Weimar
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| Bild:Disambig-grau2.png | Dieser Artikel befasst sich mit Weimar in Thüringen. Für andere Bedeutungen, siehe Weimar (Begriffsklärung). |
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| Wappen | Karte |
|---|---|
| Bild:Wappen Weimar.png | Bild:Lage der kreisfreien Gemeinde Weimar in Deutschland.GIF |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Thüringen |
| Landkreis: | Kreisfreie Stadt |
| Höhe: | 208,6 m ü. NN |
| Fläche: | 84,26 km² |
| Einwohner: | 64.361 (30. Juni 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 764 Bevölkerung je km² |
| Postleitzahlen: | 99401 - 99428 (alt: 5300) |
| Vorwahl: | 03643
Taubach:036453 |
| Kfz-Kennzeichen: | WE |
| Gemeindeschlüssel: | 16 0 55 000 |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Schwanseestr. 17 99421 Weimar |
| Offizielle Webseite: | www.weimar.de |
| E-Mail-Adresse: | stadtverwaltung@</br>stadtweimar.de |
| Politik | |
| Oberbürgermeister: | Dr. Volkhardt Germer |
Weimar ist eine an der Ilm gelegene kreisfreie Stadt am Fuße des Ettersberges mitten im Freistaat Thüringen. Sie ist Sitz mehrerer Thüringer Behörden, eines Amtsgerichtes und des Thüringer Verfassungsgerichtshofes. Weimar ist ein Mittelzentrum mit Teilfunktionen eines Oberzentrums und seither 2004 offizielle Trägerin des Beinamens Universitätsstadt.
Gegenwärtig (30. Juni 2005) hat Weimar 64.361 Bevölkerung am Ort des Hauptwohnsitzes, ist somit nach der Landeshauptstadt Erfurt, Gera und Jena die viertgrößte Gemarkung Thüringens und gehört mit Erfurt und Jena zu den wenigen größeren Städten Thüringens mit einer wiederum wachsenden Einwohnerzahl. Nächstgrößere Städte sind Erfurt (ca. 21 km westlich), Jena (ca. 19 km östlich), Halle (Saale) (ca. 72 km nordöstlich) und Bamberg (ca. 125 km südlich).
Weimar ist Sitz von zwei Hochschulen (Bauhaus-Universität Weimar und Hochschule für Musik Franz Liszt) und war der Ort, in dem die Deutsche Nationalversammlung 1919 die Verfassung der ersten Deutschen Republik (vgl. Weimarer Republik) beschloss. Anno 1999 war Weimar Kulturstadt Europas.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie
Geografische Lage
Weimar liegt auf der Ilm-Saale-Platte, am Südrand des Thüringer Beckens, nördlich des Thüringer Waldes. Der höchste Punkt befindet sich mit 486,2 m über NN am Glockenturm Buchenwald. Die zwei tiefsten Punkte im Stadtbereich sind mit 201,2 m über NN die Kirche von Tiefurt und mit 208,6 m über NN der Kegelplatz in der Stadtmitte.
Stadtgliederung
Weimar gliedert sich in folgende Stadtteile:
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Datumsangabe: Tag der Eingemeindung
Geschichte
Der am 21. September 1925 gefundene Ehringsdorfer Urmensch zeigt, dass schon vor 70.000 bis 100.000 Jahren dieses Gebiet besiedelt war.
Die ältesten Aufzeichnungen über die Stadt reichen bis ins Im Jahre899 zurück. Der Name änderte sich im Laufe der Jahrhunderte von "Wimares" über "Wimari" zu "Wimar" und letztlich zu Weimar, was aus den altgermanischen Worten 'wih' (heilig, geweiht) und dem althochdeutschen 'mar' (See, Sumpf oder Moor) herrührt.
Zwischen 946 und 1346 existierte die Grafschaft Weimar besser gesagtWeimar-Orlamünde als eigenständige politische Einheit.
Zwischen 1245 und 1249 wurde die spätere Stadtkirche St. Peter erbaut. 1433 wurde sie den Aposteln Peter und Paul geweiht.
1410 erhielt Weimar schließlich das Stadtrecht.
Ausgangs des 15. Jahrhunderts kam die Gemeinde Weimar in den Hab und Gut der Wettiner und wurde ab 1485 deren Nebenresidenz. In Folge der Besitznahme wurden die ehe schon vorhandenen unbedeutenden Befestigungen einer Burganlage auf die ganze Gemarkung ausgedehnt. Es entstand eine doppelte Stadtmauer gut in Form eines Doppelringes im Abstand von acht bis zehn Metern mit zehn Türmen und vier Toren. Ausschuss dieser Stadtbefestigung sind heute noch vorhanden, so u. a. der sogenannte Kasseturm.
1552 machte Ex-Kurfürst Herzog Johann Friedrich der Großmütige Weimar zur Hauptstadt des Herzogtums Sachsen-Weimar (später Sachsen-Weimar-Eisenach). Haupt- und Residenzstadt blieb Weimar so bis 1918.
Am 4. Oktober 1653 fand zum ersten Mal der Weimarer Zwiebelmarkt statt. Eine wichtige Rolle spielte Weimar als Ort der deutschen Klassik durch die Präsenz von Goethe, Schiller, Herder, Wieland und anderen wichtigen Persönlichkeiten der Epoche.
1846 erhielt Weimar Anschluss an die Eisenbahn aus Halle (Saale).
Anno 1919 fand in Weimar die verfassungsgebende Beisammensein der Nationalversammlung statt. Nach diesem Vorkommnis wurde die dann folgende Ära von 1919 bis 1933 als Weimarer Republik bezeichnet. Zur selben Zeit wurde in Weimar auch das Bauhaus gegründet. Weimar wurde außerdem am 1. Mai 1920 Landeshauptstadt des neugegründeten Landes Thüringen.
Vor des Dritten Reiches lieferten sich die Kulturschaffenden Weimars regelrechte "Publikationsschlachten". Speziell die Auseinandersetzungen zwischen der freigeistigen Gruppe um Harry Graf Kessler, aus der das Bauhaus hervorging (s. o.) und die völkisch-nationalistische Gruppe um Adolf Bartels, die den geistigen Weg zur Macht Adolf Hitlers bereitete, hielten die Gemeinde in ständiger Polarität.
Weimar im Nationalsozialismus
Durch die kulturelle Bedeutung Weimars erhielt die Gemeinde Hitlers besondere Aufmerksamkeit. Eine weitreichende Neugestaltung der Ort wurde durch den Architekten Hermann Giesler geplant und in großen Teilen umgesetzt. Der Gauleiter von Thüringen, Fritz Sauckel, ließ dazu einen Teil des Stadtviertels Asbachgrünzug abreißen, um ein Gauforum zu bauen. Andere Bauten waren
- Hotel ElephantBild:HausSauckel3.jpgVilla Sauckel
- NS-Pressehaus, 1934/35, heute „Thüringische Landeszeitung“/Redaktion
- Landesamt für Rassewesen, 1934/35, heute Bauhaus-Universität Weimar
- Haus der NS-Ärztekammer, 1935, heute Bauhaus-Universität Weimar
- Haus der Gliederungen der NSDAP, ab 1936, heute Haus 3 des LVwA
- Halle der Volksgemeinschaft, ab 1937, heute Einkaufszentrum
- Gebäude der Deutschen Arbeitsfront, 1937, in diesen Tagen Haus 2 des LVwA
- Gebäude des Reichsstatthalters und der Gauleitung, ab 1938, heute Haus 1 des LVwA
- Kreishaus der NSDAP, 1936/37, heute Stadtverwaltung Weimar
- Emmy Göring-Stift, 1936/37, in diesen Tagen Marie-Seebach-Stift/Anbau
- Nietzsche-Gedächtnishalle, ab 1937, heute leerstehend
- Viehauktionshalle, 1937, heute für Kulturveranstaltungen genutzt
- Dienstwohngebäude des Reichsstatthalters“, („Villa Sauckel“), 1937/38, heute Verwaltungsschule der Bundesanstalt für Arbeit
- Gästehaus der Stadt Weimar, 1939/40, heute Studentenwerk/Internat
- Ersatzwohnungsbauten X-Straße, 1937/39, heute „Ferdinand-Freiligrath-Straße“
- Verwaltungsgebäude des Wehrkreises IV, um 1934/35, heute Finanzamt Weimar
- NS-Wohnbebauung im Bereich Windmühlenstraße, 30er Jahre
Außerdem wurde im Saison 1937 mit dem Bau des Konzentrationslagers Buchenwald auf dem Ettersberg begonnen. Von den etwa 250.000 Häftlingen wurden dort gut 56.000 ermordet. Nach dem Ende des Nazi-Regimes wurde es noch 5 Jahre als sowjetisches Internierungslager genutzt, in dem andere 7.000 von 28.000 Inhaftierten starben.
Jüngste Geschichte
Am 5. November 1993 beschlossen die EU-Kulturminister, Weimar für das Im Jahre1999 zur "Kulturstadt Europas" zu ernennen. 1998 wurden das Klassische Weimar, die Entstehung des Bauhauses und der handschriftliche Nachlass von Goethe im Goethe-Schiller-Archiv in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.
Seit dem 1. Mai 2004 ist Weimar offizielle Trägerin des Beinamens "Universitätsstadt". Die Bauhaus-Universität Weimar wurde 1996 von einer Akademie zu einer Universität erweitert.
2004 erhält die Gemarkung Gold beim Bundeswettbewerb Unsere Stadt blüht auf.
Am Tageszeit des 2. September 2004 zerstörte ein Brand in der Anna-Amalia-Bibliothek 50.000 Bücher. Totalverluste sind bei Arbeiten des 16. - 20. Jahrhunderts entstanden. Dazu zählen 35 Ölgemälde mit Fürstenportraits des 16. bis 18. Jahrhunderts. Auch die kulturhistorisch bedeutende Musikaliensammlung von Anna Amalia (1739 - 1807), die durch die Notensammlung der Zarentochter Maria Pawlowna (1786 - 1859) ergänzt worden war, wurde ein Raub der Flammen. 2100 Musikdrucke und über 700 Notenhandschriften gingen verloren. Eine der komplettesten Reihen von Jean Paul-Drucken stand mitten im Brandherd.
Einwohnerentwicklung
Jahr 1955 erreichte die Einwohnerzahl der Gemarkung Weimar mit knapp 67.000 ihren historischen Höchststand. Die Bevölkerungszahl ist seit Ende der 1930er Jahre relativ stabil geblieben und schwankte die ganze Zeit - trotz hoher Erwerbslosigkeit und Geburtenrückgang seit der Wende in der DDR im Jahre 1989 - zwischen 60.000 und 67.000.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter genauer der Stadtverwaltung selbst. Die Unterlagen beziehen sich ab 1843 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1966 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.
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¹ Volkszählungsergebnis
Politik
Stadtrat
Sitzverteilung im Stadtrat (27. Juni 2004):
- CDU: 13
- PDS: 9
- Bündnis 90/Die Grünen: 6
- SPD: 5
- Bürgerbündnis Weimarwerk: 9
Oberbürgermeister
Der noch bis vermutlich Ende Mai 2006 amtierende Oberbürgermeister ist seither 1994 Dr. Volkhardt Germer, wertfrei (früher SED) (*19. Mai 1944 in Weimar). Eine erneute Anwartschaft um das Amt des Oberbürgermeisters bei den Wahlen am 7. Mai 2006 lehnte er ab.
Bei den am 7. Mai 2006 stattfindenden Wahlen um das Amt des Oberbürgermeisters traten sechs Kandidaten an: Stephan Illert (CDU), Dirk Möller (Die Linke.PDS), Stefan Wolf (SPD), Akademiker Dr. Wolfgang Siegfried Hölzer (Bürgerbündnis Weimarwerk), Maria-Elisabeth Grosse (FDP) und Gerhard Pilz (parteilos).
Da keiner der sechs Kandidaten die absolute Majorität erringen konnte erfolgt am 21. Mai 2006 eine Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen: Stefan Wolf (27,7 % bzw. 5.697 Stimmen) und Dozent Dr. Wolfgang Siegfried Hölzer (22,5 % bzw. 4.626 Stimmen). Die Wahlbeteiligung lag mit 40,1 % (52.148 Wahlberechtigte, 20.582 gültige Stimmen, 310 ungültige Stimmen) unter dem Wert der letzten Oberbürgermeisterwahl.
Wahlergebnisse von der offiziellen Homepage der Ort Weimar entnommen
Städtepartnerschaften
- Hämeenlinna, Finnland (seit dem 6. September 1970)
- Trier, Deutschland (seit dem 24. Mai 1987)
- Siena, Italien (seit dem 15. April 1994)
- Blois, Frankreich (seit dem 18. Februar 1995)
Datumsangabe: Tag der Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages
Partnerschaften der Teilorte
- Ehringsdorf: Geislingen am Kocher, Deutschland
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Museen und Bauwerke
- die öffentlichen Einrichtungen der Stiftung Weimarer Klassik und Kunstsammlungen (mittlerweile "Klassik-Stiftung Weimar"):
- Anna-Amalia-Bibliothek
- Goethes Wohnhaus
- Goethes Gartenhaus
- Schillers Wohnhaus mit Schillermuseum
- Stadtschloss
- Wittumspalais
- Schloss und Park Belvedere
- Schloss und Park Tiefurt (Park von Eduard Petzold)
- Schloss und Park Ettersburg
- Römisches Haus
- Liszthaus
- Neues Museum Weimar
- Antiarna-Museum
- Nietzsche-Archiv
- Goethe- und Schiller-Archiv
- Historischer Friedhof mit Fürstengruft und Russisch-Orthodoxer Grabkapelle
- Deutsches Nationaltheater
- Renaissance-Bauten der Markt-Ostseite, u.a. mit dem Cranachhaus
- Stadtmuseum im Bertuchhaus, momentan geschlossen
- Landesdenkmal Großherzog Carl Alexander von Adolf Brütt
- Deutsches Bienenmuseum
- Ginkgo Museum
- Museum für Ur- und Frühgeschichte Thüringens
- Albert Schweitzer Gedenk- und Begegnungsstätte, Museum, Musäushaus
- Haus "Hohe Pappeln"
- Musterhaus "Am Horn"
- Hauptgebäude der ehem. Kunstschule und Kunstgewerbeschule (heute Bauhaus-Universität Weimar)
- alternatives cultur centrum (ACC)
- Gedenkstätte des KZ Buchenwald
- Weimarhaus, Geschichts-Erlebnismuseum
- Weimarer Stadthaus
- Kromsdorf Schloss
- Hotel Elephant
- Gauforum Weimar, ehem. "Halle der Volksgemeinschaft"
Goethes Wohnhaus am Frauenplan |
Goethes Wohnhaus am Frauenplan |
Schillers Wohnhaus in der Schillerstraße |
Römisches Haus im Ilmpark |
Goethes Gartenhaus im Ilmpark |
Sport
- TC Weimar 1912 e.V.
- SC 1903 Weimar
- PSV Weimar
- DLRG Weimar
- Empor Weimar
- VfB Oberweimar
- HSV Weimar
- RFV 1990 "Die Löwen" Weimar e.V.
- VfL Weimar´90
- KSSV Victoria Weimar/Schöndorf
- SSV Vimaria Weimar/TSV Kromsdorf/Empor Weimar (als Spielgemeinschaft)
- SK Falke Weimar (Schach)
Weimarer Selbstverständnis
In Weimar findet alljährlich das Weimarer Kunstfest Pèlerinages statt, eine Reflexion des Jetzt-Zustandes zeitgenössischer Kultur. Für die Jahre 2004–2006 ist Nike Wagner künstlerische Leiterin des Kunstfestes Weimar, das durch das Thüringer Kultusministerium, die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und die Ort Weimar finanziert wird.
Die Gemeinde Weimar vergibt jährlich am 10. Dezember, dem von den Vereinten Nationen proklamierten Internationalen Tag der Menschenrechte, den Menschenrechtspreis der Stadt Weimar an Einzelpersonen, Gruppen oder Organisationen, die sich mit ihrem Wirken für mehr Humanität und Toleranz zwischen den Volk und Völkern, aber namentlich auch für die Sicherung und Erzeugung der Grundwerte Gleichheit, Ungezwungenheit und Recht vor dem Fond ihrer ethnischen und religiösen Identität in ihrer oder für ihre Geburtsland einsetzen.
Wirtschaft und Infrastruktur
Anteile:
- produzierendes Gewerbe: 11,2 %
- Handel/Gastronomie: 37,6 %
- sonst. Betriebe 50,1 %
Es gibt 3344 (2002) Betten in 37 Beherbergungsstätten. Es gab 435.677 Übernachtungen bei einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 1,9 Tagen.
Verkehr
Weimar ist ein Knotenbahnhof mit ICE-Halt der Strecken (Saarbrücken / Karlsruhe / Wiesbaden -) Frankfurt am Main - Leipzig (- Dresden) und (Hamburg -) Berlin - Düsseldorf. In Weimar in die Gänge kommen und die Holzlandbahn nach Gera (frühere Mitte-Deutschland-Verbindung) sowohl .... als auch eine eingleisige Bahnlinie nach Kranichfeld. Zum Stadtgebiet gehören zwei Bahnhöfe (Weimar Haltepunkt und Weimar Berkaer Bahnhof) sowie die vier Haltepunkte WE-Oberweimar (Holzlandbahn), WE-West, WE-Legefeld, Nohra (alle Linie WE - Kranichfeld).
Den öffentlichen Personennahverkehr betreibt die Stadtwirtschaft Weimar GmbH mit einem Stadtbusnetz. Die zentrale Umsteigehaltestelle am Goetheplatz wird von allen 8 Stadtbuslinien bedient. Andere wichtige - jedoch nicht von allen Linien angefahrene - Umsteigehaltestellen befinden sich am Hauptbahnhof, in der Gropiusstraße und am Wielandplatz. In der umliegenden Region, also im Weimarer Land und im Landkreis Sömmerda wird der ÖPNV von der Verwaltungsgesellschaft des ÖPNV Sömmerda und Weimar mbH betrieben. Zwischen 1899 und 1937 besaß Weimar ein Straßenbahnnetz mit 1.000 mm Spurweite, welches durch Busse und Oberleitungsbusse ersetzt wurde. Am 01. April 2006 wurde in den Städten Erfurt, Jena, Weimar, Apolda und im nordwestlichen Landkreis Weimarer Land der einheitliche Verbundtarif Mittelthüringen eingeführt. Alle öffentlichen Nahverkehrsmittel können zum einheitlichen Rate benutzt werden.
Südlich von Weimar verläuft die A 4, deren direkte Anschlussstelle beim Stadtteil Gelmeroda liegt. Außerdem gegen den Wind segeln sich in Weimar die Bundesstraßen B 7 und die B 85
Medien
Weimar ist ein Medienstandort:
- Sitz oder Teilsitz traditioneller oder neu gegründeter Verlage
- Sitz landesweiter Rundfunkanstalten
- Redaktionsort der "Thüringischen Landeszeitung". Außerdem gibt es eine Lokalausgabe der Thüringer Allgemeinen (Erfurt)
- Ausbildungsstätte für medientechnisches Know-How (u.a. eigene Fakultät Medien an der Bauhaus-Universität Weimar)
- Sitz des regionalen Fernsehsenders Salve.TV
- Sitz des lokalen Rundfunksenders Radio Lotte
- Ort eines freien, selbst verwalteten und nicht kommerziellen Netzwerkes - Weimarnetz auf der Basis von Freifunk
Bildung
Schulen
- Berufliches Gymnasium
- Freie Waldorfschule Weimar
- Friedrich-Schiller-Gymnasium
- Goethegymnasium
- Hoffmann-von-Fallersleben-Gymnasium (ab August 2006 "Humboldt-Gymnasium")
- Sophiengymnasium (ab August 2006 "Humboldt-Gymnasium")
- Spezialgymnasium für Musik Schloss Belvedere
- Thuringia International School
Universitäten/Hochschulen
- Bauhaus-Universität mit jetzt etwa 4.700 Studenten
- Hochschule für Musik Franz Liszt (mit dem darin integrierten und mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena kooperierenden Institut für Musikwissenschaft "Weimar-Jena") mit jetzig etwa 850 Studenten
Freizeit
Durch seine zahlreichen Klassikerstätten, durch sonstige Museen, Galerien und Baudenkmale sowie Kulturstätten (Theater, Studenten- und Alternativ-Kultur) ist Weimar das bedeutendste Ziel für Städtetourismus in Thüringen. Weimar liegt am 124 km langen Ilmtal-Radwanderweg und ist gut in das in Thüringen bestehende Netz aus Wanderwegen eingebunden. Das kleinste Museum Weimars ist Marie Seebach in der Tiefurter Allee gewidmet. Wenigstens Vorbild für Giuseppe Verdis Casa Verdi in Mailand.
Persönlichkeiten
Anna Amalia · Kaiserin Augusta · Carl August · Johannes Aurifaber· Josef Albers · Carl Alexander · Carl Philipp Emanuel Bach · Johann Sebastian Bach · Adolf Bartels · Gerhard Baumgärtel · Ludwig Bechstein · Fritz Bennewitz · Sibylle Berg · Hector Berlioz ·Bernhard von Sachsen-Weimar · Friedrich Justin Bertuch · Arnold Böcklin · Karl August Böttiger · Adolf Brütt · Lothar-Günther Buchheim - Clemens Wenzeslaus Coudray · Lucas Cranach der Ältere · Lucas Cranach der Jüngere · Adolf von Donndorf · Carl Eberwein · Johann Peter Eckermann · Gottlieb Elster · Otto Erler · Paul Ernst · Ernst August I. (Sachsen-Weimar-Eisenach) · Johannes Daniel Falk · Lyonel Feininger · Elisabeth Förster-Nietzsche · Christian Frank · Caspar David Friedrich · Freiherr Ernst Christian August von Gersdorff · Luise von Göchhausen · August von Goethe · Christiane von Goethe · Johann Wolfgang von Goethe · Charles Gore · Hans Gerhard Gräf · Walter Gropius · Julius Grosse · Alfred Götze · Gertrud Grunow · Georg Haar · Ernst Hardt · Reinhard Hauke · Friedrich Hebbel · Jutta Hecker · Johann Gottfried Herder · Ludwig von Hofmann · Wolfgang Hohlbein · Christoph Wilhelm Hufeland · Johann Nepomuk Hummel · Franz Huth · Johannes Itten · Christian Joseph Jagemann · Wassily Kandinsky · Harry Graf Kessler · Wulf Kirsten · Paul Klee · Karl Ludwig von Knebel · August von Kotzebue · Franz Liszt · Fritz Mackensen · Gerhard Marcks · Georg Mardersteig · Paul Michaelis · Adam Mickiewicz· László Moholy-Nagy · Georg Muche · Friedrich von Müller · Johann Karl August Musäus · Friedrich Nietzsche · Lorenz Oken · Hans Olde · Jean Paul · Arnold Rudolf Paulssen · Hans Constantin Paulssen · Maria Pawlowna · Carl Leonhard Reinhold · Johann Friedrich Röhr · Friedrich Schiller · Baldur von Schirach · Carl von Schirach · Oskar Schlemmer · Arthur Schopenhauer · Johanna Schopenhauer · Daniel Schumann · Konrad Samuel Schurzfleisch · Marie Seebach · Charlotte von Stein · Richard Strauss · Harry Thürk · Henry van de Velde · Christian August Vulpius · Melchior Vulpius · Ernst Wachler · Richard Wagner · Julius Wahle · Richard Wetz · Christoph Martin Wieland · Ernst von Wildenbruch · Bernhard von Zech · Hans Severus Ziegler
Sonstiges
Die Bürger Weimars werden als Weimarer bezeichnet. Weimaraner ist eine Hunderasse, die im 19. Jahrhundert hier gezüchtet wurde.
Literatur
- Weimar, in: Meyers Konversationslexikon, 4.Aufl. 1888/89, Bd.15, S.489.
- Annette Seemann: Weimar - ein Reisebegleiter. Insel, ISBN 3-458-34766-6
- Peter Merseburger: Mythos Weimar - Zwischen Geist und Macht. dtv, ISBN 3-423-30787-0
- Merian: Weimar. Jahreszeiten Verlag, ISBN 3-7742-9901-3
- Angela Pfotenhauer, Elmar Lixenfeld: Weimar – Welterbe. Monumente-Edition. Monumente-Publikation der Deutschen Dotierung Denkmalschutz, Bonn 2006, ISBN 3-936942-65-X oder etwaISBN 3-936942-66-8
- Justus H. Ulbricht: Klassikerstadt und Nationalsozialismus. Kultur und Politik in Weimar 1933 bis 1945. Weimar 200, ISBN 3-931743-55-1
- Norbert Korrek, Justus H. Ulbricht, Christiane Wolf: Das Gauforum in Weimar. Ein Erbe des 3. Reiches. Weimar o.J., ISBN 3-86068-146-X
Weblinks
| (TID 646251) | Wikinews: Themenportal Weimar – aktuelle Nachrichten |
(TID 342006)
| (TID 646251) | Commons: Weimar – Bilder, Videos und/oder Audiodateien |
(TID 269231)
| (TID 646251) | Wiktionary: Weimar – Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen |
(TID 222120)
- Offizielle Website
- Historischer Rundgang
- Geläute der Glocken] der Stadtkirche und der Buchenwaldglocke
- http://www.weimar-compact.de
- Weitere Links zum Thema „Weimar“ im Open Directory Project
(TID 499888)
Quedlinburg | Bauhaus-Stätten in Dessau und Weimar | Martin Luther-Stätten in Eisleben und Wittenberg | Das klassische Weimar | Wartburg | Dessau-Wörlitzer Gartenreich | Kulturlandschaft Dresdner Elbtal | Fürst-Pückler-Park Bad Muskau
(TID 223096)
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Altenburger Land | Eichsfeld | Eisenach | Erfurt | Gera | Gotha | Greiz | Hildburghausen | Ilm-Kreis | Jena | Kyffhäuserkreis | Nordhausen | Saale-Holzland-Kreis | Saale-Orla-Kreis | Saalfeld-Rudolstadt | Schmalkalden-Meiningen | Sömmerda | Sonneberg | Suhl | Unstrut-Hainich-Kreis | Wartburgkreis | Weimar | Weimarer Land
(TID 223096)
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Koordinaten: 50° 58' 60" N 11° 19' 0" O
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