erster Stelle.

Die Streitkräfte der USA sind die mächtigste, modernste und teuerste Streitkräfte der Welt. Sie sind global aufgestellt, in reichlich 130 Ländern werden reichlich 700 Stützpunkte unterhalten.
Die geltende Armeedoktrin sieht vor, dass die USA in der Lage sein müssen, weltumspannend gleichzeitig zwei regionale Kriege siegreich zu führen. Zur Zeit (Stand 2005) sind jedoch starke Kräfte im Irak als Besatzungsmacht unmündig (siehe Irak-Krieg).

Die Streitkräfte sind unterteilt in Luftwaffe (Air Force; ca. 370.000 Soldaten), Heer (Army; ca. 500.000 Soldaten), Marine (Navy; ca. 370.000 Soldaten), Marineinfanterie (Marine Corps; ca. 172.000 Soldaten) und Küstenwache (Coast Guard; ca. 39.000 Mann), wobei letztere im Kriegsfall der Marine unterstellt wird. Darüber aufwärts unterhält alle Bundesstaat Einheiten der Nationalgarde (National Guard). Dies sind Milizverbände, die üblich dem Gouverneur des jeweiligen Bundesstaates unterstellt sind, aber auch als Teil der Truppe auswärtig eingesetzt werden können. Die Wehrpflicht existiert nur noch nominell und kam seit dem Vietnamkrieg nicht länger zur Anwendung.

Die Vereinigten Staaten von Vereinigte Staaten von Amerika waren die erste Atommacht der Welt. Sie haben als erster und bis dato einziger Staat – in Hiroshima und NagasakiKernwaffen im Bewaffnete Auseinandersetzung eingesetzt. US-amerikanische Rüstungsunternehmen sind zuallererst in der Flugsport international führend. Bei Heereswaffen verlieren sie dagegen an Bedeutung.

Die Militärausgaben der USA beliefen gegenseitig 2004 auf rund 437 Mrd. US-Dollar. Dies entspricht 47 % der weltweiten Rüstungsausgaben, allerdings nur 3,7 % des US-amerikanischen BIP, was entsprechend der Rüstungsausgaben anderer westlicher Vereinigte Staaten von Amerika liegt. Die Militärausgaben der USA übersteigen damit die Rüstungsausgaben der nächsten 20 Amerika zusammen und sind sechsmal so hoch wie die von China, das global an zweiter Stelle liegt.

Siehe auch: Atomstreitkräfte, US-Interventionen im Ausland


 
Streitkräfte der USA
Bild:Flag of the United States.svg
Bild:US-DeptOfDefense-Seal.pngDepartment of Defense
Bild:USArmySeal.png United States Army | Bild:NavySeal.png United States Navy | Bild:USAF seal.png United States Air Force | Bild:USMarineCorps.png United States Marine Corps | Bild:USCGc.jpg United States Coast Guard

(TID 386369)


Libreka verschenkt E-Books: Libreka startet am 18. März eine neue Aktion zur Förderung von E-Books: Leser können sich in einer Buchhandlung einen Gutschein holen und dafür ein E-Book kostenlos herunterladen. In den USA hat Erfolgsautor John Grisham nach langem Zögern der Veröffentlichung seiner Romane in digitaler Form zugestimmt. (E-Book)... Weiterlesen!

Bringt Final Fantasy 13 die Playstation 3 zum Absturz?: Final Fantasy 13 sieht auf Playstation 3 etwas besser aus als auf Xbox 360 - aber es verdichten sich die Hinweise, dass das Spiel auf der Sony-Konsole an mehreren Stellen abstürzt. Eine Lösung ist nicht in Sicht. (PSN, Square Enix)... Weiterlesen!

Wissenschaft

Hauptartikel: Wissenschaft in den USA

Seit den Anfängen als unabhängige Nation haben die Vereinigten Neue Welt durch Ermöglichung des freien Austausches von Ideen, der Verbreitung von Wissen und durch die Aufnahme kreativer Leute aus aller Globus Wissenschaft und Erfindungen gefördert. Die Verfassung spiegelt den Wunsch nach wissenschaftlicher Aktivität wider. Sie gibt dem Tagung die Befugnis, „den Fortschritt der Lehre und nützlicher Künste zu fördern, indem Urhebern und Erfindern für eine begrenzte Zeit das Exklusivrecht auf ihre jeweiligen Schriften und Entdeckungen zugesichert wird“. Diese Bestimmung ist Grundlage für das Patent- und Warenzeichensystem der Vereinigten Staaten.

Zwei der Gründerväter der USA waren selbst namhafte Wissenschaftler. Benjamin Franklin führte mit einer Reihe von Experimenten den Nachweis, dass der Blitz eine Art von Elektrizität ist, und erfand den Blitzableiter. Thomas Jefferson studierte Landbau und führte neue Reis-, Olivenbaum- und Grassorten in die Neue Welt ein.

Im 19. Jahrhundert stammten die führenden neuen Ideen in Naturwissenschaft und Mathe aus Großbritannien, Frankreich und Deutschland. Persönlichkeit und Erfinder aus den Vereinigten Vereinigte Staaten von Amerika lagen zwar bei der Entwicklung von Theorien im Rückstand, aber sie brillierten in den angewandten Naturwissenschaften. Vermöge der weiten Entfernung zwischen den Vereinigten Staaten und den Ursprungsländern der westlichen Forschung und Generierung war es oft notwendig, eigene Vorgehensweisen zu entwickeln. Vor diesem Hintergrund kam es zu einer Heer wichtiger Erfindungen. Große US-amerikanische Erfinder sind Robert Fulton (Dampfschiff), Samuel F. B. Morse (Telegraf), Eli Whitney (die Baumwollentkörnungsmaschine Cotton Gin), Cyrus McCormick (Mäher), die Gebrüder Wright (Motorflugzeug) und Thomas Alva Edison, der mit reichlich eintausend Erfindungen produktivste Erfinder.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhundert wurden US-amerikanische Charakter kumulativ für ihre Beiträge zur reinen Wissenschaft, der Formulierung von Konzepten und Theorien, anerkannt. Diese Veränderung zeigt sich auch bei den Gewinnern der Nobelpreise in Physik und Chemie. Unter den Nobelpreisgewinnern in der ersten Hälfte des Jahrhunderts – 1901 bis 1950 – stellten Staatsbürger in den Naturwissenschaften nur eine kleine Minderheit. Seitdem 1950 haben in den USA tätigen Charakter etwa die Hälfte der in den Naturwissenschaften verliehenen Nobelpreise erhalten.

Spamassassin: Sicherheitslücke im Milter-Plugin: Eine Schwachstelle im Spamassassin-Plugin Milter ermöglicht es entfernten Angreifern, in einer E-Mail eingebetteten Code mit den Rechten des laufenden Filterprogramms auszuführen. Nach Bekanntwerden der Schwachstelle kursieren bereits Exploits im Internet. (Server-Applikationen)... Weiterlesen!

Chips bauen sich selbst und ersparen die Belichtung: Wissenschaftler am MIT haben eine neue Methode entwickelt, um Leiterbahnen auf sehr kleinen Chipstrukturen zu erzeugen. Sie verwenden dabei mehrere Polymere, die die Verbindungen selbst herstellen. Das soll gegenwärtige Probleme mit der Erstellung immer feinerer Strukturen lösen. (Prozessor, Technologie)... Weiterlesen!

Kultur

Bild:Chinatown-IV.JPG
Chinatown in New York

Die US-amerikanische Kultur ist geprägt von der Vielfalt der ethnischen Einflüsse und Traditionen, die diverse Einwanderergruppen mitbrachten. Diese verhalfen zu einer lebendigen und leistungsfähigen Kultur. Erst in den 1930er Jahren bildete sich durch die Massenmedien eine einheitliche US-amerikanische Populärkultur heraus. Bis zum heutigen Tag werden in den ethnischen Gruppen traditionelle kulturelle Eigenarten intensiv gepflegt.

Die frühe Kulturproduktion in den USA war vorerst durch die englische „Leitkultur“ geprägt, die aber auf Basis von der neuen, einzigartigen Verhältnisse schnell an Eigenständigkeit gewann. Den afrikanischen Sklaven wurde eine Ausübung ihrer kulturellen Traditionen und eine eigene Kulturproduktion verboten, so dass sie sich stark an europäischen Schauen orientieren mussten. Jedoch konnten Elemente ihrer Ursprungskulturen im Geheimen aufrechterhalten werden. Auch die anderen Einwandererkulturen brachten Eigenes mit. Elemente der indianischen Kulturen hinterließen Spuren in der US-amerikanischen Kulturproduktion. Die nicht-europäischen Elemente der US-Kultur erfuhren jedoch erst in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts gebührende Anerkennung.

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Dizzy Gillespie, 1955

Im 20. Jahrhundert lösten sich US-amerikanische Künstler von den Vorbildern der Alten Welt. Die unterschiedlichen kulturellen Disziplinen wurden in neue Richtungen erweitert – mit eindrucksvollen und innovativen Ergebnissen. Ein wesentlicher Beitrag der USA zur Weltkultur ist die Entwicklung des Jazz, der als erste eigenständige Musikform der USA gilt, des Blues und des Country, aus deren Zusammenführung in den 1950er Jahren der Rock ’n’ Roll entstand. Diese Musikkultur ist einzigartig durch den Zusammenfluss afro-amerikanischer mit europäischer Folklore. Er bildet dieser Tage eine zentrale Grundlage der populären Kultur der Westlichen Welt.

Literatur, Musik (Rock, Blues und Country) Filmkunst, Theater, Tanz und Architektur, ebenso wie übrige Arten künstlerischen Ausdrucks wurden angereichert und verändert. Zur zeitgenössischen Kunst- und Unterhaltungsszene in den USA gehörten die Verjüngung der Musik, Neuentwicklungen im Modernen Tanz, die Verwendung ureigener US-amerikanischer Themen im Theater, die Filmproduktion in ihrer ganzen Spektrum und die Globalisierung der Bildenden Künste.

Es gibt in den Vereinigten Staaten – ähnlich wie in Deutschland, aber ganz differenzierend als in Frankreich – kein zentrales Kultusministerium, das eine landesweite Kulturpolitik steuert. In dieser Tatsache spiegelt sich die Überzeugung wider, dass es wichtige Bereiche im gesellschaftlichen Leben gibt, bei denen die Regierung nur eine kleine oder gar keine Rolle spielen sollte. Die zwei nationalen Stiftungen für Kunstgriff und Geisteswissenschaften – ’National Endowment for the Arts’ (NEA) und ’National Endowment for the Humanities’ (NEH) – unterstützen mit Zuschüssen als auch einzelne Künstler und Person sowie Institutionen, die im Bereich der Kunstgriff und Geisteswissenschaften tätig sind. Seit der „Republican Revolution“ 1994, bei der Republikaner im Konferenz die Majorität erwarben, werden alle beide Stiftungen sowie auch die öffentlichen Rundfunkanstalten PBS und NPR oft durch Mittelkürzungen bedroht, oft begleitet mit dem Vorwurf, sie betrieben eine „linke“ Politik anstelle einer „Elite“. Namentlich Kunst, die von christlich-fundamentalistischen oder stark römisch-katholischen Kreisen kritisch betrachtet wird, wird ein Zielpunkt dieser Drohungen.

Während das Etat der NEA, das sich 2003 auf 115 Mio. US-Dollar beläuft, verhältnismäßig bescheiden ist, verglichen mit der Kulturförderung anderer Länder, so machen seit jeher private Spenden den Großteil der Kulturförderung aus. Diese privaten Dotieren wurden für das Jahr 2002 auf ungefähr 12,1 Milliarde US-Dollar geschätzt. Während ihres 40-jährigen Bestehens hat die NEA ihre Gelder dazu benutzt, um private Schenkungen zu ermutigen, und dadurch allen US-Amerikanern einen Zugang zu den Künsten und Geisteswissenschaften zu ermöglichen.

Siehe auch: Medien in den USAKunst in den USAListe amerikanischer SchriftstellerFeiertage der USA

Libreka verschenkt E-Books: Libreka startet am 18. März eine neue Aktion zur Förderung von E-Books: Leser können sich in einer Buchhandlung einen Gutschein holen und dafür ein E-Book kostenlos herunterladen. In den USA hat Erfolgsautor John Grisham nach langem Zögern der Veröffentlichung seiner Romane in digitaler Form zugestimmt. (E-Book)... Weiterlesen!

Support-Ende für Firefox 3.0 angekündigt: Mozilla plant noch einen Sicherheitspatch für Firefox 3.0.x, dann wird der Support für diese Firefox-Version eingestellt. Künftig werden dann nur noch Sicherheitslücken in Firefox 3.5.x und Firefox 3.6.x beseitigt. (Browser, Firefox)... Weiterlesen!

Sport

Die Landsmann aufweisen typische Nationalsportarten. Die beliebteste Sport ist mittlerweile American Football, gefolgt von Baseball und Basketball. Eishockey ist auch eine der beliebtesten Sportarten. Fußball (USA: soccer), die beliebteste Sport der Welt, kommt nur auf Platz 5, wobei sich besonders Frauen und Jugendliche für diesen Sportart interessieren. Die USA beheimaten, zusammen mit Kanada, die besten und höchstangesehensten Profi-Ligen im American Football (NFL), Baseball (MLB), Korbball (NBA) sowie Eishockey (NHL). Der höchsten Fußballliga (MLS) wird jedoch kein großer Stellenwert im internationalen Vergleich nachgesagt. Im Gegensatz zu den europäischen Sportligen gibt es im nordamerikanischen Spielbetrieb weder Absteiger noch Aufsteiger am Ende der Saison. Die Mannschaften spielen unterteilt in Nord, Ost, Süd, West, Atlantic, Pacific, American oder National League.

Siehe auch: Sport in den USA

Siemens-Chef bereitet IT-Sparte auf Verkauf vor: Siemens räumt in IT-Sparte auf. Das Sanierungskonzept von Siemens sieht einen deutlichen Stellenabbau vor. Damit will Konzernchef Peter Löscher die Tochter SIS nach häufigen Strategiewechseln und Managementfehlern für einen möglichen Verkauf herausputzen. (IBM, Siemens)... Weiterlesen!

Freund von Strauß - Schreiber "enttarnt" toten Kanadier : Karlheinz Schreiber hat vor Gericht einen toten kanadischen Politiker als Verantwortlichen für eine Tarnfirma genannt. Der Waffenlobbyist selbst will nur eine Nebenrolle gespielt haben. ... Weiterlesen!

Literatur

  • Jürgen Heideking: Geschichte der USA. A. Francke Verlag, Tübingen 2003, ISBN 3-8252-1938-0
  • Peter Lösche: Länderbericht USA – Geschichte, Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur. BpB, Bonn 2004, ISBN 3-893-31485-7
  • Martin W. Sandler: Amerika (OT: America: A Celebration!). Coventgarden (Dorling Kindersley), München 2001, ISBN 3-8310-9000-9
  • Claus Kleber: Amerikas Kreuzzüge – Was die Weltmacht treibt, Bertelsmann Betrieb 2005, ISBN 3570008347
  • Helmut Schoeck: USA. Motive und Strukturen. DVA, Stuttgart 1958
  • Frederick Mayer: Wahnsinn USA. Weltkreis Verlag, Dortmund 1984
  • Eric Frey: Schwarzbuch USA. Eichhorn Verlag, 2004
  • Außenpolitik der USA Aus Politik und Zeitgeschichte Heft 14/2006 v. 3.4.2006. ISSN 479-611x Auch verbunden unter [1]

Unser Star für Oslo - Die Suche beginnt : Pleiten, Pech und Pannen - so lässt sich das deutsche Auftreten beim Eurovision Song Contest in den vergangenen Jahren beschreiben. Jetzt soll alles besser werden - mit Stefan Raabs Hilfe. ... Weiterlesen!

US-Strafverfolger tummeln sich in sozialen Netzen: Die US-Bürgerrechtsorganisation EFF hat zwei Dokumente veröffentlicht, die zeigen, wie US-Strafverfolger in sozialen Netzen ermitteln. Das Justizministerium etwa ermutigt Beamte, in Angeboten wie Facebook nach Verdächtigen zu suchen, ihre Kontakte zu überprüfen und ihren Aufenthaltsort herauszufinden. (EFF, Datenschutz)... Weiterlesen!

Siehe auch

Unser Star für Oslo - Die Suche beginnt : Pleiten, Pech und Pannen - so lässt sich das deutsche Auftreten beim Eurovision Song Contest in den vergangenen Jahren beschreiben. Jetzt soll alles besser werden - mit Stefan Raabs Hilfe. ... Weiterlesen!

XpanD X103 Home - die universelle 3D-Shutter-Brille: Der US-Hersteller XpanD hat eine Shutter-Brille vorgestellt, die mit den meisten 3D-fähigen Fernsehern und Monitoren funktionieren soll. Die XpanD X103 Home wird in zwölf verschiedenen Farben angeboten. (3D-TV, Display)... Weiterlesen!

Weblinks

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Wiktionary: USA – Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen

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Commons: USA – Bilder, Videos und/oder Audiodateien

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Koordinaten: 19°-71° N, 67°-177° W

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als:USA an:Estatos Unitos ang:Geánlǽht Underrícu American ar:ولايات متحدة أمريكية ast:Estaos Uníos be:Злучаныя Штаты Амэрыкі bg:Съединени американски щати bn:যুক্তরাষ্ট্র br:Stadoù Unanet Amerika bs:Sjedinjene AmeriÄke Države ca:Estats Units chr:ᎠᎺᎢ cs:Spojené státy americké cv:АмерикÄри ПÄрлешӳллÄ Штатсем cy:Unol Daleithiau America da:USA el:Ηνωμένες Πολιτείες en:United States eo:Usono es:Estados Unidos et:Ameerika Ühendriigid eu:Amerikako Estatu Batuak fa:ایالات متحده آمریکا fi:Yhdysvallat fr:États-Unis d'Amérique fy:Feriene Steaten fan Amearika ga:Stáit Aontaithe Mheiriceá gd:Na Stàitean Aonaichte gl:Estados Unidos de América – United States of America gu:સંયુક્ત રાજ્ય અમેરિકા he:ארצות הברית hi:संयुक्त राज्य अमेरिका hr:Sjedinjene AmeriÄke Države ht:Etazini hu:Amerikai Egyesült Államok ia:Statos Unite de America id:Amerika Serikat ilo:Estados Unidos iti America io:Usa is:Bandaríkin it:Stati Uniti d'America iu:ᐊᒥᐊᓕᑲ ja:アメリカ合衆国 ka:ამერიკის შეერთებული შტატები ko:미국 ks:संयुक्त राज्‍य अमेरिका ku:Dewletên Yekbûyî yên Emerîkayê kw:Statys Unys la:Civitates Americae Unitae lb:Vereenegt Staate vun Amerika li:Vereinegde State van Amerika lt:JAV lv:Amerikas SavienotÄs Valstis mk:Соединети Американски Држави mr:अमेरिकेची संयुक्त संस्थाने ms:Amerika Syarikat mt:Stati Uniti nah:Altepetl Osehsepanoaseh Amerikak nds:USA nl:Verenigde Staten nn:USA no:Amerikas forente stater nv:Wááshindoon bikéyah ałhidadiidzooígíí oc:Estats Units os:Америкæйы Иугонд Штаттæ pl:Stany Zjednoczone pt:Estados Unidos da América rm:Stadis Unids da l'America ro:Statele Unite ale Americii ru:Соединённые Штаты Америки sa:संयुक्त राज्‍य अमेरिका scn:Stati Uniti sco:Unitit States se:Amerihká ovttastuvvan stáhtat sh:Sjedinjene AmeriÄke Države simple:United States sk:Spojené štáty americké sl:Združene države Amerike sq:Shtetet e Bashkuara sr:Сједињене Америчке Државе sv:USA ta:ஐக்கிய அமெரிக்க குடியரசு th:สหรัฐอเมริกา tl:Estados Unidos tpi:Yunaitet Stet tr:Amerika Birleşik Devletleri uk:Сполучені Штати Америки ur:امریکہ vec:Stati Unìi d'Amèrica vi:Hoa Kỳ yi:פאראייניקטע שטאטן פון אמעריקע wa:Estats Unis za:Meijgoz zh:美国

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Mozilla will den Browser zum virtuellen Ausweis machen: Mozilla will den Browser zum Schlüssel für die eigene Online-Identität ausbauen. Die Mozilla Labs suchen dazu nach kreativen Ideen und skizzieren, wie eine kommende Browsergeneration zum sozialen Agenten werden soll. (Browser, Twitter)... Weiterlesen!

Infineon Dresden wird erneut ausgebaut: Die Kapazität des Dresdner Infineon-Werks wird bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr ausgeweitet. Diesmal fließen 18 Millionen Euro in neue Produktionsanlagen. Ob es auch neue Jobs gibt, ist nicht sicher. (Infineon, Qimonda)... Weiterlesen!


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