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Vögel

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Bild:Disambig-grau2.png Dieser Artikel behandelt die Tierklasse der Vögel. Für alternative Bedeutungen siehe Die Vögel. Der Viertel Flügge findet sich unter Fehmarn

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Vögel
Bild:Albaa.jpg
Schwarzbrauenalbatros (Thalassarche melanophris)
Systematik

(TID 100226)

Überstamm

(TID 100067)

|| Neumünder (Deuterostomia)
Stamm

(TID 100065)

|| Chordatiere (Chordata)
Unterstamm

(TID 100068)

|| Wirbeltiere (Vertebrata)
Überklasse

(TID 100069)

|| Kiefermäuler (Gnathostomata)
Reihe

(TID 104565)

|| Landwirbeltiere (Tetrapoda)
Klasse

(TID 99976)

|| Vögel (Aves)
Unterklassen

Die Vögel (Aves) (von althochdeutsch: fogal zu: fliegen) bilden anliegend den Amphibien (Amphibia), Reptilien (Reptilia) und Säugetieren (Mammalia) eine Klasse von Landwirbeltieren (Tetrapoda). Die Forschung von den Vögeln ist die Vogelkunde (Ornithologie). Die Vögel leben auf allen Kontinenten; bis jetzt sind rund 9.800 Vogelarten bekannt. Ob diese Zahl schon weitgehend mit der Zahl aller in diesen Tagen lebenden Vogelarten übereinstimmt, ist jedoch umstritten: manche Ornithologen sind der Auffassung, dass die tatsächliche Artenzahl weit darüber liegen könnte.

Methodisch von avis (lat.: Vogel) ist das Eigenschaftswort aviär für: auf Vögel bezogen, von Vögeln stammend.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeine Kennzeichen

  • Das Gefieder bestimmt das äußere Gesamtbild der Vögel wesentlich: Der Körper ist von Federn bedeckt. Diese Strukturen aus Keratin dienen beim Fliegen als Tragfläche und Steuerfläche, einer aerodynamisch günstigen Verkleidung des Körpers und als Isolation, die sogar, meist je nach Kälte und Wind, veränderbar ist. Darüber hinaus hat das Gefieder Farben und dient oft der sexuellen Werbung. Bei Wasservögeln ist es regendicht und sorgt für Auftrieb. Das Gefieder wird zu bestimmten Zeiten (Mauser) gewechselt. Weiters sind bei allen Vögeln die Beine durch Schuppen bedeckt, was an ihre stammesgeschichtliche Entwicklung aus der Gruppe der Reptilien erinnert.
  • Alle heute lebenden Vögel besitzen einen Schnabel ohne echte Zähne. Es gibt aber ausgestorbene Arten, die bezahnt waren. Der Schnabel besteht bei allen Vögeln aus Horn. Ausnahmen bilden nur die Taubenvögel (Columbiformes) und die Gänsevögel (Anseriformes), bei denen der Schnabel aus Knochenmasse besteht und von einer weichen Haut überzogen ist.
  • Alle bekannten Vogelarten besitzen eine konstante Körpertemperatur (Endothermie, Homoiothermie), die höher ist als bei allen anderen dieser Tage lebenden Tieren und ca. 42 °C beträgt.
  • Die meisten Vögel sind flugfähig. Flugunfähige Arten haben sich aus Arten entwickelt, die ursprünglich fliegen konnten. Dies betrifft zum Beispiel Laufvögel und Pinguine und mehrere Inselformen.
  • Das Vogelskelett ist leicht gebaut, es besitzt zur Gewichtsreduzierung hohle Knochen. Der Anteil der Knochenmasse macht nur 8 bis 9 Prozent der Gesamtmasse aus, während er bei verständigen auf Säugern so weit wie 30 Prozent betragen kann. Das sehr große Brustbein hat einen vorspringenden Kiel, der als Herangehensweise für die sehr großen Flugmuskeln dient.
  • Die Herzschlagfrequenz ist hoch: Die maximale Herzschlagfrequenz eines Strauß beträgt 178 Schläge pro Minute, diejenige eines Haussperlings 900 und schließlich diejenige eines Blaukehlkolibris 1.260 Schläge pro Minute.
  • Das Zentralnervensystem ist stark entwickelt, unter den Sinnesorganen sticht besonders die Leistungsfähigkeit des Auges hervor.
  • Die Stimmbildung erfolgt bei Vögeln nicht im Kehlkopf, da Stimmbänder fehlen. Dafür liegt an der Gabelung der Trachea ein gesondertes Organ, der Stimmkopf (Syrinx), auch als »unterer Kehlkopf« bezeichnet.
  • Die meisten Vogelarten besitzen zur Gefiederpflege eine besondere, Fett absondernde Drüse, die Bürzeldrüse. Bei einigen Arten wird deren Funktion durch sogenannte Puderdunen unterstützt bzw. gesamt ersetzt (Kakadus, Taubenvögel, Reiher). übereinkommen Arten fehlen sowohl .... als auch Bürzeldrüse wie auch Puderdunen (Kormorane, Schlangenhalsvögel).
  • Von den oben genannten Eigenschaften sind nur die Federn allein bei den Vögeln zu finden – so existieren (oder existierten) fliegende Tiere auch bei den Säugetieren (Fledermäuse) und Reptilien (Flugsaurier), Eier werden auch von Reptilien und Lurchen gelegt und selbst die Schnabelform ist nicht auf die Vögel beschränkt geblieben.
Bild:Archaeopteryx Spindler2005.jpg
Archaeopteryx Lebendrekonstruktion (Spindler 2005)

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Entwicklungsgeschichte (Evolution)

Die Vögel entwickelten sich in der Obertrias besser gesagtJura. Bis auf den heutigen Tag ist die Kontroverse zwischen den Anhängern der Baumspringer bzw. Bodenläuferhypothese nicht entschieden. Die Väter der Vögel waren nach Ansicht der Plural der Person kleine Raubdinosaurier (Theropoden), die nach bisherigen Fossilfunden Bodenläufer waren. Die Vertreter der Minderheitenposition weisen darauf hin, dass es nach heutiger Sachverstand keine fliegenden oder gleitenden Wesen gäbe, die nicht von baumlebenden Ahnen abstammen. Da kleine baumlebende Raubdinosaurier bisherig anonym sind, hätten sich die Vögel aus eidechsenartigen Ahnen entwickelt (Feduccia et al.).

Das bekannteste Bindeglied zwischen Reptilien und heutigen Vögeln ist der Archaeopteryx. Er besaß den heutigen Vögeln ähnliche Flügel. Fossilien dieser Art wurden in den Solnhofener Plattenkalken (Oberer Jura) gefunden. Er ist nach seinen Mausern benannt: Archaeopteryx bedeutet altertümliche Feder besser gesagtUrflügel.

Die Verkaufsgeschichte der einzelnen Fossilexemplare, die Fundbeschreibung und Benennung wiedergeben die Kämpfe zwischen Kreationisten und Anhängern der biologischen Evolution wieder: Archaeopteryx zeigt Besondere Eigenschaften von Reptilien und Vögeln, ein unbefiedertes Knochengerüst mit schlechter Erhaltung kann leicht fehlbestimmt werden, was mehrjährig beim sogenannten Harlemer Exemplar der Fall war. Ob Archaeopteryx als direkter Vorfahre der Vögel in Anfrage kommt, ist nicht klar. Diverse meinen, dass er auf einem blind endenden Zweig des Stammbaumes einzuordnen ist.

Die Arten aus dem Jura hatte bisher Kiefer mit Zähnen, eine lange Schwanzwirbelsäule und bewegliche, bekrallte Mittelhandknochen. Vermutlich war sie – wie einige Sauropoden – schon warmblütig. Auch die aus der späteren Kreide-Formation erhaltenen Wasservögel waren bezahnt. Die heutigen Vogelgruppen mit ihren unbezahnten Kiefern haben sich seit Anfang des Tertiärs herausgebildet.

Wie kamen die Vögel phylogenetisch zu ihren Federn?

1995 in der Volksrepublik China entdeckte Urvögel aus der Unterkreide waren bezüglich Krallenhand, Bauchrippen und Beckenbau dem Archaeopteryx ähnlich. Doch zeigten manche Versteinerungen Federn und ein kräftiges Brustbein wie heutige Vögel, ansonsten einen Schnabel ohne Zähne und schwanzwärts nur noch eine kurze Wirbelsäule. Als man 1998 einen gefiederten Minisaurier (Caudipteryx) fand, war die Entwicklung der Vögel, ihrer Mausern und zum Teil auch des Vogelflugs fast geklärt.

Demnach entwickelten die Vogelvorfahren zunächst sowohl .... als auch an den Vorder- wie auch an den Hinterextremitäten Federn, scheinbar zum Gleitflug von Baum zu Baum. Die Flügelbildungen an den Hinterextremitäten wurden im Laufe der Evolution reduziert, sodass allein die Arm- und Handschwingen zum Fliegen übrigblieben.

Nach einer anderen These bildeten sich die Federn zuerst zum Schutz vor Wärmeverlust bei bodenlebenden, zweibeinigen Sauriern. Auch heutige Vögel haben Tausende von relativ einfach gebauten Flaumfedern, aber nur etwa 50 Schwingenfedern. Eine Entwicklung von isolierendem Flaum zu komplexeren Flugfedern macht auch die Zwischenstufen der Entwicklung plausibler, die für das Fliegen noch ungeeignet waren.

Die Vögel entfalteten sich schließlich in der Kreidezeit zu großer Artenvielfalt, erlitten aber an deren Ende – wie weitere Organismengruppen – einen großen Verlust ihrer Arten und Taxa. Von Anfang an des Tertiär entwickelten sich in sehr kurzer Zeit aus den vermutlich wenigen überlebenden Arten eine Masse neuer Vogelgruppen, die die Grundlage unsere heutigen Vögel sind. Einige dieser Gruppen starben nochmal aus. Vogelfossilien aus dem Eozän (Grube Messel) belegen eine vielfältige Vogelwelt, wobei die einzelnen Arten nicht nur dieser Tage noch lebenden Gruppen zuzuordnen sind. Ein Beispiel sind große, fleischfressende Laufvögel, die einmal die Rolle der noch nicht entwickelten Raubtiere einnahmen.

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Fortpflanzung

Die Eiablage ist ein allen Vögeln gemeinsames Merkmal. Es gibt zwar lebendgebärende Kriechtiere und eierlegende Säugetiere – für Fische und Lurche gilt das gleiche –, aber keine lebendgebärenden Vögel. Wahrscheinlich wäre eine längere Tragzeit und die damit verbundene Gewichtsveränderung für die Vögel als Flieger zu ungünstig, dessen ungeachtet andererseits Fledermäuse und wohl auch die Flugsaurier doch lebendgebärend sind bzw. waren. Vielleicht haben die Vögel das Gebären lebender Junge auch ganz einfach nicht »erfunden«.

Einige Vögel, etwa Laufvögel und Gänsevögel haben gut entwickelte Kopulationsorgane, während sonstige Vogelgruppen gar keinen oder einen einfach gebauten Phallus besitzen. Bei weiblichen Vögeln ist im Großen und Ganzen nur ein, und zwar der linke Eierstock (Ovar) entwickelt, während bei den Männchen zwei Keimdrüsen (Hoden) vorhanden sind.

Der Follikel- oder Ovulation – das Freiwerden der Gewebezelle – kann durch verschiedenartige Reize (wie z. B. Ansicht eines Geschlechtspartners) ausgelöst werden. In der Öffnung des Eileiters verbleibt das Ei einige Minuten und wird von im Eileiter entlanggewanderten Samenzellen (Spermien) befruchtet. Danach befördern Muskelbewegungen des Eileiters das noch unfertige Ei in Neigung der Geschlechtsöffnung. Im Eileiter werden dem Eidotter (bestehend aus einem Drittel Proteinen und zwei Dritteln Schmieren und fettähnlichen Stoffen sowie Vitaminen und Mineralsalzen) und dem sich schon furchenden Keimling erst das Eiweiß (Eiweiß: Proteine, Salze und Wasser), die Eihaut und schließlich die Eischale angelagert. Im Gegensatz zu den weichschaligen Eiern der Reptilien sind die Schalen von Vogeleiern stark verkalkt (bis zu 94 Prozent Kalkgehalt); sie gestatten jedoch einen Gasaustausch zur Atmung zu. Durch die Muskelbewegungen des Eileiters (dessen letzten Teil man als Primäres Geschlechtsmerkmal bezeichnet) erhalten Vogeleier ihre arttypische Form.

Vogeleier integrieren alle Nährstoffe, Vitamine und Spurenelemente, die der Embryo zu seiner Entwicklung braucht. Der zum Metabolismus unerlässliche Sauerstoff wird durch die feste Schale hindurch aufgenommen. Die Eier von Nestflüchtern beinhalten mehr Eidotter als Eier von gleich großen, als Nesthocker schlüpfenden Vogelarten. In dem einen Fall sind die Küken schon kurz nach dem Schlüpfen weitgehend selbständig, während Nesthocker völlig hilflos, unbefiedert und meist blind aus dem Ei kriechen und von den Erziehungsberechtigte lange gefüttert werden.

Diverse Vögel erbrüten nur ein Ei, während die größten Gelege mit 20 bis 22 Eiern bei Hühnervögeln vorkommen. Bei einigen Arten legen auch zwei oder zig Weibchen ihre Eier in ein gemeinsames Nest. Zig Vogelarten ziehen in einer Fortpflanzungsperiode viele Jahresbruten seriell hoch.

Wirkstoff gegen das Vergessen: US-Forscher sind auf einen zentralen Punkt bei der Entstehung von Alzheimer gestoßen: Sie haben ein Protein identifiziert, das entscheidend an der Bildung der auch als Plaques bezeichneten Eiweißverklumpungen beteiligt ist. Diese sind typisch für Alzheimer und scheinen eine wichtige Rolle beim Fortschreiten der Demenzerkrankung zu spielen. Die Ergebnisse sind besonders vielversprechend, da es bereits ein Medikament gibt, das das entdeckte Schlüsselprotein blockiert: Wie die Forscher schon in einer früheren Studie gezeigt haben, kann der Leukämie-Wirkstoff Imatinib dieses Protein gezielt unschädlich machen, ohne gesunden Zellen zu schaden. Um ihn gegen Alzheimer einsetzen zu können, müsste der Wirkstoff so verändert werden, das er auch das Gehirn erreicht. ...... Weiterlesen!

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Brut und Schlüpfen der Jungen

Einige Vogelarten (Großfußhühner) nutzen Fremdwärme zum Ausbrüten ihrer Eier. Die meisten Vögel jedoch wärmen ihre Eier im Brust- und Bauchgefieder. Bei Kompromiss finden Arten haben die an der Brut beteiligten Geschlechter Brutflecke (federlose Hautpartien an Brust und Bauch), an denen die Körperwärme besser zu den Eiern gelangen kann als durch das isolierende Gefieder. Bei vielen Arten brüten alle beide Partner, bei anderen nur das Weibchen oder seltener ausschließlich das Männchen, z. B. der Kaiserpinguin. Die Bruttemperatur liegt bei etwa 34 °C. Die Eier werden während der Brut häufig gewendet, um so eine gleichmäßige Erwärmung zu gewährleisten. Jede Menge sonstige Faktoren, wie genügend Feuchtigkeit, keine übermäßige Erwärmung durch Sonneneinstrahlung, keine oder nur einige schwache Erschütterungen unter anderem sind wichtig für eine erfolgreiche Brut. Die kürzeste Brutdauer beträgt 11 Tage, die längste etwa 12 Wochen.

Kurz vor dem Schlüpfen ist die Kalkschale durch Kalkabbau vom Embryo dünner geworden. Die Jungvögel geben oft schon vor Verlassen des Eies Rufe von sich, die vielmals der Synchronisierung des Schlüpfvorganges dienen oder für die Beziehung zwischen Altvogel und Nestling von entscheidender Bedeutung sind. Der Jungvogel reibt und pickt von drin her die Eischale auf, bis ein kleines Loch entsteht. Dazu ist auf der Spitze des Oberschnabels und bei übereinkommen Vogelarten auf dem unteren Schnabelteil ein kleiner, harter Höcker, der Eizahn ausgebildet, der manche Tage nach dem Schlüpfen abfällt oder zurückgebildet wird. Der gesamte Schlüpfvorgang dauert – je nach Vogelart – einige Minuten oder so weit wie vier Tagen (Röhrennasen).

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Flugunfähige Vögel

Die Flugfähigkeit ist bei sich verständigen auf Vogelarten bzw. -gruppen sekundär verlorengegangen, das heißt, sie sind flugunfähig. Das kann zig Gründe haben:

  • Anpassung an das Leben im Wasser, wie dies bei den auf der Südhalbkugel lebenden Pinguinen der Fall ist. Auch die auf der Nordhalbkugel lebenden Alkenvögel zeigen eine Tendenz zur Flugunfähigkeit, der ausgestorbene Riesenalk war flugunfähig. Alle beide Gruppen „fliegen“ unter Wasser mit ihren Flügeln.
  • Die Verdauung von energiearmer Nahrung erfordert ein großes und damit schweres Verdauungssystem. Grasfressende Vögel wie Gänse sind daher besonders schwer. Aufgrund des Flugvermögens können Vögel nicht beliebig an Größe zunehmen. Daher gibt es unter entsprechenden Nahrungsspezialisten ebenfalls sekundär flugunfähige Arten wie beispielsweise den Kakapo.
  • Auch die Umstellung auf schnelles Laufen wie beim afrikanischen Strauß kann zu Flugunfähigkeit führen.
  • Als letztes kann auch das Nichtvorhandensein von bodenbewohnenden Raubsäugern eine Flugfähigkeit überflüssig machen. Deshalb haben viele Bewohner isolierter Inseln das Fliegen zugunsten anderer Fähigkeiten aufgegeben. Vielen Arten wurde dies aber zum Verhängnis, nachdem durch Seefahrer doch Raubsäuger (z.B. Katzen), Ratten, Schweine usw. eingeführt wurden. Beispiele dafür sind die inzwischen ausgestorbenen Dronten (Didus ineptus) auf Mauritius, der neukaledonische Kagu (Rhynochetos jubatus), die neuseeländische Takahé (Porphyrio mantelli) und der gleichfalls flugunfähige Galapagoskormoran (Nannopterum harrisi).

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Freund von Strauß - Schreiber "enttarnt" toten Kanadier : Karlheinz Schreiber hat vor Gericht einen toten kanadischen Politiker als Verantwortlichen für eine Tarnfirma genannt. Der Waffenlobbyist selbst will nur eine Nebenrolle gespielt haben. ... Weiterlesen!

Sinne der Vögel

Die Sinnesleistungen der Vögel unterscheiden sich nicht grundlegend von den Säugetieren. Allerdings gibt es durch der anderen Lebensweise Unterschiede in der Errichtung und der Gewichtung der einzelnen Sinne, die es oft schwer machen, sich vorzustellen, wie Vögel ihre Umwelt wahrnehmen.

Bild:Haussperling.jpg
Haussperling (Passer domesticus)

Sehen

Je nach Ökologie haben Vogelaugen jede Menge Spezialanpassungen. So können Eulen bei Nacht zwar mehr sehen als Tagvögel oder der Mensch, ihr Sehen ist allerdings weniger auf Sehschärfe, als auf Lichtausbeute ausgerichtet. Dies funktioniert angesichts gleicher Physik wie bei lichtstarken Objektiven, die auch mit wenig Beleuchtung auskommen, sich dabei aber Schärfeprobleme, besonders mit der Schärfentiefe einhandeln. Wanderfalken sind dagegen auf Tagjagd optimiert, sie können kleine Objekte wie Beutevögel über Entfernungen von über einem Kilometer ausmachen und verfolgen. Zumindest kleine Vögel sind in der Lage, UV-Licht zu sehen, bei großen Vögeln wird das Ultraviolettstrahlung vom Glaskörper des Auges zu stark ausgefiltert. Zig Arten aufweisen nicht nur drei Farbrezeptoren wie der Mensch, stattdessen einen zusätzlichen Farbrezeptor für violettes Helligkeit der sich bei sich verständigen auf Vogelgruppen zu einem UV-Rezeptor (um 375 Nanometer) entwickelt hat. Evolutiv ist zu diesem Punkt nur die Mutation von 3 Aminosäuren des Opsins notwendig.

Der Nutzen des UV-Lichtes ist sehr unterschiedlich:

  • Mäuse-Urin leuchtet im UV-Bereich, mäusejagende Greife können so von oben eine Landschaft auf ihren Mäusereichtum beurteilen.
  • Bei Früchten kann der Reifegrad ganz anders beurteilt werden, manche Schimmelpilze haben im UV-Bereich übrige Farben und fallen so besser auf.
  • Es gibt einige Vogelarten, bei denen sich die Geschlechter im für uns sichtbaren Licht nicht unterscheiden, wohl aber im UV-Licht. Stare oder einzelne Meisenarten (Blaumeisen) sind dafür ein Beispiel.

Die meisten Vogelarten können mehr Bilder pro Sekunde unterscheiden als wir Leute (siehe Flimmerfusionsfrequenz). In der Vogelhaltung werden daher Neonröhren nicht mit 50 Hertz betrieben, da dieses Beleuchtung für Vögel flimmert. Vogelaugen sind differenzierend als bei Säugern fest in der Schädelkapsel fixiert, also unbeweglich. Je nach ökologischer Anpassung ist die Fähigkeit zum räumlichen Sehen von Art zu Art sehr unterschiedlich. Bei Artengruppen, die unter einem hohen Verfolgungsdruck durch Raubtiere stillstehen (z. B. Tauben und Hühnervögel), sind die Augen seitlich am Kopf angeordnet. Dies berechtigt einen fast vollständigen Aussicht um 360°, die Überlappung der Sichtfelder und damit die Fähigkeit zum räumlichen Sehen ist aber relativ gering. Das alternative Extrem stellen Eulen dar. Bei ihnen sind die Augen nebeneinander an der Front des Kopfes angeordnet (also wie bei Menschen). Die Sichtfelder der Augen überlappen sehr stark, entsprechend gut ist daher auch das räumliche Sehvermögen. Die geringe seitliche Ausdehnung des Sichtfeldes wird durch eine sehr starke Beweglichkeit der Halswirbelsäule ausgeglichen. Eulen können ihren Kopf um so weit wie 270° drehen.

Diverse Vögel wippen beim Gehen mit dem Kopf vor und zurück. Dabei dient die Rückwärtsbewegung dazu, den Kopf für einen Zeitpunkt relativ zur Umgebung in Ruhe zu halten, sodass das Bild auf der Organ sich nicht bewegt, anstelle der besseren Luzidität bewegter Objekte – wie z. B. eines Raubtieres.

Magnetsinn

Bei einigen Arten, besonders bei Zugvögeln, ist ein Sinn für das Magnetfeld der Erde nachgewiesen. Dieser Magnetsinn ist wahrscheinlich im rechten Auge des Vogels und/oder im Schnabel lokalisiert.

Der Magnetsinn im Auge funktioniert mit Hilfe der so genannten Radikalpaarbildung. In diesem Zusammenhang lässt das ins Auge fallende Helligkeit bestimmte Moleküle zu Radikalen zerfallen. Diese Reaktion könnte durch das Erdmagnetosphäre gelenkt werden. Der Magnetsinn im Schnabel funktioniert durch eingelagerte magnetische Teilchen, die sich nach dem Magnetfeld der Erde ausrichten und so einen Reiz auf das umliegende Nervengewebe ausüben. Im Gegensatz zum technischen Kompass richtet sich der Magnetsinn der Vögel nicht nach der Polung des Magnetfeldes, zugunsten basiert auf der Erkennung der Inklination der Erdmagnetfeldlinien.

Experimentell begutachtet wurde der Magnetsinn erstmalig 1967 am Zoologischen Institut in Frankfurt am Main durch Wolfgang Wiltschko bei Rotkehlchen.

Hören

Vögel aufweisen keine Ohrmuschel, die äußere Gehöröffnung ist von einem Kranz geringer Federn umgeben. Zur Schallortung müssen Vögel daher intensive Kopfbewegungen ausführen. Das Mittelohr besitzt nur ein Gehörknöchelchen, die Columella, die dem Steigbügel der Säugetiere entspricht. Die Schnecke ist relativ kurz und nur leicht schraubenförmig und wird als Papilla basilaris bezeichnet. Der Hörsinn ist bei Vögeln dennoch relativ gut entwickelt und hat zum Beispiel bei Eulen große Bedeutung für die Beutejagd. Der Frequenzbereich ist ähnlich wie beim Menschen, tiefe Töne bis 100 Hertz werden nicht wahrgenommen. Das zeitliche Auflösungsvermögen für Töne liegt über dem des Menschen. Ornithologen müssen sich bei vielen Lautäußerungen von Vögeln damit behelfen, dass sie sie aufnehmen und verlangsamt abspielen, um die Einzelheiten hören zu können.

Gleichgewichtssinn

Vögel haben viele unabhängige Gleichgewichtsorgane. Bei einem Gleichgewichtsorgan im Ohr sitzt ein zweites Organ im Becken, das z. B. beim Einsitzen auf Ästen die Körperlage analysiert. Vögel, bei denen dieses Organ zerstört ist, können ohne Gesichtssinn auf Störungen wie beispielsweise das Drehen des Sitzastes nimmer richtig reagieren.

Geruchssinn

Sehr stark ging man von der Vorstellung aus, dass Vögel nur einen gering entwickelten Geruchssinn aufweisen (sog. Mikrosmatiker). Als Ausnahmefall galt der neuseeländische Kiwi, der seine Nasenöffnung an der Schnabelspitze hat und sich meist nach dem Aroma orientiert. Aber auch die Gruppe der amerikanischen Neuweltgeier besitzt beweisbar Geruchsvermögen. Das wird u.a. auf die fehlende Nasenscheidewand zurückgeführt und ist in Freilandbeobachtungen und -versuchen erwiesen worden. Neuere Untersuchungen zeigen aber, dass auch sonstige Vogelarten ein mindestens dem Volk ebenbürtiges Geruchsempfinden haben.

Geschmackssinn

Die Geschmacksknospen der Vögel liegen nicht wie beim Säuger auf der Zunge, anstelle im Bereich des Zungengrunds und im Rachen. Die Anzahl der Geschmacksknospen ist deutlich weniger als bei Säugetieren (Ente etwa 200, Mensch 9.000), dennoch ist der Geschmackssinn bei Vögeln nicht so untergeordnet wie man lange erfunden hat. Je nach Art spielt der Geschmack gegenüber dem Taktile Wahrnehmung des Schnabels und der Lasche jedoch bei der Nahrungsauswahl eine untergeordnete Rolle.

Bild:Koerperteile der Voegel 1.png
Kopf- und Schnabelform
Bild:Koerperteile der Voegel 2.png
Gefieder
Bild:Koerperteile der Voegel 3.png
Darmkanal und Fußformen

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Ordnungen und Familien der Vögel

Die Klasse der Vögel ist die artenreichste der Landwirbeltiere. Sie umfasst etwa 9.000 Vogelarten mit ca. 35.000 Unterarten. Von ihren zwei Unterklassen (Urkiefer- und Neukiefervögel) ist erstere klein und bis auf 6 Familien ausgestorben. Hierhin gehören speziell die Laufvögel, die wegen des fehlenden Brustbeinkamms flugunfähig sind. Von den weiteren etwa 30 Ordnungen umfasst jene der Sperlingsvögel fast 60 Prozent aller Arten. In dieser Gruppe ist wiederum die Aufschub der Singvögel (Passeri) die umfangreichste. Eine systematische Übersicht findet sich unter Systematik der Vögel.

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Vogelschutz

Die Zahl der Vogelarten nimmt ab. Zahlreiche der ausgestorbenen Arten gehörten zu Inselpopulationen; sie wurden durch den Volk oder von ihm eingeführte weitere Tierarten ausgerottet. Gegenwärtig in Kraft sein über 10 Prozent der 9.000 rezenten Vogelarten als gefährdet. Sie werden in sogenannten roten Listen aufgeführt. Weltweit arbeitet die Vogelschutzorganisation BirdLife International, mit ihren jedes Mal nationalen Partnerorganisationen für den Schutz der Vögel und ihrer Lebensräume. In Deutschland ist der Naturschutzbund Deutschland (NABU, der Landesbund für Vogelschutz LBV in Bayern ist angegliedert) der nationale Partner von BirdLife. In der Helvetia arbeiten der Schweizer Vogelschutz SVS, ASPO, ASPU und in Österreich Birdlife Österreich für den Erhaltung der Biologische Vielfalt als BirdLife-Partner.

Siehe auch: Vogelwarte, Sibley-Ahlquist-Taxonomie, Systematik der Vögel, Ausgestorbene Vögel

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Vögel und Menschen

Seit der Menschwerdung hat der Homo sapiens auch die Vögel aufmerksam beobachtet, um sich von ihnen orientieren oder alarmieren zu lassen, sie zu jagen oder einzufangen. Der afrikanische Honiganzeiger z. B. führt Volk zu den Nestern von Wildbienen, um die Larven zu fressen, während der Mensch vom Honig profitiert. Recht verschiedene Vogelarten spielen daher in der Mythologie eine Rolle, vom Adler bis zum Sperling. Vögel erscheinen in zahlreiche Redensarten: Jemand stinkt wie ein Wiedehopf oder ist zänkisch wie eine Meise oder auchist einfach ein Gimpel, wenn er jedem auf den Leim geht (gemeint hier der Vogelleim). Gestisch kann man ihm einen Vogel zeigen. In den Künsten eintunken etliche Vogelarten auf, um nur Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen zu nennen.

In vielen Kulturkreisen sind mythologische Vögel anzutreffen. Erwähnt seien etwa Phönix, Greif, Ziz (Jüdisch), Roch (Arabisch), Feng (Chinesisch) oder auchGaruda (Indonesisch). Anliegend seien die Harpyien der griechischen Sagenwelt sowie Wotans Begleiter, die Raben Hugin und Munin, genannt.

Auch die Heraldik ist reich an stilisierten Vogelmotiven. Hier tritt gerade der Adler in Erscheinung, der das Wappentier vieler Vereinigte Staaten von Amerika (Deutschland, Österreich, Polen, USA u.a.) ist.

Der Mensch hält mehrere Vogelarten als Haus- oder Nutztiere. In Deutschland nimmt die Benutzung einheimischer Vogelarten als Haustier seit dem 19. Jahrhundert jedoch stark ab. Der Aufnahme von Geflügel erfüllt eine wichtige Rolle bei der menschlichen Ernährung, denn das Steak ist fettarm und liefert hochwertiges Protein. Einige Arten, wenn schon als Jungvögel und im Käfig ruhig dazu angehalten, büffeln es auch, Worte und kurze Sätze nachzusprechen, so besonders - nach absteigender Gelehrigkeit geordnet - Papageien und Beos, Stare sowie verschiedene Arten der Rabenvögel. Multipel zulassen sie sich abrichten, beispielsweise Körner von den Lippen aufzunehmen bis hin zur Dressur als Nutztier, zum Beispiel als Jagdfalke. Kanarienvögel waren in Deutschland bis in die 50er Jahre wichtige Nutztiere im Kohlebergbau, wo ihr Verhalten vor dem Auftreten giftiger Gase (Kohlenmonoxid) warnte, die beim Stollenvortieb austreten können.

Das Zusammenleben mit Vögeln, gerade der intensive Kontakt, birgt für den Leute jedoch ab und zu ernste Gefahren gut in Form übertragbarer Krankheiten (Zoonosen). In Einzelfällen ist z. B. der Erreger der Geflügelpest bzw. der Vogelgrippe auf den Volk übertragen worden, der Krankheitsverlauf endet meist tödlich.

Siehe auch: Vogelsang

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Weitere Informationen

Bild:Wiktionary-ico-de.png

(TID 646251)

Wiktionary: Vogel – Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen

(TID 222120)

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Literatur

  • Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie. Betrieb Eugen Ulmer, 2. Auflage, Stuttgart 1990, ISBN 3825280519

Das Autorad macht Diät: Wissenschaftler des Fraunhofer Instituts haben einen Protoypen einer besonders stabilen Felge entwickelt. Sie besteht aus faserverstärkten Kunststoffen, die aus Leichtbaumaterialien gefertigt wurden und ist besonders schadenstolerant. Die Forscher hoffen auf dieser Basis ein marktfähiges Rad entwickeln zu können. ...... Weiterlesen!

Digitale Literatur: Neal Stephenson und die digital-sozialen Mongolen: Bislang versteht man unter digitalen Büchern Texte, die nicht auf Papier gedruckt werden, sondern in elektronischer Form vorliegen, damit sie auf einem E-Book-Reader gelesen werden können. Der US-Autor Neal Stephenson arbeitet an einem digitalen Roman, der kapitelweise zunächst im Internet erscheinen soll. Die Leser sind eingeladen, sich an der Entstehung des Werks zu beteiligen. (E-Book)... Weiterlesen!

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zh:鸟

(TID 77450)

Gerücht: Red Hat will Cloud-Startup Makara kaufen: Laut einem Bericht soll Red Hat die Übernahme des Cloud-Startups Makara verhandeln. Makara macht Cloud-Anwendungsmanagement und wird unter anderem vom Netscape-Gründer Marc Andreessen finanziert. (Marc Andreessen, Red Hat)... Weiterlesen!

Call of Duty 7 Black Ops: Das Glücksspiel mit dem Tomahawk: Die Call-of-Duty-Entwickler von Treyarch haben sich einiges für den Mehrspielermodus in Black Ops einfallen lassen. Das soll dafür sorgen, dass Spieler auch abseits der offiziellen Ranked Matches online Spaß haben. (Call of Duty, Activision)... Weiterlesen!


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