Zeit des Nationalsozialismus
Aus Schlauweb
Die Zeit des Nationalsozialismus, in einem geschichtlich inkorrekten Sinn auch als „Drittes Reich“ bezeichnet, umfasst die Geschichte des Deutschen Reiches in der Zeit vom 30. Januar 1933 bis zum 8. Mai 1945, also die Regierungszeit der totalitären Diktatur der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) unter Adolf Hitler. Der Begriff meint hier nicht nur dessen Politik, statt auch seine Ideologie, deren Geschichte und Wirkungen über die Regierungsdauer der Nationalsozialisten hinausgeht.
Nationalsozialismus
Die älter herrschende, staatlich verordnete totalitäre Ideologie des Nationalsozialismus gilt als Modifikation des ursprünglich in Italien geprägten Faschismus. Mit diesem verbinden ihn einige wesentliche Merkmale, zum Beispiel:
- antidemokratischer Führerkult,
- Militarismus,
- aggressiver Nationalismus
- der Anspruch einer aus dem Sozialismus entlehnten "Einheit von Volk und Staat".
In Italien war der originäre Faschismus unter dem so genannten "Duce" (= Führer) Benito Mussolini von 1922 bis 1943 an der Macht. Seit Beginn des 2. Weltkriegs war Italien zusammen mit dem Kaiserreich Japan der wichtigste politische und militärische Verbündete des Deutschen Reiches (vgl. Achsenmächte).
Zur Urgeschichte des Nationalsozialismus gehört anliegend zunächst der deutschvölkische Antisemitismus, der die faschistischen durch rassistische Elemente und weit aggressivere Vernichtungsziele ergänzte.
In Österreich begann die Zeit des Nationalsozialismus mit seinem "Anschluss" an das nunmehr "Großdeutsche Reich" im März 1938. Auch dort gab es eine längere Vorgeschichte, zu der auch ein österreichischer Ableger der NSDAP gehörte.
Die NS-Propaganda nannte das auf die Person Adolf Hitlers ausgerichtete Herrschaftsform anfänglich auch "Drittes Reich". Dieser geschichtlich falsche Begriff hat sich bis auf den heutigen Tag im deutschen Sprachbereich, aber auch im englischen Sprachbereich als "Third Reich" als Synonym für die NS-Diktatur eingebürgert.
Welthistorische Wirkungen erlangte das NS-Regime besonders durch den von Hitler ausgelösten 2. Weltkrieg, der ca. 55 bis 60 Mio. Menschenleben forderte, und den Holocaust: einen bis auf den heutigen Tag beispiellosen, weil erstmal industriell betriebenen Völkermord, dem allein etwa 6 Mio. europäischer Juden zum Opfer fielen. Hinzu kamen sonstige Massenmorde an verschiedenen Bevölkerungsgruppen, die im NS-Jargon als "unerwünscht", "lebensunwert" oder "rassisch minderwertig" galten: beispielsweise an Behinderten, Sinti und Roma, Zeugen Jehovas, Homosexuellen, Slawen (vor allem Polen und Russen) sowie verschiedenen Regimegegnern.
Die Zeit des Nationalsozialismus wird oft in die Vorkriegszeit (1933 bis 1939) und die Zeit des Zweiten Weltkriegs (1939 bis 1945) unterteilt. Der Artikel berücksichtigt außerdem die Vorgeschichte.
Geschichtlicher Ablauf
Deutschland und der Nationalsozialismus vor der Machtübernahme
siehe auch: Deutsches Kaiserreich, Weimarer Republik, Geschichte der Parteien in Deutschland
Wurzeln und Bestandteile der NS-Ideologie
siehe auch: Rassentheorien
Die Ursprünge des Nationalsozialismus gehen in erster Linie auf antisemitische und nationalistische Stimmungen und Ziele zurück, die während des Kaiserreichs in der deutsch-völkischen Bewegung vertreten waren.
Daraus gingen gegen Ende des 19. Jahrhunderts unterschiedliche kleine Parteien und Gruppen hervor, deren wichtigste Gemeinsamkeit der Antisemitismus und die Gewandtheit zu terroristischer Gewalt gegen Andersdenkende war. Eine davon war die Thule-Gesellschaft: Sie entstand in der Endphase des 1. Weltkriegs als eine Art Geheimbund. Zig seiner Mitglieder wechselten bald nach ihrer Gründung in die neue NSDAP über: unterhalb auch spätere NS-Größen und führende "Ideologen" wie Alfred Rosenberg, Rudolf Hess, Hans Frank oder Julius Streicher.
Die NSDAP verfügte jedoch zunächst nicht über eine einheitliche Programmatik. Partei-Ideologen griffen auf ein Ballung verschiedener philosophischer und pseudowissenschaftlicher Theoreme des 19. Jahrhunderts zurück, die unausgeglichen nebeneinander standen: Bruchstücke der Ideen Friedrich Nietzsches, genetische Begründungen des Rassismus unter Belegstelle auf die Forschungen Charles Darwins (vgl. Sozialdarwinismus), antisemitische Verschwörungstheorien wie die "Protokolle der Weisen von Zion", esoterische Elemente und ein "völkischer" Antikapitalismus.
Das Symbol der Swastika (Hakenkreuz) übernahmen die Nationalsozialisten aus asiatischer und germanischer Mythologie. Als Heilsbringer aufgefasst, ersetzte es in gewisser Weise den mit dem christlichen Kreuzessymbol verbundenen Messianismus durch eine politische Heilserwartung. Ihre Flaggenfarben knüpften bewusst an das Schwarz-Weiß-Rot der Kaiserzeit an, wobei die Übermacht der Farbe Rot auch den Kommunismus beerben und dessen Anhänger beeindrucken sollte. Auch der Name "National-Sozialismus" appellierte an Wählerschichten der Rechten wie der Linken zugleich, um sie auf die eigene Seite zu ziehen.
Die Geschichtsauffassung des Marxismus, nach der die Geschichte eine Abfolge von Klassenkämpfen darstellt, wurde von den Nationalsozialisten, insbesondere von Hitler, umgedeutet, und in seiner programmatischen Werk „Mein Kampf“ definiert als eine Abfolge von "Rassenkämpfen" um „Lebensraum“, an deren Ende die "gesündeste" und "durchsetzungsfähigste" "Rasse" obsiege, nachdem sie "minderwertige Rassen" ausgerottet oder versklavt habe.
Laut Hitler war die "arische" Rasse, zu der er das „deutsche Volk“ zählte, zu diesem Sieg auserwählt. Als Hauptfeind in diesem "Menschheitskampf" - noch vor anderen "Rassen" -, bezeichnete Hitler dabei die Juden, die er nicht als Religionsgemeinschaft, statt - gegen jeglichem Augenschein - als "Rasse" definierte, deren besondere Bedrohung darin bestehe, die verschiedenen "Rassen" vermischen zu wollen, und dabei auf Ideologien wie den Liberalismus, Internationalismus, Pazifismus oder den Marxismus zurück griffen. Dadurch würden sie an sich "gesunde Rassen" zersetzen.
Wo die Nationalsozialisten nicht-arische "Rassen" "nur" als „Untermenschen“ betrachteten, wurden „die Juden“ im Sprachgebrauch Hitlers zu „Ungeziefer“ und „Krankheitserregern“.
Entstehungsbedingungen
Kriegsniederlage
siehe Hauptartikel: Erster Weltkrieg, Novemberrevolution
Die verbreitete Ablehnung der Republik wurde durch verschiedene Faktoren begünstigt. Dazu gehörten zunächst überwiegend die Maßnahmen der kaiserlichen Obersten Heeresleitung (OHL) am Ende des Ersten Weltkriegs, die die Kriegsführung zu verantwortlich hatte. Im September 1918 mussten die Generäle Erich Ludendorff und Paul von Hindenburg die Kriegsniederlage einräumen und stuften den Scharmützel als aussichtslos ein. Sie empfahlen dem Kaiser nun, die zunächst abgelehnten Waffenstillstandsbedingungen des US-Präsidenten Woodrow Wilson anzunehmen und die Regierungsverantwortung den liberalen und demokratischen Kräften anzuvertrauen, was in den Oktoberreformen geschah. Damit schoben sie zugleich die Verantwortung für ihr Versagen und dessen Folgen ab, so dass die Zustimmung zu den Kapitulationsbedingungen des 10. November 1918 und später zum Versailler Vertrag formell nicht länger in ihre Zuständigkeit fiel.
Diese Sachlage ermöglichte die seit etwa 1920 verbreitete Propagandalüge der "Dolchstoßlegende". Hindenburg selbst stellte diese auf, indem er behauptete, das "...im Felde unbesiegte deutsche Heer" sei "von hinten...erdolcht..." worden. Der Beschuldigung sollte die linken Kräfte treffen, deren Novemberrevolution das von den Generälen hinausgezögerte Kriegsende oktroyiert hatte. Die Dolchstoßlegende wurde von zahlreichen Medien, zuerst des Hugenberg-Pressekonzerns, hingerissen aufgegriffen und propagiert.
Revolution und Entstehung der Republik
siehe Hauptartikel: Novemberrevolution, Weimarer Republik
Die Novemberrevolution ermöglichte zwar die Gründung der Republik; doch in ihrem Verlauf sah die SPD-Führung um Friedrich Ebert, Philipp Scheidemann und Gustav Noske an erster Stelle eine Bedrohung durch weitergehende Forderungen der Revolutionäre. Um dieser Risiko zu begegnen wurde der Ebert-Groener-Pakt geschlossen: Die neue Regierung erhielt die Unterstützung rechtsextremer Gruppen wie den Freikorps und regulärer Truppen, im Gegenzug verzichtete sie auf demokratische Reformen bei der Reichswehr. So war schon die Entstehung der ersten Volksherrschaft auf deutschem Boden von blutigen, bürgerkriegsartigen Auseinandersetzungen überschattet. Diese begünstigten auch bei Teilen der linken Wählerbasis eine republikfeindliche Einstellung.
Die Strukturen und das Angestellte der Kaiserzeit mit oft rechtsextremer Einstellung in weiten Teilen von Wirtschaft, Verwaltung, Justiz und Militär wurden in die Weimarer Republik übernommen. Die Weimarer Reichsverfassung schützte ausdrücklich einige Privilegien des kaiserlichen Beamtenapparats.
Die NSDAP war weder die einzige noch die erste rechtsextreme Partei, die die parlamentarisch-demokratische Weimarer Republik von Grund auf ablehnte und bekämpfte. Diese Haltung verband sie vielmehr mit einer Reihe von national-konservativen und nationalistischen Parteien, die sich um 1918/1919 neu gründeten, zuvor die DNVP. Sie vertrat die antidemokratische Grundsätzliche Einstellung von großen Teilen des konservativen, d.h. monarchistisch-kaisertreuen Bürgertums.
Seither 1919 begingen Rechtsextremisten relativ häufig politische Morde an bedeutenden Vertretern der Arbeiterbewegung (z.B. Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht, Kurt Eisner). Die Münchner Räterepublik wurde durch die Freikorps viehisch niedergeschlagen, und auch liberale und konservative sogenannte Erfüllungspolitiker (Walter Rathenau, Matthias Erzberger) wurden Opfer von Mordanschlägen. Rechtsextreme Täter entgingen häufig einer Strafverfolgung oder wurden milde bestraft, gegen politisch motivierte Straftaten von Sozialisten und Kommunistische Partei Deutschlands ging die Rechtsprechung mit äußerster Härte vor.
Diese Blindheit galt auch für die massenwirksame Propaganda, die nicht nur von den Rechtsextremen selbst ausging, anstatt von einer Menge "bürgerlicher" Medien einzeln und mitgetragen wurde. Die Demokraten in der Verwaltung der Weimarer Republik wurden teilweise systematisch verunglimpft: so z.B. der Berliner Polizeipräsident Bernhard Weiß, der gegen Rechtsbrüche der SA vorging. Die Bildung solcher paramilitärischen Verbände wurde gleichfalls von den Behörden geduldet: Die SA begleitete die Versammlungen und Kundgebungen ihrer Politische Kraft und begann auch bei anderen Parteiversammlungen wieder und wieder Straßen- und Saalschlachten.
Ansonsten verhinderten institutionelle und verfassungsrechtliche Defizite der Weimarer Republik zeitweise eine tragfähige, demokratisch legitimierte Politik. Das geltende Verhältniswahlrecht ohne Sperrklausel verhalf auch kleinsten Splitterparteien zu Haftstrafe verbüßen im Reichstag. Diese hatten weniger die Interessen der Gesamtbevölkerung als die ihrer Klientel im Auge. Dadurch wurden oft eindeutige Mehrheiten verhindert und heterogene Regierungskoalitionen erzwungen, die dann in Krisenzeiten auseinanderbrachen oder dazu führten, dass man die Arbeit durch ein Ermächtigungsgesetz der Regierung überließ. So wurden mehrfach Neuwahlen ausgerufen. Gerade dies führte am Ende der Republik zu einer Politik, die von Notverordnungen des mächtigen Reichspräsidenten geprägt war. All dies lähmte den demokratischen Willensbildungsprozess und verstärkte die Enttäuschung der Bürger mit den etablierten politischen Parteien in den Zeiten der Krise.
Weimarer Republik
siehe Hauptartikel: Weimarer Republik
1920-1925: Gründung, Verbot und Neuaufbau der NSDAP
Die NSDAP ging am 24. Februar 1920 in der noch jungen Weimarer Republik aus der Deutschen Arbeiterpartei (DAP) in München hervor. Sie vertrat in ihrem 25-Punkte-Programm von Anfang an entschieden antidemokratische, völkisch-nationalistische und rassistische, zu Beginn antisemitische Positionen. Ende des Jahres erwarb sie den Münchner Beobachter und macht ihn zum Völkischen Beobachter (VB), dem "Kampfblatt der nationalsozialistischen Bewegung Großdeutschlands". Anfänglich ermöglichte er es Hitler, die Leute öfter, ab 8. Feber 1923 täglich zu erreichen. Nach der Machtübernahme hatten die Artikel des VB offiziellen Charakter.
Adolf Hitler war bis nachher ein in der Öffentlichkeit unbekannter, erfolgloser, 1913 nach Bayern umgezogener österreichischer Kunstmaler und im 1. Weltkrieg einfacher Soldat (Gefreiter) in einem bayrischen Regiment gewesen. I. A. des Militärs besuchte er u. a. Veranstaltungen der DAP und wurde zunächst von ihr als Charakter angeworben. In dieser Funktion kam er zum Ruf eines "Trommlers" und "Einpeitschers" der Partei, der er in Bayern schnell einen gewissen Zulauf aus völkischen Kreisen beliefern konnte. Hitler wurde 1921 zum Vorsitzenden der NSDAP, nachdem sein Redetalent für die Politische Kraft kaum unabkömmlich geworden war. Der Organisation schlossen sich auch einmal führende kaisertreue Militärs an, so z. B. ex-General Erich Ludendorff, im 1. Weltkrieg Charakter der Obersten Heeresleitung.
Die NSDAP-Mitglieder gehörten von Beginn an zu den entschiedensten Gegnern der Republik, wenngleich auch sie in ihrem Rahmen Wähler zu gewinnen versuchten. Zuerst konnte die neue rechtsextreme Politische Kraft die antidemokratische Grundströmung nicht auf ihre Mühlen lenken. Aber sie nutzte die allgemeine Ablehnung des Versailler Vertrages, um die von ihr so bezeichneten "Novemberverbrecher" an den öffentlichen Pranger zu stellen. Wie allen Rechtsextremen galten ihr besonders die führenden SPD-Politiker, denen 1918 die Macht übergeben worden bzw. "zugefallen" war (Friedrich Ebert, Philipp Scheidemann), als Erfüllungsgehilfen der alliierten Siegermächte des 1. Weltkriegs. Sie diffamierte die Parlamentarismus als vorübergehende Erscheinung und nannte sie "Systemzeit". Eine große Hilfe waren die hohen Reparationsforderungen der Alliierten.
Der Kapp-Putsch vom März 1920 stellte die Republik auf eine erste Bewährungsprobe. Freikorps unter General von Lüttwitz besetzten das Berliner Regierungsviertel und ernannten den ehemaligen Generallandschaftsdirektor Wolfgang Kapp zum Reichskanzler. Die legale Regierung zog sich zunächst nach Dresden und anschließend nach Stuttgart zurück und rief daher aus zum Generalstreik gegen die Putschisten auf. Der Umwälzung scheiterte rasch; kritisch für die Niederlage war die Verweigerung der Ministerialbürokratie, den Anordnungen Kapps Folge zu leisten. Die Reichswehr hatte sich demgegenüber abwartend verhalten (Hans von Seeckt: „Truppe schießt nicht auf Truppe.“).
Die NSDAP gewann zunächst in erster Linie in München eine gewisse Anhängerschaft, spielte aber in Bayern während der ersten Jahre der Republik ansonsten kaum eine wichtige politische Rolle. Außerhalb Bayerns wurde Hitler Anfang der 1920er Jahre nicht real ernst genommen.
Dennoch versuchten Hitler und Ludendorff mit übereinkommen Parteigängern am 9. November 1923 beim so genannten Hitler-Ludendorff-Putsch, ausgehend von einer Begegnung im Münchner Bürgerbräukeller, deren Führung Hitler an sich gerissen hatte, die Regierung in Bayern und im Reich abzusetzen. Die verschiedenen Krisen im Deutschen Reich, so etwa die große Inflation (vgl. Deutsche Inflation 1914 bis 1923) oder die französisch-belgische Ruhrbesetzung, sowohl als auch Folgen der Niederlage im 1. Weltkrieg und dem Versailler Vertrag, den Hitler und die Seinen als "Verrat der Demokraten am im Felde unbesiegten deutschen Heer" betrachteten (vgl. Dolchstoßlegende), schienen ihm als günstige Voraussetzungen, den Wende zu wagen. Verschiedene Unzufriedene, wie entlassene Offiziere und Personen die durch die Aufblähung der Geldmenge tatsächlich enteignet worden waren, sammelten sich in der NSDAP
Beim anschließenden Marsch auf die Feldherrnhalle wurde der Putschversuch jedoch schnell von der bayerischen Landespolizei niedergeschlagen. Kurz darauf wurde Hitler zur gesetzlichen Mindeststrafe von 5 Jahren Festungshaft in der Festung Landsberg verurteilt und die NSDAP zunächst verboten. Den Prozess konnte Hitler als Propagandaveranstaltung nutzen. In der Haft, während der Hitler zahlreiche Vergünstigungen genoss, entschloss sich Hitler, die Macht in Deutschland auf legalem Wege zu erringen. Er diktierte seinem damaligen Sekretär und späteren Stellvertreter Rudolf Hess seine programmatische Autobiografie "Mein Kampf", in der er seine Ziele und Vorhaben, die er nach 1933 umsetzen sollte, vorher nahm.
Der Hitlerputsch war der vorläufige Höhepunkt der Rechtsextremen gewesen, mit einem wirtschaftlichen Aufschwung fiel ihre Bedeutung. Auf dem Markt erschienen Neuheiten wie der für alle zugängliche Radio oder erschwingbare Autos aus der Massenproduktion, die von den Nationalsozialisten früh und siegreich genutzt wurden.
Die nationalsozialistische Bewegung zerbrach in zahlreiche Parteien, von denen aber nur 2 eine gewisse Bedeutung erreichten und die auch summa summarum an Stimmen verloren. Eine der beiden bedeutenderen war die Großdeutsche Volksgemeinschaft unter dem von Hitler ausgewählten Alfred Rosenberg, der im Juli 1924 von Julius Streicher und Hermann Esser abgelöst wurde. Sie konkurrierte mit der Nationalsozialistischen Freiheitsbewegung Großdeutschlands mit Gregor Strasser und Erich Ludendorff.
Schon am 20. Dezember 1924 wurde er nochmals aus der Haft entlassen.
1925-1929: Die NSDAP als Splitterpartei
Am 27. Februar wurde die NSDAP in München neu gegründet und die meisten nationalsozialistischen Gruppen und Parteien vereinigten sich in ihr unter der unumschränkten Führung Hitlers. Die Strukturen der Politische Kraft wurden in den folgenden Jahren geprüft und ihre Organisation verbessert.
Als 1924 dem Reichspräsidenten Friedrich Ebert im Dolchstoßprozess vorgeworfen wurde, durch seine Mitwirkung an den Streiks während des Weltkriegs habe er Landesverrat begangen, ließ er eine Blinddarmentzündung nicht rechtzeitig behandeln und starb 1925. Die folgende Wahl gewann der trotz gegenteiliger öffentlichen Bekundigungen noch immer seinem ehemaligen Kaiser treue parteilose Paul von Hindenburg, der von den meisten Rechtsparteien, ihnen voran der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP) unterstützt wurde. Hindenburg hatte einen wesentlichen Anteil an der Dolchstoßlegende, die er im November 1919 vor einem Untersuchungsausschuss der Weimarer Nationalversammlung das erste Mal öffentlich dargelegt hatte. Für die Wahl hatte die NSDAP mit Erich Ludendorff ebenso einen Kandidaten aufgestellt, der aber mit 1,1% im ersten Wahlgang scheiterte. Hitler, der im selben Jahr seine österreichische Staatsbürgerschaft abgelegt hatte und somit überwiegend (bis 1932) als staatenlos firmierte, hatte jedoch zunächst in übereinkommen deutschen Ländern noch öffentliches Redeverbot, das zuletzt 1928 in Preußen aufgehoben wurde, nachdem er nun bekundete die Machtübernahme auf legalem Weg erreichen zu wollen.
1926 konnte sich Hitler auf dem ersten Reichsparteitag der NSDAP in Weimar gegen die Brüder Gregor und Otto Strasser, die den "linken" Parteiflügel anführten, durchsetzen. Von jetzt an setzte er seine Hoffnungen namentlich in die Wählerschichten des Mittelstandes und der Landbevölkerung, die mit der herrschenden Politik dank wirtschaftlicher Belastungen und entsprechenden Einbußen besonders sauertöpfisch waren.
Allerdings war die NSDAP bis zur Reichstagswahl von 1930 kaum gut eine Splitterpartei, und nur eine von vielen im Reichstag vertretenen völkischen Parteien am politischen rechten Rand. Die tief größte und einflussreichste unter ihnen, die den völkischen Block anführte, war die DNVP. Bei der Reichstagswahl am 20. Mai 1928 verlor die NSDAP wenn schon zwei Mandate und kam mit 2,6 % der Wählerstimmen auf nur 12 Sitze im Reichstag.
Nachdem sich die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse in Deutschland, die seit 1924 relativ stabil geworden waren, ab Mittelpunkt 1929 innerhalb weniger Monate nochmal katastrophal verschlechterten, änderte sich die politische Parteienlandschaft in kurzer Zeit für der ideologischen Pole am linken und rechten "Rand der Gesellschaft", was sich gerade auch auf die NSDAP begünstigend auswirkte.
1929‒1933: Krise der Republik - der Weg der NSDAP zur Macht
1929 konnte die NSDAP und Hitler mit dem Referendum über den Young-Plan zur Reorganisation der Reparationszahlungen, dessen Subjekt der Pressezar und DNVP-Angehörige Alfred Hugenberg war, abermals auf die politische Bühne zurückkehren. Der Volksbegehren scheiterte, die NSDAP aber hatte mit ihrer Manipulation neue Wählerkreise erreichen können.
In den folgenden Jahren gewann die NSDAP wiederholt mehr und mehr an Bedeutung. Grund war vorerst die Weltwirtschaftskrise, die auch durch die starken Finanzverflechtungen in Verbindung mit den Reparationszahlungen Deutschlands verstärkt wurde.
Im Umfeld der Weltwirtschaftskrise stieg die Arbeitslosigkeit in Deutschland sprunghaft an. So verstärkte sich bei vielen Wählern nun der Ruf nach einem „starken Mann“. Vor diesem Fond gewann die Volksverdummung der NSDAP innerhalb kurzer Zeit ungeahnte Überzeugungskraft: Hitlers Wahlkampfparole, sein Ziel sei es, die „politischen Parteien aus Deutschland hinweg zu fegen“, stieß nun bei vielen Unzufriedenen, besonders aus der Mittelschicht, auf offene Ohren. Sie trieb ihm jede Menge Wähler zu, nicht nur aus dem völkisch-nationalen, an Stelle auch dem bürgerlich-konservativen Lager.
Die Nationalsozialisten verstanden es, die Massen durch Großveranstaltungen für sich zu gewinnen, und nutzten modernste Wahlkampfmittel, z. B. die konsequente Emotionalisierung und die Benutzung von Flugzeugen. Hitlers Angriffe richteten sich gegen alles, was mit dem „Weimarer System“ in Verbindung gebracht wurde - vom Parteiensystem, existent aus verschiedenen relativ kleinen Parteien und Splitterparteien, bis hin zum eigentlichen demokratisch-parlamentarischen Prinzip.
Im März 1930 zerbrach die von dem Sozialdemokraten Hermann Müller geführte Große Koalition über der Fragestellung einer geringfügigen Beitragserhöhung für die Arbeitslosenversicherung. Reichspräsident Hindenburg ernannte den Zentrumspolitiker Heinrich Brüning zum Kanzler. Mit dem Ernennungsrecht nach Art. 53 WRV war in Verbindung mit dem Notverordnungsrecht nach Art. 48 WRV und dem Parlamentsauflösungsrecht nach Art. 25 ein Präsidialkabinett möglich, also eine Minderheitsregierung, die nur auf das Vertrauen des Präsidenten und dessen Notstandsvollmachten gestützt war. Ein solches Präsidialkabinett wurde unter Brünings Führung etabliert. Zu dieser Entscheidung hatte das Fehlen einer arbeitsfähigen Regierung ebenso beigetragen wie die mangelnde Konsensfähigkeit der Parteien. Dass jedoch tatsächlich alle Verhandlungsspielräume erschöpft waren, wurde bezweifelt. Auch wurden nur die Minister der SPD ausgewechselt, so dass ein vom Präsidenten gewünschter und von den meisten Parteien unterstützter Schwenk nach rechts wahrscheinlich war.
Da das Hohes Haus von dem Recht Benutzung machen wollte, die Notverordnungen des Präsidenten aufzuheben, löste dieser am 18. Juli 1930 den Reichstag auf. Bei den Wahlen konnte die NSDAP die Zahl ihrer Abgeordneten von 12 auf 107 erhöhen und wurde damit zur zweitstärksten Partei. Jetzt gab es nicht wieder einmal eine Majorität für eine Große Bündnis im Reichstag, der kumulativ zum Talkshow für die Agitation rechter und linker Gegenspieler der Republik wurde. In einem Prozess gegen Offiziere der Reichswehr, denen die Verbreitung von nationalsozialistischer Manipulation vorgeworfen wurde, bezeugte Hitler in seinem öffentlichkeitswirksamen Legalitätseid, dass er die Macht „nicht mit illegalen Mitteln“ anstrebe, und trat damit Gerüchten über einen Revolution entgegen. Die NSDAP brauche „noch zwei bis drei Wahlen“, dann werde sie „in der Majorität sitzen“ und „den Staat so gestalten, wie wir ihn haben wollen“.
Aber nicht nur der rechte Flügel der Parteienlandschaft erstarkte, statt auch der extrem linke. Die republik-freundlichen Sozialdemokraten verloren im Gegensatz zu den Liberalen weniger Stimmen, die Kommunistische Politische Kraft Deutschlands (KPD) konnte selbst Stimmen gewinnen und wurde zu einer bedeutenden Macht im Abgeordnetenhaus und auf der Straße. Denn längst hatte sich der Kampf, ausgehend von den Kampforganisationen der NSDAP (SA und SS) und der KPD (Roter Frontkämpferbund), auf die Straße verlagert, wo sich partiell bürgerkriegsähnliche Szenen abspielten. Daran hatten selbst die republikanisch gesinnten Kräfte mit einem eigenen Kampfverband, dem sozialdemokratisch dominierten Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Anteil. Auch diese chaotischen Gewaltszenen spielten letztlich – wenngleich diese oft dafür verantwortlich waren – den Nationalsozialisten in die Hände, da Hitler immer häufiger als „letzte Karte“ ins Spiel gebracht wurde, der die geordneten Verhältnisse wiederherstellen würde.
Um eine zusätzliche Stärkung der radikalen Flügelparteien zu verhindern, tolerierte die SPD im Reichstag weitgehend die auf Kürzung der Sozialausgaben basierende Deflationspolitik Brünings, welche aber die wirtschaftliche Schlimmer Zustand auf kurze Sicht noch verschärfte.
Am 11. Oktober 1931 vereinigte sich auf Initiative der DNVP unter Leitung des Medienzars Alfred Hugenberg die nationalistische Rechte zur Harzburger Front. Als Reaktion bildeten die republiktreuen Organisationen unter dem Fahnensymbol der drei Pfeile die Eiserne Front. Die NSDAP schaffte es, u. a. mit finanzieller Unterstützung von Großindustriellen wie Fritz Thyssen von den Vereinigten Stahlwerken, Albert Vögler oder Emil Kirdorf vom Rheinisch-Westfälischen Kohlensyndikat, die Stimmung der Bevölkerung durch populäre Parolen gegen den Volksherrschaft aufzugreifen. Am 27. Jänner 1932 hielt Hitler einen Vortrag im Düsseldorfer Industrieclub, wo er sowie das auf Privatbesitz gegründete freie Unternehmertum wie auch das nationalsozialistische Führerprinzip auf das Leistungsprinzip zurückführte. Die NSDAP konnte so ihre Spendeneinnahmen von der Gewerbe noch einmal erhöhen. Die Kontakte zwischen NSDAP und Industriezweig sollten durch zwei Beraterstäbe gefördert werden, durch die vom ehemaligen Reichsbankpräsidenten Hjalmar Schacht gegründete „Arbeitsstelle Dr. Schacht“ sowie den vom Chemie-Unternehmer Wilhelm Keppler geleiteten „Industrieausschuss für Wirtschaftsfragen“. Welche Rolle die Großindustrie bis zur Machtübernahme im Einzelnen spielte, ist umstritten. Nach der Machtübernahme versuchte sie, sich die Gunst Hitlers zu sichern.
Nachdem Hitler, der seit 1925 auf eigenes Ausüben staatenlos war, Anfang 1932 die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten hatte, nahm er an der Reichspräsidentenwahl 1932 teil. Deutlich für die Status der Republik war, dass keiner der Kandidaten Thälmann, Hitler und Hindenburg ein Demokrat war. Die Parteien der Mittelpunkt bis zur SPD unterstützten den Mensch Hindenburg, um einen Heil Hitlers zu verhindern. Brüning hatte sich mit seinem Verbot der SA und der Osthilfeverordnung, die von den ostpreußischen Grundbesitzern – zu denen auch Hindenburg gehörte – stark kritisiert wurde, beim Reichspräsidenten in Misskredit gebracht. Hindenburg nahm ihm überdies übel, dass er wach sein Ausüben auch von den Anhängern der SPD zum Reichspräsidenten gewählt worden war. Er entzog ihm sein Vertrauen, und Brüning, der auf Grund seiner Sparpolitik in der Bevölkerung eh kaum Rückhalt besaß, musste zurücktreten. Der Bundeskanzler wurde nach eigenem Offenbaren „hundert M vor dem Ziel“ gestürzt, da seine Deflationspolitik noch keine Wirkung entfalten konnte. Auch sein Ziel der Gleichsetzung Deutschlands und der endgültigen Aufhebung der Reparationen hatte er nicht erreicht.
Sein Nachfolger Franz von Papen ersuchte Hindenburg sofort um Auflösung des Parlaments. Er wollte die Unterstützung der Nationalsozialisten und hob dafür das Verbot der SA und der SS nochmal auf. Hitler hatte die Wahl zum Reichspräsidenten verloren, aber einen großen Popularitätsanstieg erreicht. Bei der nächsten Reichstagswahl am 31. Juli 1932 erhielt die NSDAP 230 Mandate und war damit die stärkste Fraktion im Reichstag. Dies war das höchste Wahlausgang der NSDAP bei demokratischen Wahlen. Hitler wollte von Hindenburg zum Regierungschef ernannt werden, die angebotene Vizekanzlerschaft lehnte er ab. Da die Kommunisten 89 Mandate errungen hatten, hatten die beiden extremen Flügelparteien eine negative Mehrheit erreicht, die jede parlamentarische Arbeit unmöglich machte. Papen löste den gerade erst gewählten Reichstag nach einem mit großer Majorität gegen ihn gerichteten Misstrauensvotum durch eine vorbereitete Anweisung Hindenburgs erneut auf. Schon am 20. Juli hatte er die Regierung von Preußen abgesetzt, die letzte Bau der Republik. Als Vorwand für den „Preußenschlag“, der häufig als Staatsstreich bezeichnet wurde, diente das angebliche Versagen der preußischen Freund und Helfer am „Altonaer Blutsonntag“, heftigen Straßenkämpfen zwischen Partei und der von Papen wiederholt erlaubten SA.
Die Neuwahlen vom Nov. des Jahres brachten einen Rückgang der Stimmen für die NSDAP. Die meisten Beobachter interpretierten dies als Anfang vom Ende der NSDAP. Eine regierungsfähige Majorität existierte weiterhin nicht. Papen, der inzwischen Konjunkturprogramme gestartet hatte, trat zurück, nachdem ihm klar geworden war, dass er die Unterstützung der Reichswehr bei der Absicherung einer Diktaturregierung nicht besaß. Ebenso hatte es der Reichstag zwecks eines Verfahrensfehlers Papens geschafft, ihm gerichtlich wirkungslos, aber öffentlichkeitswirksam das Misstrauen auszusprechen. Vermöge der fehlenden Unterstützung durch Wehrminister General Kurt von Schleicher, die im Zuge einer militärischen Vortäuschung eines möglichen Aufstandes (des „Planspiels Ott“) sichtbar geworden war, verweigerte Hindenburg die geforderte Auflösung des Reichstags ohne Determiniertheit von Neuwahlen. Diese Trennung des Parlaments, gestützt auf das Beleg des Staatsnotstands, hätte einen offensichtlichen Verfassungsbruch dargestellt.
Papens Nachfolger wurde Kurt von Schleicher, der bis nachher im Fond die Fäden gezogen hatte und für Papens Sturz verantwortlich war. Doch auch sein Konzept, einen Ausweg aus der Zwangslage zu finden, scheiterte. Er hatte eine breite „Querfront“ von den Gewerkschaften bis zum linken Flügel der NSDAP um Gregor Strasser erstrebt, Strasser musste aber vor Hitler kapitulieren. Am 28. Januar 1933 musste auch Schleicher zurücktreten, nachdem er zuletzt selbst von Hindenburg erfolglos die Ausrufung des Staatsnotstands gefordert hatte. Schleicher selbst war kein Demokrat, seine Verhältnis zur NSDAP wandelte sich mehrmals, zuletzt empfahl er Hindenburg ein Kabinett unter Hitler (AdR, Dok. Nr. 72 vom 28. Jan. 1933).
Schleicher konnte nicht wissen, dass unbedingt er, Meister der Intrigen, nun selbst Opfer einer Komplott geworden war: Schon am 4. Januar 1933 hatte sich sein ehemaliger Schützling Franz von Papen mit Hitler zu Geheimverhandlungen im Privathaus des Kölner Bankiers Kurt von Schröder getroffen. Diesem Gespräch folgten weitere, zuletzt auch unter Gegenwart des Staatssekretärs des Reichspräsidenten, Otto Meißner, und des Sohnes des Reichspräsidenten, Oskar von Hindenburg, sowohl als auch einflussreiche Ratgeber in der Kamarilla des greisen Paul von Hindenburg. Sie vereinbarten eine Koalitionsregierung aus Deutschnationalen und NSDAP, der außer Hitler nur zwei alternative Nationalsozialisten, nämlich Wilhelm Frick als Innenminister und Hermann Göring als Minister ohne Geschäftsbereich und kommissarischer preußischer Innenminister, angehören sollten. Papen selbst war als Vizekanzler und Reichskommissar für Preußen vorgesehen.
Reichspräsident von Hindenburg, der sich bis zuletzt gegen eine Kanzlerschaft des „böhmischen Gefreiten“ Hitler gesträubt hatte, konnte mit dem Hinweis, dass ein von einer konservativen Kabinettsmehrheit „eingerahmter“ NSDAP-Führer nur eine geringe Risiko bedeute, beruhigt werden. Ein weiteres zentrales Beweis für Hindenburg war die formale Verfassungskonformität der Lösung Hitler. Die Ernennung Hitlers zum Reichskanzler am 30. Jänner 1933 bedeutete echt das Ende der Weimarer Republik ‒ auch wenn die Weimarer Verfassung formal nie außer Kraft gesetzt wurde.
Paul von Hindenburg war in diesen Wochen von allen einflussreichen Lobbyistenverbänden und den Beratern seiner Kamarilla bearbeitet worden (siehe dazu die Artikel zur: Industrielleneingabe (Rolle des Reichsverbandes der Industrie), zum Osthilfeskandal (Rolle des Reichslandbundes)). Inwieweit das seine Entscheidung wirklich beeinflusste, ist schwer zu sagen – Hindenburg hatte zu diesem Zeitpunkt das 86. Lebensjahr erreicht.
Deutschland unter der Herrschaft der NSDAP
Gründe für den Erfolg der NSDAP
Das Ende der Republik und der Fortuna der Nationalsozialisten hatten keine einzelne, statt eine ganze Reihe von Ursachen, die im Zusammenspiel Hitler an die Macht brachten. Weder das Ende der Republik war von Anfang an unvermeidlich, noch war der Heil der NSDAP selbstverständlich, zusätzliche Gruppen und Personen, wie Franz von Papen hätten nach dem Ende der Republik gerne einen etwas anderen Weg eingeschlagen.
Die Gründe für das Ende der Weimarer Republik reichen von ihrem Anfang im verlorenen Ersten Weltkrieg so weit wie Hitler und der NSDAP, die unterschiedlich als Papen es schafften, ihren Plan durchzusetzen. Gründe für den Gelingen der NSDAP waren
- ihr vordergründig überzeugendes Weltbild
- die Unterstützung durch einflussreiche und finanzkräftige Wirtschaftsgrößen
- ihr Entstehen in der Ordnungszelle Bayern wo sie gute Unterstützung fand
- ihr 25-Punkte-Programm und Symbolik, mit dem sie auch bisherige Sozialisten anzog
- ihre Fähigkeiten zur Propaganda und zur Agitation
- ihre hemmungslose Gewaltbereitschaft
- die Unterschätzung durch konservative Kreise
- ihre Struktur als sehr gut organisierte Kaderpartei
- das Versprechen an die Bürger ihnen neuen Arbeitsplätze zu geben
- nicht zuletzt die Person Adolf Hitlers.
1933-1934: "Machtergreifung" und Gleichschaltung des Deutschen Reichs
Am 30. Januar 1933 ernannte Reichspräsident Paul von Hindenburg Adolf Hitler zum Reichskanzler: Dies markierte das Ende der Weimarer Republik und den Beginn der Diktatur des Nationalsozialismus und wurde von den Nationalsozialisten als Machtergreifung gefeiert. Hindenburg löste den Reichstag auf und setzte Neuwahlen an. Diese Wahlen fanden am 5. März 1933 stattdessen (siehe Reichstagswahl 1933).
Die Gleichschaltung, die Unterjochung unter die und die Angleichung an die Nationalsozialisten, begann mit der Gleichmacherei der Länder, die alle hoheitlichen Aufgaben verloren, es folgten Parteien, Organisationen, Vereine, Verbände, Gewerkschaften, Medien, Künstler und Justiz. Die NS-Propaganda in allen Lebensbereichen ersetzte die freie Presse und Kultur.
Unterdrückung der eigenen Bevölkerung
In der Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutze des Deutschen Volkes am 4. Februar und nach dem Reichstagsbrand am 27. Februar 1933 in der Reichstagsbrandverordnung schränkte Reichspräsident Hindenburg die Grundrechte ein. Die KPD wurde verboten und verschiedene ihrer Mitglieder verhaftet. Der Reichstagsbrand lieferte die Begründung für die Inhaftierung vieler Parlamentsmitglieder. Sonstige gingen in den Untergrund oder flohen ins Ausland, als die Verhaftungswelle anlief. Am 21. März 1933 inszenierten die Nationalsozialisten den Tag von Potsdam um ihre Machtübernahme in einen preußisch-deutschen Zusammenhang zu setzen und so weiteren Rückhalt in In- und Ausland zu gewinnen. Das so genannte Ermächtigungsgesetz gab am 23. März der Regierung fast uneingeschränkte Gesetzgebungsbefugnisse.
Die „Machtergreifung“ 1933 bis 1935 lief mit einer Mischung von Unterdrückung des linken Parteienspektrums, Einschränkung zunächst der öffentlichen, bald dann auch der beruflich-wirtschaftlichen und sonstigen Betätigungsmöglichkeiten von Juden sowie der Nötigung liberaler und demokratischer Gruppierungen zur immer stärkeren Gleichschaltung fast aller öffentlichen Lebensbereiche zum Führerstaat ab. Sportvereine, die Arbeiterschaft, die Handwerkerschaft, auch Kirchenmitglieder und Geistliche wurden von der "Bewegung" erfasst. Die betroffenen Organisationen ordneten sich oft lieber unter als aufgelöst oder verboten zu werden. Die NSDAP erhielt einen erheblichen Mitgliederzulauf; die neuen Mitglieder wurden von den Altnazis spotthaft als "Märzgefallene" bezeichnet. Innerhalb kurzer Zeit wurden alle politischen Parteien verboten, wenn sie sich nicht selbst auflösten. Bis 1934 wurden die bisherigen Länder, ebenso die Presse, die Gewerkschaften und die Gerichtsbarkeit gleichgeschaltet.
Das erste Konzentrationslager (KZ) wurde - zunächst noch zuallererst für politische Charakter - schon 1933 in Dachau eingerichtet. Dieses und verschiedene zusätzliche vollkommen Reichsgebiet wurdem unter dem Kleidungsstück einer Polizeimaßnahme nach außen gerechtfertigt. Zu Anfang gab es auch bisher wilde Konzentrationslager, die später durch ständige KZs ersetzt wurden.
Im April 1933 begann der Boykott jüdischer Geschäfte, mit dem "Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums" die Entfernung jüdischer Amtsinhaber aus dem Staatsdienst sowie durch das Verbot sämtliche öffentlichen Betätigung von Juden deren konsequente Trennung aus dem gesamten öffentlichen Leben. Auch jüdische Hochschullehrer, die als Persönlichkeit am Ersten Weltkrieg - "Frontkämpfer" - zunächst nicht entlassen werden konnten, durften keine Vorlesungen mehr halten. Am 10. Mai begannen die Bücherverbrennungen.
Im Juni/Juli 1933 wurden die evangelischen Landeskirchen in einer Reichskirche unter Leitung eines Reichsbischofs zusammengeschlossen. Erstmal die Deutschen Christen propagierten ein "judenreines" Evangelium und waren dem "Führer" ergeben. Dagegen bildete sich im Sept. der Pfarrernotbund, aus dem im Juni 1934 die Bekennende Kirche hervorging. In ihr sammelten sich evangelische Christen, die Übergriffe des Staates auf die Kirche, oft aber nicht den Nationalsozialismus als solchen ablehnten. Nachdem die katholische Kirche die NSDAP entschieden abgelehnt hatte, erkannte sie diese als Regierungspartei an, und der Vatikan schloss mit Deutschland das Reichskonkordat, das die Stellung der katholischen Bischöfe in Deutschland sichern sollte, Hitler aber auch zu internationalem Ansehen verhalf.
In ihrem 25-Punkte-Programm hatte die NSDAP u. a. die Forderung nach Enteignung und Vergesellschaftung von Großbetrieben aufgestellt. Hitler ignorierte diese sozialistische Teil jedoch, da er die Unterstützung der Großindustrie und der Reichswehr nicht verlieren wollte. Innerhalb der nationalsozialistischen Bewegung gab es jetzt Meinungsverschiedenheiten über das sonstige Vorgehen. Die Sturmabteilung (SA) unter Hitlers Duzfreund Ernst Röhm wollte die Reichswehr übernehmen und trat für eine soziale Umgestaltung der Gesellschaft ein. Dies war mit Hitlers Plänen, für die er die Reichswehr und die Wirtschaft als Partner brauchte, nicht vereinbar. Der Machtkampf wurde 1934 entschieden. Unter Zuraten von Heinrich Himmler, Joseph Goebbels und Hermann Göring ließ Hitler wegen eines angeblichen durch Röhm geplanten Putsches viele politische Typ innerhalb der NSDAP, auch Ernst Röhm, ermorden.
Nach Hindenburgs Tod am 2. August 1934 übernahm Hitler nach einem Gesetz, das seine Regierung beschlossen hatte, das Amt des Reichspräsidenten und trug den Titel „Führer (anstelle eines Präsidenten) und Reichskanzler“; durch ein Plebiszit ließ er sein Vorgehen zurückblickend bestätigen. Der Kriegsminister Werner von Blomberg, der im Konzept der Konservativen zur "Einrahmung" Hitlers eine wichtige Rolle gespielt hatte und von Hindenburg rechtswidrig vor der Ernennung Hitlers ernannt worden war, ließ die Reichswehr im Weiteren auf Hitler persönlich vereidigen. Auch das Berufsbeamtentum musste einen „Führereid“ ablegen, so dass regimekritische Persönlichkeit ihre Ämter verloren.
In der folgenden Zeit wurde das gesamte gesellschaftliche Leben von NS-Organisationen wie Hitler-Jugend, Deutsche Arbeitsfront, Kraft durch Freude (KDF) und Bund Deutscher Mädel (BDM) durchdrungen.
1935-1939: Stabilisierung der Macht, Aufrüstung und Vergrößerung des Reiches
siehe auch: Vorgeschichte des Zweiten Weltkrieges
1935 wurde die Reichswehr mit Einführung der Wehrpflicht in die Wehrmacht umgewandelt und das Saarland erneut ins Deutsche Reich integriert. Der Reha des Saarlands ging dort eine Volksabstimmung voraus, die eine überwältigende Zustimmung zum Deutschen Reich und gegen einen Anschluss an Französische Republik ergab.
Auf dem Reichsparteitag der NSDAP wurden die Nürnberger Rassengesetze beschlossen, die die schon 1933 begonnene Ausgrenzung und Isolierung der deutschen Juden begründeten und Rassismus und Antisemitismus als Staatsgesetze verankerten. Heinrich Himmler hielt vor SS-Mitgliedern 1935 seine Rede Der Untermensch, in der er den angeblichen Gräueltaten der Juden die guten und großen Kulturtaten der Menschen gegenüberstellte.
1936 marschierte die Wehrmacht in das entmilitarisierte Rheinland ein und brach damit wie bei der Einführung der Dienst am Vaterland den Versailler Vertrag.
Im Aug. fanden in Bundeshauptstadt die Olympischen Spiele statt, die Hitler als Propagandabühne für die Weltöffentlichkeit nutzte. Der Vierjahresplan von 1936 sollte das Deutsche Reich bis spätestens 1940 kriegsbereit machen. Das Herrschaftsform unterstützte nun zusammen mit Mussolinis Italien den faschistischen General Franco im Spanischen Bürgerkrieg gegen die dortige Republik auch militärisch. Die Legion Condor der deutschen Luftwaffe zerstörte 1937 bei einem Flächenbombardement die baskische Ort Guernica. Der spanische Bürgerkrieg bot Hitler die Gelegenheit, die Einsatzfähigkeit seines Militärs im Kriegsfall zu testen. In einer Besprechung, deren Inhalt in der Hoßbach-Niederschrift festgehalten ist, stellte Hitler am 5. November 1937 den wichtigsten Vertretern der Wehrmacht und dem Außenminister seine Planungen zur deutschen Kriegs- und Außenpolitik vor.
Am 20. Februar 1938 verkündete Hitler in einer Rede sein Ziel, alle Deutschen Mitteleuropas in einem Staat zu vereinen. Am 12. März 1938 kam Hitler einer beabsichtigten Volksbegehren in Österreich erst einmal und verkündete nach dem Okkupation der Wehrmacht unter dem Jubel der auf dem Heldenplatz versammelten Wiener den "Eintritt meiner Heimat in das Deutsche Reich". Ein weiteres an erster Stelle von Deutschen bewohntes Gebiet außerhalb des Reiches war das Sudetenland. Durch das praktisch unerfüllbare Karlsbader Programm provozierte Hitler die Sudetenkrise, die am 29. September 1938 im Münchner Abkommen zur Angliederung des Sudetenlandes an das Deutsche Reich führte. Hitler hatte beabsichtigt, die Zwangslage für den Beginn eines Krieges zu nutzen und war von Mussolini, Göring und Abdegu zum Abkommen gedrängt worden, das er als Niederlage empfand.
Nach dem Anschlag auf Ernst Eduard vom Rath am 7. November 1938 inszenierten die Nationalsozialisten die November-Pogrome. Teils als Zivilpersonen auftretende ortsbekannte SA- und SS-Angehörige legten in zahlreichen Synagogen Feuer, misshandelten und ermordeten verschiedene deutsche Juden vor den Augen der Polizei, die befehlsgemäß nicht einschritt.
Durch die Namensänderungsverordnung waren deutsche Juden seit dem 1. Januar 1939 verpflichtet, einen in einer Richtlinie des Innenministeriums definierten zulässigen jüdischen Vornamen bei Rechtsgeschäften zu führen. Dies führte zur zwangsweisen Annahme der zusätzlichen Vornamen Israel und Sara für verschiedene der Betroffenen.
Mittelpunkt März 1939 wurde die Slowakei als selbständiger Staat ausgerufen. Das danach von der ehemaligen Tschechoslowakischen Republik verbliebene Gebiet wurde als Protektorat Böhmen und Mähren vom Deutschen Reich abhängig. Eine Woche später wurde auch das Memelland dem Deutschen Reich angegliedert.
Um sich den Rücken für seine Expansionsziele im Orient freizuhalten, schloss Hitler mit der Sowjetunion im August 1939 den Hitler-Stalin-Pakt. In dessen geheimem Zusatzprotokoll wurde Polen für den Fall eines Krieges zwischen den beiden Staaten aufgeteilt. Dagegen versprach Hitler, nicht gegen Stalin zu agieren, wenn dieser sich Finnlands bemächtige, was er anschließend auch tat.
1939-1942: erste Hälfte des 2. Weltkrieges
zum Kriegsablauf siehe Hauptartikel: Zweiter Weltkrieg (Zeittafel dazu )
Der Einfall der Wehrmacht in Polen am 1. September 1939 löste den Zweiten Weltkrieg aus. Am 3. Sept. erklärten zunächst Großbritannien und Französische Republik dem Deutschen Reich den Krieg. Nach dem Sieg der Wehrmacht über Polen wurde dessen Westteil (Großpolen, Westpreußen, Oberschlesien) von Deutschland annektiert und die Zentrum zum Generalgouvernement erklärt. Am 17. Sept. besetzte die Rote Armee fast kampflos Ostpolen; Polen wurde wie im Hitler-Stalin-Pakt ausgemacht aufgeteilt.
Nur manche Monate nach Beginn des Krieges, am 8. November 1939 verübte der Einzelkämpfer Johann Georg Elser ein Bombenattentat auf Hitler während einer NS-Propagandaveranstaltung im Münchner Bürgerbräukeller, das aber scheiterte, weil Hitler manche Minuten vor der Detonation sofort nach seiner Rede den Saal verließ. Elser wurde beim Versuch, in die Helvetia zu gelangen, noch vor der Bombenexplosion gefasst. Er wurde interniert und kurz vor Ende des Krieges im Apr. 1945 im KZ Dachau ermordet.
Im so genannten "Blitzkrieg" überrannte die Wehrmacht förmlich die Vereinigte Staaten von AmerikaDänemark, Norwegen und die Beneluxstaaten; Frankreich wurde 1940 besiegt. Hitlers Popularität war durch die „Auslöschung der Schande von Versailles” auf ihrem Höhepunkt. Die geplante Invasion Großbritanniens misslang, da die deutsche Luftwaffe in der Luftschlacht um England trotz massiver Bombardierung englischer Städte nicht die Lufthoheit über England erringen konnte.
1940/41 besetzte die Wehrmacht mit dem faschistischen Italien, Jugoslawien und Griechenland. Alle beide Länder wurden unter den verbündeten Diktaturen aufgeteilt. Ihrer Eroberung folgte jedoch ein zermürbender Partisanenkrieg. Ungarn, Rumänien und Bulgarien wurden als Verbündete des Großdeutschen Reiches gewonnen. Mit Italien kämpfte die Wehrmacht - auf Bitten Mussolinis - seit Jan. 1941 auch in Nordafrika.
Am 22. Juni marschierte die Wehrmacht in den sowjetisch besetzten Teil Polens ein und überfiel unmittelbar danach die Sowjetunion selbst. In dem als Vernichtungsfeldzug geplanten "Unternehmen Barbarossa" drang die Wehrmacht bis Moskau, Leningrad und Stalingrad vor.
Die besetzten Gebiete im Orient wurden systematisch ausgeplündert: Sämtliche Lebensmittel wurden der dortigen Bevölkerung entzogen und für die Wehrmacht und das Deutsche Reich verwendet. Auf diese Weise konnte sich die Wehrmacht vor Ort versorgen und waren nicht auf Nahrungsmittellieferungen aus dem Deutschen Reich angewiesen. Hungersnöte bei der Bevölkerung in den besetzten Benötigen waren einkalkuliert und beabsichtigt, da sie gemäß NS-Ideologie nur "Untermenschen" darstellten.
Die jüdische Bevölkerung in den besetzten Benötigen wurde erfasst und in Vernichtungslager deportiert, ihr Besitz wurde enteignet und zu Reichseigentum erklärt. Auf diese Weise standen den Okkupationstruppen finanzielle Mittel in Landeswährung zur Verfügung.
1942-1945: zweite Hälfte des 2. Weltkrieges
zum Kriegsablauf siehe Hauptartikel: Zweiter Weltkrieg ( Zeittafel dazu )
Im Winterzeit 1941/42 geriet die Sturm der Wehrmacht in Russische Förderation ins Stocken. In der Schlacht um Stalingrad musste sie durch Fehlentscheidungen Hitlers ihre erste (kriegsentscheidende) Niederlage hinnehmen. Am 11. Dezember 1941 erklärte Hitler, nach dem Angriff des deutschen Verbündeten Japans auf den amerikanischen Stützpunkt Pearl Harbor, den USA den Krieg, die Großbritannien mit Gütern versorgten. Bis Ende 1943 konnte die rote Truppe der Sowjetunion, die auch von den USA mit Waffenlieferungen unterstützt wurde, weite Gebiete zurückerobern. Am 13. Mai 1943 mussten die Achsenmächte in Nordafrika kapitulieren.
Inzwischen war der Holocaust, der von langer Hand geplante Völkermord an den Juden, im Gang. Seit 1939 mussten die polnischen Juden im Generalgouvernement, seit September 1941 auch die deutschen Juden den sogenannten Judenstern tragen. Nach Entrechtung, Enteignung, Ghettoisierung und Massenerschießungen an jüdischen Zivilisten in den eroberten Ostgebieten wurde im Januar 1942 auf der Wannseekonferenz die so genannte "Endlösung der Judenfrage" beschlossen. In zu diesem Zweck errichteten Vernichtungslagern im Orient Europas (Auschwitz, Treblinka oder etwaMajdanek) wurden bis Kriegsende 6 Mio. Volk ermordet. In den Vernichtungslagern wurden benachbart Juden auch weitere von Nationalsozialisten als "Untermenschen" qualifizierte Menschen, namentlich Polen, Sinti und Roma, sowie Russen, ermordet. Verfolgt und umgebracht wurden auch zig Homosexuelle, Intellektuelle, sowie Volk mit Behinderungen.
Schon vor dem Völkermord an den Juden in seiner industrialisierten Form hatten die Nationalsozialisten bei der sogenannten Aktion T4 adäquat ihres "Euthanasieprogramms" der "Vernichtung lebensunwerten Lebens" die Methode der Vergasung von größeren Menschengruppen in den Jahren zwischen 1939 und 1941 getestet. Diesem "Programm" waren etwa 100.000 geistig, psychisch und körperlich behinderte Volk in mehreren deutschen Behindertenanstalten zum Opfer gefallen. Der mutige öffentliche Einsatz des katholischen Bischofs von Münster Clemens August Graf von Galen gegen die Ermordung der Behinderten hatte schließlich zur Einstellung des NS-Euthanasieprogramms geführt.
1943 begann der Bombenkrieg der Alliierten auf reichsdeutsche Städte, bei dem etwa 300.000 Zivilisten ums Leben kamen. Am 18. Februar 1943 verkündete Goebbels in der Sportpalastrede den "Totalen Krieg". Ab Ende 1944 flohen zig Deutsche aus ihrer angestammten Geburtsland im Orient vor der anrückenden Roten Armee. 1944 eroberte diese weite Teile von Südosteuropa. Am 6. Juni begann die Invasion der westlichen Alliierten in der Normandie, nachdem sie schon erstmal nach der Landung auf Sizilien von Süden her Italien eroberten und gegen Hitler-Deutschland im Vormarsch waren. Am 20. Juli scheiterte ein Attentat und ein Putschversuch von Wehrmachtsangehörigen und Mitgliedern der Widerstandsgruppe des "Kreisauer Kreises" gegen Hitler.
Anfang 1945 beschlossen die Alliierten auf der Konferenz von Jalta die Aufteilung des Reiches nach dem Krieg. Um den Alliierten keine brauchbare Infrastruktur zu vermachen erteilte Hitler am 19. März 1945 den Nerobefehl, der aber nur teils ausgeführt wurde. Im April erreichten die sowjetischen Truppen die Reichshauptstadt und es kam zur Schlacht um Berlin. Hitler tötete sich am 30. April im Bunker der Reichskanzlei, nachdem er testamentarisch Admiral Karl Dönitz zu seinem Nachfolger als Reichspräsident und Charakter der Wehrmacht bestimmt hatte. Angrenzend Hitler töteten sich in der Folge auch weitere führende Funktionäre, so Joseph Goebbels und Heinrich Himmler. In den frühen Morgenstunden des 7. Mai 1945 schließlich unterzeichnete Generaloberst Jodl – von Dönitz zu diesem Punkt autorisiert – die bedingungslose Gesamtkapitulation der deutschen Wehrmacht, die durch Unterzeichnung einer weiteren Kapitulationsurkunde ratifiziert am nächsten Tag in Kraft treten sollte.
Der Zweite Weltkrieg dauerte in Südostasien noch bis zum 12. Aug. an. Er forderte summa summarum etwa 60 Millionen Tote.
In den letzten Kriegsmonaten und im Anschluss an die Besetzung des Reichs wurden die meisten noch verbliebenen Deutschen aus Osteuropa vertrieben.
Wahrnehmung des Nationalsozialismus im öffentlichen Bewusstsein (1930er Jahre)
Die Wahrnehmung der NS-Führung wurde abstrahierend dargestellt in zwei Sparten festgestellt: In der Außenpolitik und in der Innenpolitik. Anschließend eine stichpunktartige Aufzählung der markanten außenpolitischen Maßnahmen oder Effekte:
- Die Rücknahme des Vertrags von Versailles, aber gleichzeitig Friedensbeteuerungen von Hitler. Dies wurde vom Ausland selbst geglaubt. Denn es herrschte allgemeine Kriegsmüdigkeit, als Resultat des Ersten Weltkriegs.
- Zur damaligen Zeit herrschten in vergleichsweise vielen europäischen Staaten (z.T. faschistische) Diktaturen, Beispiele sind Italien, Spanien. In Polen herrschte seit 1926 ein autoritäres präsidiales Regime, das jedoch nicht als faschistisch eingestuft werden kann. Auch diese USA genossen teilweise die Sympathien der demokratischen Staaten.
Innerpolitisch gab es auch einige Veränderungen:
- Vordergründige Erfolge in der Wirtschaft (vor Allem durch hohe Investitionen in Infrastruktur und in die Wehrmacht)
- Frauen wurden aus dem Arbeitsleben verdrängt um Arbeitsplätze für Männer zu schaffen. ("Die Welt der Frau ist das Heim")
- Es wurde ein Pflichtdienstjahr für Frauen ohne Ausbildung eingeführt um diese auf die Ehe vorzubereiten.
- Frauen die eine Ehe schlossen wurden finanziell unterstützt
- Die Abtreibung stand während des Nationalsozialismus ab 1943 unter Todesstrafe, schon seit 1941 wurde die Fertigung von Verhütungsmitteln verboten.
- Das gesamte Wirtschaftsleben begründete sich auf den Mechanismus von Zwang und Anreiz (Zuckerbrot und Peitsche) Ein Beispiel dafür ist die Organisation Kraft durch Freude, sie ermöglichte es jedem Arbeitsnehmer in regelmäßigen Abständen Ferien zu machen.
Den Nationalsozialisten gelang es auch, die öffentliche Ansicht durch ihre Propaganda positiv zu beeinflussen. Ein frühes Beispiel stellt der Tag von Potsdam dar, mit dem sie sich in die preußisch-deutsche Gepflogenheit stellen wollten.
Freiwillige Unterordnung, Kontrolle und Unterdrückung der Bevölkerung
Die Mittel der Nationalsozialisten zur Machtsicherung waren Propaganda, Personenkult um Hitler und populistische Maßnahmen auf der einen Seite, Überwachung und Unterdrückung auf der anderen. Ein nicht unbedeutender Teil der Bevölkerung stimmte den Maßnahmen der NSDAP zu, ein weiterer Teil passte sich an, um ihr eigenes Leben ungestört führen zu können. Die Bevölkerung wurde durch Massenorganisationen wie die Hitler-Jugend, den Bund Deutscher Mädel, die Deutsche Arbeitsfront und Kraft durch Freude in fast allen Bereichen des Lebens erfasst und geschult, der Nationalsozialismus war, beispielsweise durch den Hitlergruß überall präsent.
Weiters sicherte sich das Regierungsform die Unterstützung der Bevölkerung durch viele soziale Maßnahmen:
- Schuldenbereinigungsgesetz (Schuldnerschutz größer als Gläubigerschutz)
- 1933 1. Mai als Tag der Arbeit gesetzlicher Feiertag
- 1934 Steuerreform
- Verdopplung der Zahl der Urlaubstage
- 1940 Abschaffung der Steuern auf Zuschläge für Sonn-, Feiertags- und Nachtarbeit
- 1941 Integration der Rentner in die Krankenkasse
- 1941 15-prozentige Erhöhung der Renten
Wegen der vielen Sympathisanten und Denunzianten, die dem Unterdrückungsapparat jede Menge Hinweise gaben, wo er seine Agenten einsetzen musste, reichte dem Unterdrückungsapparat aus Gestapo, SS, SD und Sicherheitspolizei auch ein relativ weniger Apparat. Die Gestapo, die zuallererst für die Bekämpfung staatsfeindlicher Bestrebungen zuständig war, hatte 32.000 Mitarbeiter. (Zum Vergleich: Das Ministerium für Staatssicherheit der DDR verfügte über 91.000 hauptamtliche und über 100.000 Inoffizielle Mitarbeiter bei einer um ein Vielfaches kleineren Bevölkerung.) Ein nicht unbedeutender Teil der Denunziationen verfolgte bei seinen Hinweisen auch private Interessen, was den Behörden nicht fremd war.
Widerstand gegen den Nationalsozialismus
siehe Hauptartikel: Widerstand gegen den Nationalsozialismus
Schon vor der Machtübernahme begann der erfolglose Widerstand verschiedenster Gruppen gegen die Nationalsozialisten. In der Zeit des Nationalsozialismus selbst beschränkte sich der Widerstand, der immer mit Lebensgefahr verbunden war, auf eine verschwindend kleine Minorität der deutschen Bevölkerung, wohingegen dieser Widerstand in den im 2. Weltkrieg besetzten Gebieten, zum Beispiel im Partisanenkrieg, größere Ausmaße annahm.
Im Reich konnte zum Beispiel der katholische Bischof von Münster und Kardinal Clemens August Graf von Galen durch seine öffentliche Verurteilung der Morde an den Behinderten dazu beitragen, dass die Aktion T 4 von den Nationalsozialisten eingestellt wurde. Einzelpersonen der evangelischen Bekennenden Kirche wie etwa Pastor Martin Niemöller oder aberDietrich Bonhoeffer schlossen sich nach Eruption des 2. Weltkrieges Widerstandskreisen an. Bonhoeffer musste wie zig weitere NS-Gegner seinen Mut im KZ mit dem Leben bezahlen. Der kommunistische Einzelkämpfer Georg Elser verübte am 8. November 1939 im Münchner Bürgerbräukeller ein Bombenattentat auf Hitler, das dieser aber überlebte, weil er den Saal unerwartet kurz vor der mit einem Zeitzünder eingestellten Explosion der Bombe verließ. Elser wurde bald kühl und im Apr. 1945 im KZ Dachau ermordet. Die Münchner studentische Widerstandsgruppe Weiße Rose um die Geschwister Hans und Sophie Scholl rief in mehreren Flugblättern zum Widerstand gegen das NS-Regime auf. Außerdem suchte diese Gruppe Umgang zu Widerstandskreisen in der Wehrmacht. Die bedeutendsten Mitglieder der Gruppe wurden Im Februar 1943 gelassen und vom Volksgerichtshof unter dem Vorsitz des berüchtigten Richters Roland Freisler zum Tode verurteilt und kurze Zeit später hingerichtet. Im Kölner Raum traten die Edelweißpiraten auf, einige Gruppen von aus der bündischen und kommunistischen Brauch kommenden Jugendlichen, die sich zunächst gegen die Uniformität der Hitlerjugend wandten, im Lauf des Krieges aber auch zu konkreten Widerstandsaktionen übergingen, die bis hin zu Sabotageakten reichten. Die Widerstandsgruppe Rote Kapelle bestand aus verschiedenen unabhängigen Gruppen, die auf mehreren Ebenen gegen das Herrschaftsform arbeitete.
Der vereinzelt und vergleichsweise selten vorkommende Widerstand von Privatpersonen, der sich eher im Stillen abspielte, entsprang oft einer moralischen Abscheu gegen die Taten des Regimes oder aus Mitleid mit den Opfern. Er reichte von der Ablehnung des Hitlergrußes bis hin zur verbotenen Zufuhr mit Lebensmitteln für Zwangsarbeiter oder dem Verbergen von Verfolgten, meist Juden.
Hitler überlebte etliche Anschläge, so beispielsweise das bis zum heutigen Tag bekannteste Attentat vom 20. Juli 1944, der von Mitgliedern der Wehrmacht und der Widerstandsgruppe Kreisauer Kreis, in dem sich ehemalige bürgerliche Mensch und Militärs verschiedener politischer Einstellung (von Sozialdemokraten so weit wie Monarchisten) gesammelt hatten, organisiert wurde. Im Anschluss an das Attentat, das von Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg durchgeführt wurde, kam es in Bundeshauptstadt in der „Operation Walküre“ zu einem Putschversuch, der aber nach dem Bekanntwerden von Hitlers Überleben schnell in sich zusammen fiel und niedergeschlagen wurde. Die unmittelbaren Akteure des Putschversuchs, hauptsächlich Mitglieder der Wehrmacht, unter ihnen auch Stauffenberg selbst, wurden noch vor Ort standgerichtlich zum Tode verurteilt und erschossen. Nach der Aktion kam es im Zuge der Ermittlungen zur Entdeckung von Umsturzplänen aus dem Jahr 1938. Bis zum Kriegsende wurden zunächst in Schauprozessen, später unter kleiner Anteilnahme der Öffentlichkeit, über 200 Personen im Zusammenhang mit dem Anschlag vom 20. Juli hingerichtet. Mehreren populären Generälen (u.a. Erwin Rommel, Günther von Kluge), die in den Verdacht der Mitwisserschaft gerieten, wurde der Ehrensuizid nahegelegt.
Wichtige exekutive Instanzen der Hatz vorerst des innerdeutschen Widerstands waren die Gestapo (Kürzel für Geheime Staatspolizei) und der Volksgerichtshof.
Widerstand leisteten auch, in Deutschland oder im Exil, Künstler wie der kritische Autor und Dramatiker Bertolt Brecht und andere, die sich mit ihren Durchschnitt berechnen - meist publizistisch, gegen das NS-Regime wandten.
Benachbart dem Widerstand in Deutschland entstanden nach Kriegsausbruch auch in den besetzten Benötigen Widerstandsgruppen wie beispielsweise die Polnische Heimatarmee oder die Résistance in Frankreich. Sie lieferten den Nationalsozialisten unter deren Besatzung erbitterten Widerstand im Partisanenkrieg, der an erster Stelle in den Balkan Jugoslawien, Albanien und Griechenland sowie in Polen (Warschauer Aufstand) besonders effektiv war, allerdings auch äußerst grausame Vergeltungsaktionen der deutschen Besatzungstruppen nach sich zog - wie etwa massenhafte Geiselerschießungen von Zivilisten. Besonders im besetzten Polen wurde sehr häufig wahllos die Bevölkerung ganzer Dörfer und Städte als Vergeltungsakte für geleisteten Widerstand ermordet.
Von den Alliierten wurde der Widerstand in Deutschland selbst, divergent als der in den besetzten Gebieten, so gut wie nicht unterstützt, vielmehr führte das alliierte Kriegsziel der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands zu einer indirekten Solidarisierung mit der Führung und ließ auch nach einem Staatsstreich kaum günstigere Friedensbedingungen erwarten.
Vernichtung der Juden und anderer Bevölkerungsgruppen
Der Holocaust, der systematische Völkermord an etwa 6 Mio. Juden und so genannten "Judenmischlingen" sowie weiteren bei den Machthabern als „lebensunwert“, „rassisch minderwertig“ oder politisch unerwünscht geltenden Bevölkerungsgruppen, gilt als größtes Straftat der Nationalsozialisten. Der Großteil der Opfer wurde in industriell betriebenen Vernichtungslagern ermordet; in den ersten Kriegsjahren vor deren Errichtung gab es Massenerschießungen (z.B. in Babij Jar), oder es wurden LKWs mit eingebauten Gaskammmern benutzt. Mit diesen Worten sollte auch die Effektivität des Einsatzes von Giftgas getestet werden, um die Tötungen rationeller ausüben zu können und mögliche moralische Skrupel der Mörder, wie sie bei Erschießungen für eher wahrscheinlich erachtet wurden, zu minimieren. Zuallererst jüngere Männer starben auch bei der bösartig harten Zwangsarbeit.
Außer den Juden wurden Sinti und Roma, Zigeuner, Homosexuelle und Zeugen Jehovas auch als „unerwünscht“, „lebensunwert“ oder „rassisch minderwertig“ angesehen, bei ihnen kamen die gleichen Tötungsmethoden zum Einsatz.
Eine weitere Opfergruppe waren die Behinderten, deren Ermordung auch mit Rassenhygiene und nach Kriegsausbruch mit der Freimachung von Lazarettplätzen begründet und verschleiernd als „Euthanasie“ bezeichnet wurde. Deren Ermordung fand erst einmal schon 1939 - 1940 in 7 Schritten statt: Meldepflicht und Erfassung, Gutachten mit Kategorisierung in drei Kategorien: (1 - "keine weiteren Maßnahmen", 2. – Beobachtung hieß die Einweisung in eine psychiatrische Pflegeanstalt - Tötung vorbehalten, 3. - "Behandlung", das hieß Tötung. Wesentliches Kennzeichen für die Aufnahme in die Todeslisten war die Arbeitsunfähigkeit); Aufbau von Fachabteilungen bzw. Umbau von Anstalten zu Tötungseinrichtungen reichsweit an ca. 30 Orten; Transport (Gemeinnützige Kranken Transport GmbH - "Gekrat"); massenhafte Ermordung; Verbrennung der Leichen; Panoptikum falscher Todesbescheinigungen. Nach den Räumlichkeiten der Zentralverwaltung der Aktion (Reichsarbeitsgemeinschaft Heil- und Pflegeanstalten, Gemeinnützige Dotierung für Anstaltspflege – auch kurz "Stiftung") in Berlin-Charlottenburg, Tiergartenstr. 4, benannt hieß dies auch "Aktion T4". Die Täter in dieser Aktion wurden direkt danach als Spezialisten in die Todesfabriken im „Osten“ geschickt (Vernichtungslager).
Im Bewaffnete Auseinandersetzung wurden auch polnische Intellektuelle, russische Kriegsgefangene und andere, überwiegend slawische, Volksgruppen viel umgebracht. Grund für die Morde war die Rassenideologie, die Hitler schon in den 1920er Jahren in „Mein Kampf“ dargelegt hatte. Demnach seien die Deutschen Angehörige einer „arischen“ „Herrenrasse“, die ihren Fortdauer durch Unterwerfung, Unterdrückung oder Mord anderer „Rassen“, die „Reinhaltung der arischen Rasse“ sowie die Eroberung von Lebensraum im Morgenland sichern sollte.
Die planmäßige Auslöschung der Juden unter der Herrschaft der NSDAP, auch als Holocaust oder Shoa bezeichnet, ist präzedenzlos in der Geschichte und kostete etwa 6 Mio. Juden das Leben, von denen über 3 Mio. polnische Juden waren. Seinen Antisemitismus, der mit den anderen rassistischen, sozialdarwinistischen und chauvinistischen Elementen eine der Hauptgrundlagen des Nationalsozialismus war, und das Ziel der totalen Zerstörung des „Weltjudentums“ hatte Hitler schon in Mein Kampf und seinen Reden in den 1920er Jahren zum Ausdruck gebracht. Die Entrechtung und Hatz der Juden begann direkt nach der „Machtergreifung“. Das erste Konzentrationslager wurde - zunächst noch erstens für politische Konkurrent - schon 1933 in Dachau eingerichtet. Durch einen Arierparagraphen wurden „Nicht-Arier“ zuerst aus dem öffentlichen Tätigkeit entfernt, dieser Paragraph wurde auf immer mehr Bereiche ausgedehnt und auch von Vereinen, Verbänden und anderen Gruppierungen übernommen. 1938 begannen die Arisierungen, Juden mussten entweder Israel oder Sara ihrem Vornamen hinzufügen und am 9. November 1938 wurden in der „Reichskristallnacht" Juden misshandelt und ermordet.
Mit dem Kriegsausbruch wurden auch die Juden in den besetzten Bedürfen verfolgt. Sie wurden in Ghettos zusammengefasst. Massenerschießungen an jüdischen Zivilisten durch "Einsatzgruppen" direkt nachdem der vorwärts marschierenen Front fanden zentral geplant statt. Auf der Wannseekonferenz am 20. Januar 1942 wurden von führenden Verwaltungsgrößen des NS-Regimes geheim die Weichen für die sogenannte „Endlösung der Judenfrage“ gestellt. Mit den dort gefassten Beschlüssen wurde der direkt hinten der Front schon begonnene Völkermord an den europäischen Juden auf eine gemeinsame organisatorische Basis gestellt und die Ermordung auf industrieller Grundlage mit Hilfe von Massenvergasungen für die Nationalsozialisten „effizienter“ geregelt. Die Verwendung des Eigentums der vernichteten Juden wurde bis ins Detail geregelt.
Die NS-Herrscher versuchten die Vorgänge möglichst geheim zu halten, sie benutzten Euphemismen wie Umsiedlung oder Sonderbehandlung. Die Deutschen waren nicht direkt über die Zerstörung der Juden informiert, wussten aber genug, um auch nicht nachzufragen. Das spurlose Trollen von hunderten von Volk aus der Umgebung konnte keine natürliche Erklärung haben. Das Wort "du kommst andernfalls ins KZ" war seit 1933 ein Drohwort für fast jeden. Gerüchte über die Lager "im Osten" kamen mit den Fronturlaubern praktisch in jedes Dorf, alliierte Rundfunksender, die trotz Verbot gehört wurden, meldeten Massenmorde. Der polnische Abschirmdienst lieferte den Briten schon 1942 den Beweis für den Austilgung in Auschwitz.
Trotz des verbreiteten Antisemitismus wurden Gewalttaten von den meisten abgelehnt. Die ständigen Angriffe gegen jüdische Bevölkerungsteile seit April 1933 wurden partiell passiv akzeptiert, aber auch von den Nutznießern begrüßt. Enteignungsartige "Arisierungen" selbst kleinster Geschäfte oder Betriebe hatten immer Nutznießer und geschahen vor den Augen der örtlichen Bevölkerung. Angesichts der Mittäterschaft oder Gleichgültigkeit der deutschen Bevölkerungsmehrheit sind die seltenen Taten jener nichtjüdischen Deutschen umso mehr zu beachten, die Juden halfen zu überleben. Der dieser Tage wohl bekannteste Vertreter dieser kleinen Gruppe war Oskar Schindler, der rund 1.200 jüdische Zwangsarbeiter aus Krakau vor der Ermordung bewahrte. Oft waren es überzeugte Christen, die auf diese Weise Widerstand gegen den möglicherweise allmächtigen Staatsapparat leisteten.
In den Nürnberger Prozessen wurden nur führende Personen u. a. wegen Verbrechen gegen die Menschheit und Kriegsverbrecher verurteilt, eine wirkliche Aufarbeitung der Verbrechen der Nationalsozialisten fand aber lange nicht an Stelle und begann in Westdeutschland erst in den späten 1950ern und beginnenden 1960ern. Noch immer gab es vormalig und gibt es dieser Tage Personen, die den Holocaust leugnen.
Zwangsarbeiter und Beutekinder
Hunderttausende Leute aus den besetzten Gebieten, namentlich aus Polen und der Sowjetunion, wurden ins Reichsgebiet als Zwangsarbeiter entführt. Mehrere von ihnen überlebten den Zweiten Weltkrieg nicht. Nahe wurden zehntausende polnische Kinder, die die "rassischen Merkmale" erfüllten, ihren Familien weggenommen und nach Deutschland deportiert, von denen die wenigsten nach dem Bewaffnete Auseinandersetzung zu ihren Erziehungsberechtigte zurückkehren konnten. Andere, die die rassischen Besonderheiten nicht erfüllten, wurden in Hülle und Fülle in Konzentrationslagern ermordet. Der bekannteste Fall dürfte der der Abschiebung zehntausender Bälger aus der Gegend um Zamosc - in der Deutsche aus dem Baltikum und Bessarabien angesiedelt wurden - nach Auschwitz sein.
Religion
siehe Hauptartikel: Religion während des Nationalsozialismus, Kirchenkampf (v. a. evangelische Kirche)
Die Religion, für welche die NS-Herrschaft die größten Auswirkungen hatte, war die jüdische. Juden wurden diskriminiert, entrechtet, enteignet und ermordet. Eine alternative verfolgte Religionsgruppe waren die Bibelforscher.
Die beiden großen christlichen Konfessionen in Deutschland gingen unterschiedliche Wege. Ein Teil der evangelischen Christen gehörte zur Bündelung der Deutschen Christen und unterstützte den Nationalsozialismus. Auf der Opposition entstand aus dem Pfarrernotbund die Bekennende Kirche, die gegen die Gleichmacherei kämpfte und zum Beispiel den Ariernachweis für Arbeitnehmer der Kirche ablehnte.
Die katholische Kirche distanzierte sich bis zur Machtübernahme stark von der NSDAP, eine Mitgliedschaft in der NSDAP galt für Katholiken als unverträglich mit dem Glauben. Um den kirchlichen Raum vor den befürchteten Zugriffen des totalitären Regimes zu schützen, schloss der Papst am 20. Juli 1933 überraschend das Reichskonkordat mit den neuen Machthabern. Hitler verbuchte den Abschluss des Konkordats als Erfolg; er verschaffte sich dadurch auf diplomatischer Bühne internationales Ansehen. Die Hoffnung der Kirche, damit ihre Arbeit und die Kleriker dauerhaft zu schützen, erfüllte sich nicht. Kirchenoberhaupt Pius' XII. Enzyklika Mit brennender Sorge prangerte 1937 den von den Nationalsozialisten nicht erfüllten Teil der Abmachungen gegenüber der katholischen Kirche an. Sie verurteilte auch summa summarum die Gefahren, die sich aus dem Menschenbild totalitärer Ideologien für die Gesellschaft ergeben, eine Anprangerung der systematischen Entrechtung der Juden unterblieb jedoch.
Der Nationalsozialismus hatte auch eigene religiöse Elemente, erstmal die Vergöttlichung des fast als gottgleich angesehenen Führers Adolf Hitler. Der "Partei-Philosoph" Alfred Rosenberg wollte nach dem "Endsieg" durch "Gegenpäpste" die katholische und die evangelische Kirche in sich bekämpfende Gruppen spalten und versuchte, die altgermanische, persische und indische Gottesglauben wiederzubeleben, um "der vergehenden biblischen Gepflogenheit eine noch ältere und bessere unterzuschieben", wie er sagte. Der Privatsekretär Hitlers, Martin Bormann, arbeitete einen nationalsozialistischen "Katechismus" aus, deren Beibringen allmählich die Zehn Gebote des Christentums ersetzen sollten. Reichsführer-SS Heinrich Himmler hatte sehr weitreichende Vorstellungen über die Einführung eines altgermanisch-heidnischen Götterglaubens und über die "Befriedung" der slawischen Völker durch die Lehre der Ernsten Bibelforscher.
Reichswehr und Wehrmacht
Mit der Reichswehr übernahmen die Nationalsozialisten die Streitkräfte der Weimarer Republik. Die Reichswehr war staatstreu und unterstützte die NSDAP bis zur Machtübernahme nicht aktiv, diverse Soldaten waren aber selbst keine Anhänger der Republik, so dass sie diese auch nicht verteidigten. Die Reichswehr hoffte unter Hitler auch auf einen Fortschritt bei der Revision des Versailler Vertrages, die Führung der Reichswehr war schon am 3. Februar über die Pläne Hitlers belesen worden, Befürchtungen hatte sie gegenüber der SA. Bestrebungen innerhalb der SA die Reichswehr zu übernehmen, beendete Hitler durch die Niederschlagung des so genannten Röhm-Putsches, bei dem er die SA ausschaltete, da er die Reichswehr als für den Bewaffnete Auseinandersetzung besser geeignet ansah. An dieser Aktion war auch die Reichswehr beteiligt, sie tolerierte selbst die Ermordung zweier ihrer Generäle.
Am 3. August wurde die Reichswehr nach dem Tod des bisherigen Oberbefehlshabers, Reichspräsident von Hindenburg, auf die Person Hitlers vereidigt und damit zu einem Instrument Hitlers. Mit der Wiedereinführung der Wehrpflicht am 16. März 1935 wurde die Reichswehr in Wehrmacht umbenannt. Die Reichswehr wurde ausgebaut und modernisiert, 1939 hatte sie eine Stärke von 2,75 Mio. Mann.
Den Widerstand innerhalb der Wehrmachtsführung gegen seine Kriegspläne, mehr aus Zweifel an der Machbarkeit der Pläne als aus ideologischen Gründen, schaltete er durch die Fritsch-Blomberg-Affäre aus und schuf das Oberkommando der Wehrmacht. Der weiter vorhandene Widerstand konnte sich, speziell nach den ersten Kriegserfolgen, nicht durchsetzen. Die Wehrmacht tolerierte den Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion, Teile der Wehrmacht waren auch an Exekutionen beteiligt. Erst als Deutschland Niederlagen wie Stalingrad hinnehmen musste versuchten Mitglieder der Wehrmacht im Attentat vom 20. Juli 1944 durch eine Beseitigung Hitlers ein Ende des Krieges zu erreichen.
Wirtschaft
siehe Hauptartikel: Wirtschaft im nationalsozialistischen Deutschland
Die Wirtschaft spielte eine wichtige Rolle für die Machtübernahme und die Ziele Hitlers. Eine Gruppe von Industriellen, unterhalb Reichsbankpräsident und späterer Wirtschaftsminister Hjalmar Schacht, richteten 1932 eine Gesuch an Reichspräsident Hindenburg, in der sie die Ernennung Hitlers zum Reichskanzler forderten. Außerdem erhielt Hitler von Kompromiss finden Industriellen vor und in erster Linie nach der Machtergreifung durch Spenden, zB. die Adolf-Hitler-Spende der deutschen Wirtschaft unterstützt wurde. Eine generelle Unterstützung Hitlers durch die ganze Branche oder massive Dotieren vor der Machtergreifung sowie eine direkte Verbindung von Kapitalismus und Faschismus gibt es aber nicht. Für den Gelingen Hitlers war die allgemeine Zustimmung der Bevölkerung auf Grund der ökonomischer Stabilität des Deutschen Reiches wichtig, auch während des gesamten Verlauf des Krieges.
Eine der dringendsten Aufgaben Hitlers nach der Machtübernahme war die Überwindung der Wirtschaftskrise, die ihm zur Erringung der Macht verholfen hatte, die ihn bei einem Fehlschlag aber auch gefährdet hätte. Dies erreichte er überwiegend durch deficit spending, also mit Krediten (den Mefo-Wechseln) finanzierten Konjunkturprogrammen und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, auch das Ende der Reparationszahlungen noch während der Weimarer Republik begann zu wirken und die erste Besserung der Konjunkturlage hatte es schon vor Hitler gegeben. Die Konjunkturmaßnahmen waren teilweise, wie der Bau der Autobahnen, der gegen der verbreiteten Anschauung nicht in erster Linie der Kriegsvorbereitung diente, schon unter den vorhergehenden Regierungen gerüstet worden. Die Maßnahmen zur Kriegsvorbereitung spielten zunächst für die Öffentlichkeit keine große Rolle bei der Anregung der Konjunktur. Augenscheinlicher waren zum Beispiel eher bevölkerungspolitische gedachte Maßnahmen wie Ehestandsdarlehen. Dabei wurden einem Paar bei der Vermählung ein Kredit von tausend Reichsmark zugestanden, wenn die Frau dabei dauerhaft aus dem Arbeitsleben ausschiede. Eine Rolle spielten auch nur totalitär durchführbare Maßnahmen wie die Aufhebung der Gewerkschaften oder die Ermordung von Ernst Röhm, der eine soziale Umwälzung nach dem Programm der NSDAP forderte.
Eine wichtige Maßnahme war die Erzeugungsschlacht in der Landwirtschaft. Im Sept. 1933 wurden alle landwirtschaftlichen Betriebe, Genossenschaften und Landwirtschaftskammern im Reichsnährstand zwangsvereinigt. Der Nährstand wurde verherrlicht und als Quelle der rassischen Erneuerung populiert, in der Realität verlor er aber an Bedeutung. Der durchschnittliche Lohn in der Agrar fiel stetig und der Anteil der in der Landbau Beschäftigten fiel auch ab. Auch die Industriezweig sollte unabhängiger vom Ausland werden, so dass die Gewinnung einheimischer Rohstoffe verstärkt wurde.
Mit dem Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit wurde am 20. April 1934 auch in den Unternehmen das Führerprinzip eingeführt. In der Betriebsgemeinschaft war der Betriebsführer für seine „Gefolgschaft“ verantwortlich, diese war ihm zu Untertanentreue verpflichtet. Um wichtige Industrielle an die Wehrmacht zu binden, wurden sie zu Wehrwirtschaftsführern ernannt. Treuhänder der Arbeit kontrollierten schon seit Mai 1933 die Betriebe und sorgten für die Nivellierung der Wirtschaft, sie regelten auch den Erlass der Tarifordnungen.
Zu einer Erhöhung des Lebensstandards kam es für die meisten Berufstätigen nicht, da bald die Rüstung Priorität erhielt, es mussten z.B. eine verdeckte Inflation, das Ende der freien Wahl des Arbeitsplatzes und eine Verlängerung der Arbeitszeiten akzeptiert werden. Das Wachstum basierte auf Bolschewismus und wurde durch die Rüstung am Leben gehalten.
Drei Tage vor dem auf 1. September 1939 festgelegten Angriff auf Polen, dem Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde mit der Verteilung von Lebensmittelkarten begonnen. Kriegsgefangene und immer mehr Zivilisten wurden als Zwangsarbeiter eingesetzt, am Kriegsende waren es ca. 9 Millionen. Da die Männer im Bewaffnete Auseinandersetzung aus zweiter Hand wurden arbeiteten in den Fabriken, im Widerspruch zu den Postulieren von Mein Kampf, immer mehr Frauen. Erst nach den ersten Niederlagen gegen die SSSR und dem Kriegseintritt der USA Ende 1941 kam es zu einer deutlichen Umstellung hin zur Kriegswirtschaft, der totale Krieg mit dem Ziel der vollen Ausnützung des wirtschaftlichen und personellen Potenzials für die Kriegsführung wurde erst am 18. Februar 1943 von Joseph Goebbels ausgerufen.
Am Ende des Krieges brach die Gewerbe durch die Bombardierung der Infrastruktur und Industrieanlagen zusammen, die Zufuhr mit Lebensmitteln wurde problematisch, der Schwarzmarkt blühte auf. Zu einer Genesung kam es erst durch die Vermögen und Reformen des Marshallplans und die Währungsreform.
siehe auch: IG Farben
Sozialpolitik und Gesellschaft
Die gesellschaftspolitischen Maßnahmen der Nationalsozialisten dienten dazu, die Volk zu "erfassen" und sie in Organisationen wie dem Jungvolk, der Hitlerjugend, der Reichswehr oder dem Reichsarbeitsdienst zu beeinflussen. Schon für die Kleinkinder gab es nationalsozialistische Kindergärten mit ausgebildeten Erziehern, für uneheliche oder überzählige Brut gab es die Einrichtung Lebensborn, wo sie in staatlichen Heimen erzogen wurden.
Die einzelnen Berufe wurden in nationalsozialistischen Organisationen zusammengefasst, so beispielsweise dem Deutschen Kraftfahrerbund, dem Reichslehrerbund oder dem Deutschen Ärztebund.
Auch die Urlaub wurde "organisiert". Reisen, Ferienlager und übrige Veranstaltungen der Organisation Kraft durch Freude sollten die Menschen für den Nationalsozialismus einnehmen.
Die sozialen Leistungen, wie z. B. die Ausweitung der Sozialversicherungen, die Einbeziehen der Person in die Krankenversicherung, staatliche Kredit für Hausbauer, Einführung von Kindergeld, Konzertaufführungen in Betrieben, Maßnahmen des Arbeitsschutzes und Arbeitspausen, dienten zuerst der Überzeugung und Gewinnung der Menschen sowie der Stärkung der Arbeitskraft. Der Führer des Reichsarbeitsdienstes, Robert Ley, verglich den Berufstätigen mit einer "Maschine, die von Zeit zu Zeit überholt werden muss", damit sie gut arbeiten kann.
Natürlich galten all diese sozialen Leistungen nur für "Volksgenossen". Juden, "Mischlinge", Sinti und Roma, Angehörige der besetzten Völker, körperlich oder geistig Behinderte sowie "Asoziale" blieben davon ausgeschlossen.
Siehe auch: Sozialpolitik im Nationalsozialismus, Erziehung im Nationalsozialismus, Eintopfsonntag, Mutterkreuz und Muttertag, Reichsnährstand, Pflichtjahr
Forschung und Medizin
siehe Hauptartikel: Medizin im Nationalsozialismus, Psychologie und Psychotherapie im Nationalsozialismus
Kunst und Kultur
Das kulturelle Leben war geprägt von der Politik und diente propagandistischen Zwecken. Die meisten Werke entstanden von regimekonformen Künstlern und dienten der Propaganda oder vermittelten wenigstens die Auffassungen der Nationalsozialisten. So wurde häufig eine von der modernen Ingenieurwissenschaften unberührte landwirtschaftliche Idylle oder auch germanische Götter dargestellt. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Maßnahme "Vorsicht, Konkurrent hört mit!" gestartet, um die Menschen wachsamer zu machen. Plakate und Spruchbänder forderten eine verstärkte Arbeitsleistung in den Betrieben und das "Durchhalten".
Auf der anderen Seite gab es aber auch Regimekritiker, die in Deutschland geblieben waren. Sie zogen sich ins Privatleben, die so genannte "innere Emigration", zurück oder leisteten illegal Widerstand, z. B. in der aufgelösten KPD oder in der ehemaligen SPD.
Siehe auch: Entartete Kunst, Architektur im Nationalsozialismus, Nationalsozialistische Filmpolitik, Bücherverbrennung 1933 in Deutschland, Reichsmusikkammer
Siehe auch
- Kabinett Hitler
- NS-Staat
- Methoden der Geschichtswissenschaft (Nationalsozialismus)
- Portal:Nationalsozialismus
- Geschichte Deutschlands
Literatur
- Wolfgang Benz, Hermann Graml, Hermann Weiß (Hrsg.): Enzyklopädie des Nationalsozialismus. dtv, München 1997, ISBN 3-423-33007-4 - kompaktes Handbuch und Lexikon
- Karl Dietrich Bracher: Die deutsche Diktatur. Entstehung, Struktur, Folgen des Nationalsozialismus. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1993, ISBN 3-462-02249-0 - ausführliches Standardwerk
- Wolfgang Benz: Geschichte des Dritten Reiches, ISBN 3423308826 - knappes Überblicks- und Standardwerk
- Gordon A. Craig: Deutsche Geschichte 1866-1945. München 1996, ISBN 3-406-07815-X
- Richard J. Evans: Das Dritte Reich - Aufstieg. Aus dem Englischen von Holger Fliessbach und Udo Rennert. Band 1 der Geschichte des Dritten Reichs. München 2004, ISBN 3-42105652-8. Erster Band der umfassensten Darstellung des 3. Reichs. Sehr solide, ausgewogen und fundiert geschrieben. Die Bände 2 und 3 sind noch im Entstehen begriffen.
- Richard J. Evans: The Third Reich in Power 1933-1939, London 2005, ISBN 1-59420-074-2. Zweiter Teil der Trilogie, gut lesbar und informativ; eine deutsche Übersetzung soll im Herbst 2006 erscheinen.
- Walter Hofer (Hrsg.): Der Nationalsozialismus. Dokumente 1933-1945. Frankfurt am Main 1981, ISBN 3-596-26084-1
- Ian Kershaw: Hitlers Macht. Das Profil der NS-Herrschaft. Übersetzt von Jürgen Peter Krause, München 1992
- Ian Kershaw: Der NS-Staat. Übersetzt von Jürgen Peter Krause. Rowohlt, Reinbek 1994
- Robert N. Proctor: The Nazi War on Cancer. Princeton University Press. Princeton, New Jersey USA 1999, ISBN 0-691-00196-0
- Alfred Sohn-Rethel: Industrie und Nationalsozialismus - Aufzeichnungen aus dem "Mitteleuropäischen Wirtschaftstag". Wagenbachverlag, Kapitale 1992, ISBN 3-8031-2204-X
- Hans-Ulrich Wehler: Deutsche Gesellschaftsgeschichte. Vierter Band: Vom Beginn des Ersten Weltkrieges bis zur Gründung der beiden deutschen Staaten 1914-1949. C. H. Beck, München 2003, ISBN 3-406-32264-6 - Eine nicht unumstrittene, konservative Darstellung. Für Wehler ist Hitler ein "charismatischer Führungstyp" gemäß Max Webers.
- William L. Shirer: Aufstieg und Fall des Dritten Reiches.
- Gerhard Vinnai: Hitler – Scheitern und Vernichtungswut. Zur Genese des faschistischen Täters. Psychosozial-Verlag, Gießen 2004, ISBN 3-89806-341-0
- Informationen zur politischen Bildung 261, überarbeitete Neuauflage 2003: Weimarer Republik. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2003, ISSN 0046-9408
Weblinks
| (TID 646251) | Commons: Category:National Socialism – Bilder, Videos und/oder Audiodateien |
(TID 269231)
| (TID 646251) | Wikiquote: Nationalsozialismus – Zitate |
(TID 223246)
| (TID 646251) | Wiktionary: Nationalsozialismus – Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen |
(TID 222120)
- Zeitleiste bei Shoa.de
- Die Zeit des Nationalsozialismus bis 1939 beim Deutschen Historischen Museum Online
- Die Zeit des Nationalsozialismus ab 1939 beim Deutschen Historischen Museum Online
- Das Dritte Reich - Deutschland unter dem Nationalsozialismus - Geschichte, Bedeutung, Quellen Gut strukturierte Artikelsammlung
- ARC Holocaust-Zeitleisteaf:Nazi Duitsland
bg:Нацистка Германия da:Tredje rige en:Nazi Germany eo:Nazia Germanio es:Alemania nazi et:Kolmas Riik fa:آلمان نازی fi:Kansallissosialistinen Saksa fr:Troisième Reich he:גרמניה הנאצית hr:TreÄi Reich hu:Harmadik Birodalom id:Jerman Nazi it:Germania nazista ja:ナチス・ドイツ ko:나치 독일 nl:Nazi-Duitsland no:Tysklands historie (1933–1945) pl:III Rzesza pt:Alemanha Nazi ro:Germania NazistÄ ru:Третий рейх sl:Tretji rajh sr:Нацистичка Немачка sv:Nazityskland vi:Äức Quốc Xã
zh:纳粹德国(TID 2137)
11546/522