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(TID 506553)

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Hier der konkrete Grund, wie kommt es, dass... dieser Artikel auf den QS-Seiten eingetragen wurde: Eigentlich wäre mir ein Löschantrag lieber, aber vielleicht fällt ja jemandem was ein, wie man den Artikel eventuell von anderen abgrenzen könnte, denn: 1. Der Artikel deckt sich thematisch weitestgehend mit dem deutlich besseren Artikel Steinzeit, sonstige Aspekte sind in den Artikeln Archäologie und Hominisation beschrieben. 2. Die jüngere Urgeschichte ist kaum erwähnt (Neolithikum gerade mal noch so, Metallzeiten gar nicht bzw. nur in der Tabelle - das wäre aber der einzige Unterschied zum Steinzeit-Artikel. 3. Der Text ist etwas chaotisch und z.T. sachlich falsch, ohne dass ich jetzt hier die was auch immer verzeichnen will nur mal der Anfang: "Vorgeschichte ... dauert ... bis zum Auftregen von Schriftzeugnissen" (korrekt) "Wo schriftliche Aufzeichnungen fehlen, tragen ..." und wo sie da sind ist es keine Urgeschichte mehr. Die Steinzeit endet in Mitteleuropa ca. 2300/2000 v. Chr., nicht, wie im Artikel steht, 4000 v. Chr., auch die Datierungen und Benennungen der frühen Hominiden sind z.T. veraltet. "In den meisten anderen Regionen der Welt handelt es sich bei der Neolithisierung allerdings eher um einen Prozess, der sich zum Teil über Tausende von Jahren erstreckt." Das ist erst Recht im Morgenland der Fall, wo es rund 4000 Jahre dauert, bis Sesshaftigkeit, Ackerbau, Viehwirtschaft und Keramik beieinander sind 212.144.176.65 09:29, 27. Apr 2006 (CEST) P.S. Ich schlage vor, den Artikel durch eine Kurzdefinition Von "Vorgeschichte" bzw. "Urgeschichte" zu ersetzen (Erforschung der vollständig schriftlosen Zeiten der Menschheitsgeschichte) und im Text oder in einer Tabelle auf die einzelnen Spezialartikel zu verweisen (z.B. Steinzeit, Kupferzeit, Bronzezeit, Eisenzeit, Archäologie, Hominisation, etc. zu verweisen.


Die Vorgeschichte oder auchUrgeschichte bezeichnet die Menschheitsgeschichte vom Auftreten der ersten Steinwerkzeuge vor etwa 2,5 Mio. Jahren so weit wie den ersten Schriftzeugnissen, die den Beginn der Frühgeschichte markieren. Dementsprechend unterschiedlich datiert das Ende der Urgeschichte in den Regionen der Welt. Wo schriftliche Aufzeichnungen fehlen, tragenarchäologische und naturwissenschaftliche Methoden, z.B. die Paläoanthropologie oder die Geowissenschaften, zum Beispiel mit dem Bodenradar zur Kenntnisstand dieser Zeitabschnitte bei.

Der Zeitspanne vom Beginn der Menschheit bis zur Einführung der Metallurgie, (in Mitteleuropa vor etwa 4.000 Jahren), wird als Steinzeit bezeichnet. In Mitteleuropa werden zuerst Kupfer, dann Bronze und schließlich Eisen verarbeitet. In anderen Regionen fehlen Kupfer- und/ oder Bronzezeit.


Inhaltsverzeichnis

Zeitliche Einordnung und Untergliederung der Menschheitsgeschichte

Die Steinzeit ist in Abschnitte gegliedert. Summa summarum wird zwischen Altpaläolithikum, Mittelpaläolithikum, Jungpaläolithikum, Mesolithikum und Neolithikum unterschieden, wobei die einzelnen Abschnitte global unterschiedlich benannt, definiert und datiert sind. Die klassische Unterscheidung war das Zeitalter des "geschlagenen Steins" und das des "geschliffenen Steins". Letzteres ist seitdem John Lubbock ein Kennzeichen des Neolithikums (=Jungsteinzeit), das in Mitteleuropa etwa um 5500 ante Christum natum begann. Allerdings gibt es als auch in Irland und in Schweden schon im Mittelsteinzeit geschliffene Steinbeile. Spezialitäten der Neolithikum sind die Domestizierung von Tieren und Pflanzen, Sesshaftigkeit sowie Produktion und z. T. der Benutzung von Keramik. Im vorderen Morgenland gibt es jedoch sesshafte Bauerngesellschaften, die noch keine Keramik nutzen (akeramisches Neolithikum, PPN A und B). In den meisten anderen Regionen der Welt handelt es sich bei der Neolithisierung allerdings eher um einen Prozess, der sich z. T. über Tausende von Jahren erstreckt. Fest steht, dass die "nahrungsproduzierende" Wirtschaftsweise große sozio-ökonomische Veränderungen mit sich brachte. Einen ähnlichen Einschnitt in der Menschheitsgeschichte ist die Entdeckung der Metallurgie (Kupferzeit,Chalkolithikum, Bronzezeit, Eisenzeit) und schließlich die Entwicklung der Hoch- Sumer und Schriftkulturen, beispielsweise europäisch Kreta Frühgeschichte.

Die Tabelle zeigt die archäologische Einteilung, wie sie für Mitteleuropa üblich ist. Die ältesten Funde ergeben jedoch aus Afrika, denn dort stand die Wiege der Menschheit. Die ältesten, sicher datierten Funde in Europa sind nicht älter als 700.000 Jahre.

Erdgeschichtlich fällt die Paläolithikum etwa mit dem Pleistozän, die folgenden Epochen mit dem Holozän zusammen.

 

Epoche Zeitdifferenz in Mitteleuropa Untergliederung in Mitteleuropa Charakteristika in Mitteleuropa Menschenarten
Altsteinzeit oder Paläolithikum 700.000 - 8000 v. Chr. Zeit der Jäger und Sammler. Zu Beginn Geröllgeräte ("chopper tools") und später Faustkeile. Die Steingeräte werden steigernd komplexer und spezialisierter. Um 35.000 erste Belege von Kulten und Kunstgriff in Europa. Hominidenarten:
Homo erectus, Homo sapiens präsapiens, Homo heidelbergensis, Homo neandertalensis, gegen Ende Homo sapiens sapiens
Mittlere Steinzeit oder Mesolithikum 8000 - 5500 v. Chr. Charakteristisch für die Zeit nach dem Ende des Pleistozäns in Europa. Die Jäger und Kollektor aufweisen eine hochstehende Werkzeugkultur mit Stein- und Knochenwerkzeugen, sowie neuen Fernwaffen wie Pfeil und Kurve und ernähren sich viel reichlich je erst einmal von Fisch. Homo sapiens sapiens
Jungsteinzeit o. Neolithikum 5500 - 2200 v. Chr. Die Entstehung des Neolithikums wird mit dem Nahen Osten in Verbindung gebracht. Daher entspringen die ältesten Belege von Getreideanbau vor etwa 11.500 Jahren. Die neue Wirtschaftsweise, sondern sammelnd und jagend ("aneignend") nun "produzierend", setzt sich sechs Jahrtausende später in Mitteleuropa durch. Das Jungneolithikum bedeutet mit der secondary products revolution, die lokal auch das Auftreten erster Kupfergegenstände umfasst, einen wichtigen Einschnitt. Homo sapiens sapiens
Bronzezeit 2200 - 800 v. Chr. Die Einführung der Metallurgie im Osten ermöglicht die Gewinnung und Weiterverarbeitung von Metallen (Gold, Kupfer, Bronze). Erste Schriftquellen im Vorderen Orient/ Ägäis. Homo sapiens sapiens
Eisenzeit seit ca. 800 v. Chr. Homo sapiens sapiens

 

Kritik am Dreiperiodensystem

Die Segmentierung der Geschichte in Steinzeit, Bronzezeit, und Eisenzeit, das Dreiperiodensystem, ist in diesen Tagen ein in den Grundzügen nach wie vor gültiges Konzept, wird aber inzwischen kritisch betrachtet. Die Zerlegung gilt als zu grob und unspezifisch, denn gerade am Übergang von der Stein- zur Metallverwendung sind die Übergänge fließend, und die unterschiedenen Zeiträume sind was auch immer übrige als verhältnismäßig oder wohlproportioniert. So fehlt regional das europäisch existierende aber kurze Mesolithikum. In manchen Regionen ist die Kupferzeit schon zum Ende des Neolithikums belegt.

Übrige Kritiker sind die Kreationisten, die nicht nur diese Unterteilung, anstelle die Zeitberechnungen, besonders die Existenz und Datierung der Altsteinzeit, überhaupt in Anfrage stellen.

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Ur- oder Vorgeschichte

Der kulturelle Fond der Menschwerdung ist der eigentliche Gegenstand der Vor- oder Urgeschichte. Diese läuft in zwei gemeinsam verschränkten Ebenen ab: Einer kulturellen und einer biologisch-evolutionären. Zu verschiedenen kulturellen Epochen sind oben schon für die einzelnen Unterabschnitte ins Detail gehenden Artikel angeführt. Dennoch soll hier ein zusammenhängender erster Überblick besonders über die kulturelle Entwicklung des Leute vorgegeben werden. Die biologische Entwicklung wird im Artikel Hominisation behandelt, auf einzelne Menschenarten wird hier daher nur stark vereinfachend eingegangen.

Paläolithikum

Homo habilis und Geröllgeräteindustrie

Die Menschheitsgeschichte beginnt in Afrika vor ca. 6 Mio. Jahre mit der Entwicklung des aufrechten Ganges durch die Australopithecinen. Für die Ursachen gibt es zig Theorien. Einige vermuten eine Anpassung an Steppenregionen, die im Vorfeld waldig waren. Der aufrechte Gang hätte nicht nur eine bessere Sicht ermöglicht, statt den zusätzlichen Effekt, dass nun die Hände steigernd für sonstige Sachen als die Fortbewegung frei wurden:

Die ersten Angehörigen der Gattung Homo (Hominiden) lebten vor ca. 2,6-2 Mio. Jahren.

Homo erectus und Faustkeilindustrie

Gegen Ende der Zeit, also ca. 1 Million Jahre vor heute, traten zwei wesentliche Neuerungen auf: Die Volk lernten, das Feuer zu nutzen, und begannen vermutlich mit der aktiven Jagd auf Tiere, nachdem sie sich im Vorfeld primär von Pflanzen und Aas genährt haben dürften. Auch wurde der Homo habilis nun endgültig von einer anderen Art, dem Homo erectus abgelöst, der sich vor ca. 1,5 Mio. Jahren zu entwickeln angebrochen hatte ("Olduvai-Hominid 9", ca. 1,2 - 1,5 Mio Jahre). Diese Art war so erfolgreich, dass sie sich massiv ausbreiten konnte: Über ganz Afrika, Kleinasien, Süd- und Mitteleuropa (nah verwandte Art Homo heidelbergensis, 600.000 vor heute; Homo erectus bilzingslebensis vor 400.000 Jahren), und über Indien bis ins heutige Reich der Mitte und nach Südostasien ("Java-Mensch" Pithecanthropos schon vor ca. 1,6 Mio Jahren), wobei die Ausbreitungsrichtung nach Norden vermutlich von gesteigerten kulturellen Fähigkeiten abhing, die den klimatisch schwierigeren Bedingungen contra bieten konnten.

Homo erectus verbesserte zunächst die Steingeräte: Steigernd wurden nun auch die kleineren Abschläge von den Kernsteinen verwendet, an den Kanten retuschiert (nachbearbeitet) und damit für sonstige Aufgaben nutzbar. Einen regelrechten Technologiesprung gab es vor ca. 1.5 Mio Jahren: Nun wurden auch die Kernsteine sehr viel feinfühliger bearbeitet, und zunächst an zwei Seiten so behauen, dass sie eine Spitze ausbilden: Die Faustkeile blieben nahe den bearbeiteten Abschlägen wichtigstes Gerätschaft des Altpaläolithikums bis etwa 130.000 vor heute.

Bei der schon erwähnten Feuernutzung war die Jagd auf Tiere eine wichtige Entwicklung, um das reduzierte pflanzliche Nahrungsangebot außerhalb Ostafrikas auszugleichen. Systematische Jagd auf Groß- und Kleinwild entwickelte sich ab ca. 1 Mio Jahre vor unserer Zeit, als "Abfallprodukte" der Nahrungsbeschaffung erhielt der Mensch nun auch sonstige Rohmaterialien: Felle, die vor Kälte schützten, Knochen, die als Werkzeuge Verwendung fanden. Werkzeuge aus Holz und anderem vergänglichen organischen Stoff sind für diese zweite Hälfte des Altpaläolithikums zu erwarten, naturgemäß archäologisch aber kaum nachweisbar: Ausnahmen bestätigen die Regel, etwa zwei hölzerne Speere mit einem Alter von 370.000 Jahren aus Schöningen.

Neandertaler und Abschlaggeräte

Europäisch entwickelte sich aus dem Homo erectus (möglicherweise aus oder parallel zum Homo heidelbergensis) vor etwa 300.000 Jahren der Neandertaler, eine auf die spezifischen Umweltbedingen der letzten Eiszeit hervorragend angepasste Menschenart.

Die Neandertaler stellen sich in diesen Tagen (entgegen früherer Annahmen) als kulturell entwickelt dar: Bei ihnen sind in Mitteleuropa zum ersten Mal kultische Praktiken nachweisbar, so sind z.B. Bestattungen mit Grabbeigaben belegt, was zeigt das der Neandertaler sprachfähig war. In der Gudenushöhle (Niederösterreich) wurde wenn schon eine Knochenpfeife gefunden. Die Neandertaler entwickelten eine Technik der Steinbearbeitung, bei der nicht länger (nur) die Kerne der Steine das Instrument ergaben, an Stelle bei der die vom Baustein abgehauenen Abschläge selbst Instrument (Klingen) waren bzw. weiterbearbeitet wurden.

Homo sapiens

Daneben (oder aus) dem Homo erectus entwickelte sich eine neue Menschenform, der Homo sapiens. Nicht abschließend geklärt ist, wie weit er sich unabhängig von lokal vorhandenen Menschentypen entwickelte; man tendiert jedoch steigernd dazu, ihn als eine Art zu begreifen, die, vor 150 - 200.000 Jahren in Afrika entstand, sich (nach Homo erectus) daher über die Welt ausbreitete. Der Erdenbürger verfeinert zunächst weiter die Methoden der Steinbearbeitung; z. T. ähneln sie denen der Neandertaler. Ob deren Abhauen auf Konflikte mit dem anatomisch modernen Volk zurückzuführen ist, bleibt umstritten; europäisch könnten sich die 2 Arten vor 30.000-40.000 Jahren begegnet sein, was einige Prozente "neandertalisches" Erbgut erklären würde.

Bemerkenswert sind die ersten Zeugnisse abstrakten (symbolischen) Denkens, die sich am prägnantesten in der Höhlenmalereien ausdrückt, deren älteste auf etwa 35.000 Jahre datieren. Als künstlerische Erzeugnisse (s.auch Kunst) Gültigkeit besitzen jedoch schon mit Gravuren verzierte Knochenobjekte aus Südafrika (Blombos-Höhle), deren älteste auf etwa 77.000 Jahre datieren. Auch sie entspringen vom anatomisch modernen Volk (= H.s.s.). Die Erzeugnisse der Kunstfertigkeit sind Belege einer Religion, die als wesentliche Voraussetzung die Sprachfähigkeit hat.

Mesolithikum und Neolithikum

Die Grundlagen unserer heutigen Zivilisation entstanden erstmal nach dem Ende der letzten Eiszeit. Die Klimagürtel der Erde verschoben sich nach Norden; in Mitteleuropa setzte die Bewaldung (Waldzone) ein. Nach einer Übergangsphase nacheiszeitlicher Jäger und Kollektor (Mesolithikum, in Mitteleuropa etwa 8.000 und 5.500 Jahren vor Chr.), setzen Neuerungen ein, die tiefgreifende sozio-ökonomische Veränderungen mit sich brachten.

Entscheidendes Merkmal der "Neolithischen Revolution" ist die Veränderung der Wirtschaftsweise. Nach Mitteleuropa gelangt die Domestikation von Tieren und Pflanzen vor reichlich 7000 Jahren. Die Mensch sind sesshaft und verwenden Keramik. Auch in der Steintechnologie gibt es Neuerungen; man gefunden den Schliff von Stein.

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Siehe auch

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Literatur

  • Martin Kuckenberg: Vom Steinzeitlager zur Keltenstadt - Siedlungen der Vorgeschichte in Deutschland. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2005, ISBN 3-8062-1446-8
  • Ernst Probst: Deutschland in der Steinzeit. C. Bertelsmann, München 1991

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Weblinks

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